Der Schatten des Horus von Thilo P. Lassak

Reihe: Mumienherz Bd.2

Rezension von Valentino Dunkenberger

 

Rund fünfzig Kinderbücher hat Thilo P. Lassak unter seinem Vornamen THiLO bereits veröffentlicht. Mit „Die Rückkehr des Seth“ gab der deutsche Schriftsteller im Jahr 2007 sein Debüt im Jugendbuchbereich und legte damit den Auftaktband zur Trilogie „Mumienherz“ vor. Nun, im März 2008, erschien im Ravensburger Buchverlag der zweite Teil des fantastischen Abenteuers: „Der Schatten des Horus“.

 

Eines hat der 15-jährige New Yorker Sid mittlerweile eingesehen: Sein Leben würde nie wieder normal sein. Denn der einflussreiche Seth-Kult, der den altägyptischen Gott des Chaos und Verderbens verehrt, hat ihn zu seinem Auserwählten bestimmt und ihm nach einem Autounfall vor wenigen Monaten das unsterbliche Herz von Seths oberstem Hohepriester Setepenseth eingesetzt. Doch mit Hilfe des Punkmädchens Rascal ist es Sid gelungen, dem Kult zu entwischen. Verfolgt von dem Norweger Birger Jacobsen, Wesir des Seth-Kults und damit eines seiner mächtigsten Mitglieder, ist Sid von New York nach Ägypten geflohen – seine einzige Chance ist es nun, die Mumie Setepenseths vor den Anhängern des Kults zu finden und zu zerstören. Denn wenn der Kult nicht dazu in der Lage ist, das uralte Ritual zu vollziehen, das sowohl das Herz als auch den Körper des mumifizierten Hohepriesters verlangt, wären seine finsteren Pläne durchkreuzt. Doch wo liegt die Mumie begraben? Sid und Rascal folgen einer Spur alter Hinweise, die ein ehemaliger Seth-Anhänger gegen Ende des 19. Jahrhunderts hinterlassen hat …

 

Am Ende von „Die Rückkehr des Seth“ hat Thilo P. Lassak seinen Leser mit einem Cliffhanger zurückgelassen, der seiner Bezeichnung alle Ehre macht. „Der Schatten des Horus“ setzt nun genau dort an, wo der erste Band der „Mumienherz“-Trilogie aufgehört hat, und schließt damit ohne inhaltliche Unterbrechung direkt an seinen Vorgänger an. Nachdem „Die Rückkehr des Seth“ hauptsächlich in New York gespielt hat, siedelt der Autor die Handlung des zweiten Bandes nun in Ägypten – und dort im Speziellen Kairo – an. Bildhaft beschreibt Thilo P. Lassak Mentalität, Verhalten und Umgang der Bewohner des heutigen Ägyptens und führt seine Protagonisten Sid und Rascal durch eine ihnen völlig fremde Kultur. Der Handlungsfaden, der die Trilogie durchzieht, erlebt dabei jedoch keinen Abbruch, sondern wird von Lassak im Gegenteil genauso aufregend und kurzweilig fortgeführt wie im ersten Band. Lediglich an einigen Stellen reißt der Spannungsbogen kurzzeitig ein, doch diese Stellen werden aufgrund der angenehm kurzen Kapitel und häufigen Perspektivenwechsel erfreulicherweise immer wieder schnell überbrückt.

Wie auch schon beim ersten Band der Trilogie wurden für „Der Schatten des Horus“ verschiedene Typografien verwendet, um unterschiedliche Perspektiven voneinander zu differenzieren. Die verschiedenen Schriftarten und -farben sorgen dabei auch beim Lesen des Buches für Abwechslung und lassen auf einen Blick erkennen, aus wessen Sicht das nachfolgende Kapitel erzählt wird. Lediglich die vielen vermeidbaren Orthografie-Fehler – besonders häufig fallen kleingeschriebene Höflichkeitsformen auf – sind auf Dauer überaus ärgerlich.

 

Fazit:

„Der Schatten des Horus“ mag vielleicht nicht ganz an seinen Vorgänger „Die Rückkehr des Seth“ heranreichen, dennoch bleibt die Geschichte auch weiterhin packend und kurzweilig, sodass man sich bereits kurz nach Beendigung der Lektüre auf den dritten und abschließenden Band der „Mumienherz“-Trilogie freut, die ihren Leser – soviel sei schon einmal verraten – nach Mexiko führen wird.

 

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Der Schatten des Horus

Reihe: Mumienherz Bd.2

Autor: Thilo P. Lassak

Gebundene Ausgabe: 363 Seiten

Verlag: Ravensburger Buchverlag; Auflage: 1 (März 2008)

Sprache: Deutsch

ISBN-10: 3473352853

ISBN-13: 978-3473352852

Erhältlich bei: Amazon

Weitere Infos:


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zuletzt aktualisiert: 20.09.2019 15:49 | Users Online
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