Der Schattenmagier von Wolfgang Hohlbein

Reihe: Wolfsnebel, Bd. 2

Rezension von Christel Scheja

 

Mit „Der Schattenmagier“ legt Knaur im Rahmen seiner Wolfgang Hohlbein Reihe einen weiteren Jugendroman aus der „Wolfsnebel“-Serie auf, die zuvor bei Ueberreuter erschien. Der Roman setzt die Abenteuer der Helden aus „Der Rabenritter“ fort.

 

Nach dem, was er auf Burg Rabenfels über sich erfahren hat, kann Tibor nicht länger ein einfacher Gaukler sein. Von einer seltsamen Unruhe ergriffen trennt er sich kurz entschlossen von der Truppe, die ihm so lange eine Familie war, und reist alleine durch die Lande. Später schließt sich ihm dann der jungen Nordmann Erik an, der sich in den fremden Landen etwas verloren fühlt. Die beiden jungen Männer freunden sich an.

Als sie in einer Stadt rasten wollen, fühlt sich Tibor von seiner jüngeren Vergangenheit eingeholt. Denn die Gassen und Häuser sind menschenleer. Es sieht auch nicht so aus, als wären die Bewohner in Panik geflohen, sondern eher so, als seien sie einfach verschwunden. Die Plünderer, mit denen sie aneinander geraten und Ärger bekommen sind nicht fähig dazu, daran schuld zu sein. So ahnt der junge Mann Schreckliches: Ist das etwa das Werk von Resnec, dem Schattenmagier, mit dem er schon einmal zu tun hatte?

Dann läuft ihnen Wolf von Rabenfels in die Arme, der den schrecklichen Verdacht bestätigen kann: Resnec, der bei ihrem letzten Aufeinandertreffen geflohen ist, hat sich von seiner Schlappe erholt und einen neuen Ort gesucht, um seine düsteren Pläne zu spinnen und seine Macht erneut auszuweiten.

Tibor weiß, dass er seinem Schicksal, den Schattenmagier zu besiegen, nun nicht mehr davon laufen kann und stellt sich der Herausforderung.

 

Wie schon „Der Rabenritter“ ist auch „Der Schattenmagier“ in augenfreundlichem Großdruck gehalten, der über die eigentliche Textmenge des Romans hinwegtäuscht. Zwar bietet das Buch die gewohnte Mischung aus Action, Beschreibung und den üblichen Hohlbein-Helden, zu denen sich diesmal auch noch ein kampfstarker und kumpelhafter, aber nicht sehr heller Nordmann gesellt.

Leider bieten auch diesmal weder die Handlung noch die Figuren irgendwelche Überraschungen. Alles verläuft genau so, wie man es erwartet, Hintergründe und Motivationen werden nicht einmal angedeutet, und die Spannung plätschert auf einem sehr schwachen Heftroman-Niveau dahin. Zu allem Übel werden auch wieder die Weichen für eine weitere Fortsetzung gestellt, so dass der Leser nicht einmal am Ende zufrieden gestellt wird.

Zwar ist „Der Schattenmagier“ ein Jugendbuch, das geringere Anforderungen an seine Konsumenten stellen sollte, aber der Roman fällt gegenüber vergleichbaren Werken sehr stark ab und gehört nicht zu den Büchern von Wolfgang Hohlbein, die man unbedingt kennen muss.

Eure Meinung:


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Der Schattenmagier

Reihe: Wolfsnebel, Bd, 2

Autor: Wolfgang Hohlbein

broschiert – 269 Seiten

Knaur, erschienen November 2006

ISBN 3-426-63382-5

Titelbild von Finepic, Innenillustrationen von Arndt Drechsler

Erhältlich bei: Amazon

Weitere Infos:


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zuletzt aktualisiert: 20.09.2019 15:49 | Users Online
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