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Der Schwarze Reiter von Linda Buckley-Archer

Reihe: Die Chroniken der Zeitenwandler Bd.2

Rezension von Lars Perner

 

Rezension:

Im zweiten Teil der Reihe um die Zeitenwandler werden die Vorzeichen umgedreht. Befanden sich Kate und Peter im ersten Teil in der Vergangenheit – genauer im London des Jahres 1763 so werden jetzt einige Personen dieses Zeitalters in unsere heutige Umgebung geschleudert. Die wohl wichtigste davon ist der Teermann. Einer der schlimmsten Verbrecher des historischen Londons. Zunächst ist er tatsächlich etwas verwirrt, findet sich dann aber zunehmend in unserer Zeit zurecht. Als es ihm dann gelingt eine helfende Hand zu rekrutieren wird für ihn vieles einfacher und er beginnt, seine bösartigen Talente einzusetzen. Als es ihm dann auch noch gelingt, zwischen den Zeiten hin- und herzupendeln, eröffnen sich ihm nahezu grenzenlose Möglichkeiten seinem Diebeshandwerk auf fast perfekte Weise nachzugehen. Dabei entwickelt er sich immer mehr zu einer Bedrohung für die Menschen. Andererseits war es nur Kate gelungen, wieder in ihre richtige Zeit zurückzukehren. Ihren Freund Peter mussten sie im Jahr 1763 zurücklassen. Als eine zweite Antigravitationsmaschine auftaucht, sieht sie Gelegenheit gekommen, ihren Schwur gegenüber Peter einzulösen und ihn ebenfalls zurück zu holen. Kurzerhand stiehlt sie die Maschine und begibt sich mit Peters Vater auf die Suche. Dummerweise kommen sie aber im falschen Jahr an – nämlich 1792. Von Peter findet sich keine Spur also wenden sie sich hilfesuchend an Mr. Seymor. Zu allem Unglück funktioniert die Zeitmaschine nicht mehr und der einzige Wissenschaftler, der ihnen bei einer Reparatur eventuell helfen kann, befindet sich in Frankreich. Was eigentlich kein Problem wäre, entpuppt sich schnell als lebensbedrohende Reise. Denn im Frankreich des Jahres 1792 wütet die Revolution mit all ihren guten wie schlechten Seiten.

Wie bereits im ersten Band erlebt der Leser auch hier das Geschehen in zwei Zeitepochen parallel. Dabei kommt es hier nur selten zu Überschneidungen. Der Teermann richtet sich ein luxuriöses Leben in der Jetztzeit ein. Und Kate sucht in der Vergangenheit nach Peter, um ihn zurückzuholen. Die Passagen um den Teermann sind rasant aber auch etwas kurz geschrieben. Das Aufeinandertreffen der Gegensätze schildert die Autorin zunächst spannend und durchaus glaubwürdig mit einem amüsierten Unterton. Kate und ihre Helfer haben dafür jede erdenkliche Möglichkeit durchdacht, welche mit dem Phänomen des Zeitreisen in Zusammenhang steht. Dabei ergehen sich die Charaktere in langwierigen Monologen, welche zwar interessant sein mögen, die Handlung aber kein Stückchen vorantreiben. Und auch die Passagen um den Teermann verlieren zunehmend an Dramatik und auch hier ergehen sich die Protagonisten in endlosen Grübeleien über ihr Empfinden in einer ungewohnten Umgebung. War man nach dem Ende des ersten Bandes bespannt, wie die Geschichte wohl weitergeht, fällt hier leider die Spannung sehr schnell ab. Auch dass auf den letzten Seiten wieder Spannung erzeugt werden soll, wirkt dadurch sehr künstlich. Zu wenig hat die Dramatik der letzten Seiten ihr Fundament in den vorhergehenden Kapiteln.

 

Fazit:

Wer die Trilogie in ihrer Gesamtheit lesen möchte, wird um diesen Band 2 wohl keinen Bogen machen können. Für ein Buch über Zeitreisen zu langatmig. Für ein Buch, das einen historischen Hintergrund schildert, ganz brauchbar. Doch eindeutig zu kurz kommt die spannende Handlung.

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Der Schwarze Reiter

Reihe: Die Chroniken der Zeitenwandler Bd.2

Autor: Linda Buckley-Archer

Ravensburger Buchverlag, 09/2008

(Hardcover), 448 Seiten

ISBN-10: 3473347302

ISBN-13: 9783473347308

Erhältlich bei: Amazon

Weitere Infos:


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Erstellt: 04.11.2008, zuletzt aktualisiert: 10.09.2019 19:06