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Der Sohn des Zauberers und die Vampire von London von Stephen Elboz

Rezension von Christoph Weidler

 

Die Schule ist aus, es sind Ferien, die Laune super und auch für Nick gibt es nichts besseres als die Zeit mit seinen Freunden zu verbringen, auch wenn deren Gesprächsstoff sich derzeit um London Thema Nummer 1 dreht - Jack the Ripper, einen geheimnisvollen Mörder der seit einiger Zeit sein Unwesen in den dunklen Gassen von London treibt. Aber Henry, der Kronprinz von England und Nicks bester Freund, kann noch in Punkto Neuigkeiten toppen, denn der amerikanische Präsident und sein Gefolge trifft in Kürze in London zu einem Staatsbesuch ein, und Nick ist zu dem Empfang eingeladen. Für Nick erst keine so große Freude, denn er hasst nichts mehr als öffentliche Empfänge und den damit verbundenen Regeln und Kleiderzwang. Doch als Nick dann erfährt das der amerikanische Präsident ein waschechter Indianer ist, der zusammen mit seinen Stamm einreist, ist auch Nick nicht mehr zu halten und er und seine Freunde lassen die wildesten Spekulationen über die Indianer wirbeln. Was liegt näher als sogleich Cowboy und Indianer zu spielen, zumal das seit einiger Zeit die Stadt überwuchernde Mondkraut unbekannter Herkunft, viele Ecken in einen reinsten Dschungel verwandeln. In ihrem Spiel treffen die Kids auf Mudwur, den Medizinmann und Leibwächter des amerikanischen Präsidenten, und freunden sich mit ihm schnell an und nun freut sich Nick noch mal so viel auf den bevorstehenden Empfang.

Doch der Empfang läuft nicht so, wie er eigentlich sollte. Mitten in den Festlichkeiten bricht Balthasar, ein Gargoyle von Nicks Tante Perl in die Veranstaltung. Nick ist sofort klar, es muss mit seiner Tante etwas schreckliches passiert sein und kurzerhand macht er sich mit Mudwur und einigen anderen auf dem Weg und folgt dem Gargoyle zu seiner Tante. Diese finden die Freunde am Tower von London halb bewusstlos auf. Allen Anschein nach wurde sie ein Opfer von Jack the Ripper, aber konnte ihm zum Glück gerade noch entkommen. Doch das Ganze war nur eine Falle, denn in dem Moment wo die Freunde um das Wohl von Tante Pearl bangen, ist jemand in dem Palast eingedrungen und hat den amerikanischen Präsidenten entführt.

Und schon ist Nick wieder mitten in einem neuen Abenteuer, in dem vieles nicht so ist wie es scheint und er auf alte wie auch neue Feinde trifft.

 

"Der Sohn des Zauberers und die Vampire von London" ist das umfangreichste und aus meiner Sicht auch beste Band der Reihe. Dem Autoren gelingt es Nick noch mehr Leben einzuhauchen, und mischt die Geschichte gelungen mit abenteuerlichen, fantasyvollen und spannenden Elementen. Selten hatte ich soviel Spaß beim lesen, wie bei diesen Band und er stellt einen überaus gelungenen (vorläufigen) Abschluss der Reihe um den Zauberlehrling Nick Stixby dar, in welcher der Autor sich durchaus eine kleine Hintertür für eine mögliche Fortsetzung lässt. Wo Band eins noch etwas schwach von den Charakterdarstellungen war, Band zwei besser wurde aber nicht ganz den Spannungsbogen aufrecht halten konnte, setzt dieses Band drei an und weiß durch die Bank zu überzeugen. Wer schon immer mal einen Indianerstamm auf magischen Kriegpfad in London erleben möchte, oder phantasievolle spannende Jugendlektüre mag ist bei Stephen Elboz genau richtig!

 

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Buch:

Der Sohn des Zauberers und die Vampire von London

Autor: Stephen Elboz

Gebundene Ausgabe - 329 Seiten - Fischer (Tb.), Frankfurt

Erscheinungsdatum: März 2005

ISBN: 3596851270

Erhältlich bei Amazon

weitere Infos:


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Erstellt: 15.06.2006, zuletzt aktualisiert: 03.09.2020 18:07