Der Stern der Trauer (Autor: Sunao Yoshida; Trinity Blood. Reborn on the Mars 1)
 
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Der Stern der Trauer von Sunao Yoshida

Reihe: Trinity Blood. Reborn on the Mars 1

Rezension von Zork

 

Inhalt

In einer fernen Zukunft: Die Katastrophe Armageddon hat beinahe die gesamte Zivilisation auf dem Planeten Erde ausgelöscht. In diesem düsteren Zeitalter herrscht erbitterter Hass zwischen den Menschen und einer zweiten intelligenten Lebensform, den Vampiren. Gyula Kádár, Machthaber in der abgelegenen Stadt István, ist davon besessen, den "Stern der Trauer", eine geheimnisvolle Waffe aus längst vergangener Zeit, gegen die Menschen einzusetzen. Als der Vatikan, mächtigster Gegenspieler der Vampire, von Gyulas Plänen erfährt, entsendet er einen seiner Spezialagenten, um den Vampir zu stoppen. Bald schon kommt es zu einem erbitterten Kampf, bei dem das Überleben zweier Arten auf dem Spiel steht...

 

Rezension:

Der vorliegende Roman spielt in einer fernen Zukunft, in der die Erde durch Atomwaffen verwüstet ist und es nur noch zwei große Reiche gibt: das westliche Europa unter Kontrolle des Vatikans und der Osten, das ehemalige Gebiet der Sowjetunion, in dem die Vampire herrschen. Zwar herrscht zwischen beiden Fraktionen im Großen und Ganzen Frieden, aber hin und wieder kommt es doch zu Scharmützeln, vor allem in Vampirkontrollierten Städten an der Grenze.

 

Soviel zur Ausgangssituation.

Im Gegensatz zu anderen Mangaromanen gibt es in diesem Buch keine Comicartigen Züge und der ganze Roman erweist sich als überraschend erfrischend und spannend umgesetzt.

Von der bereits recht interessanten Ausgangssituation abgesehen sind hier in erster Linie die Charaktere zu nennen. Keine Charaktere mit Comichaften überdrehten Kampfszenen wie in "Devil may Cry" und auch keine etwas flachen und jungen Charaktere wie in den "Final Fantasy"-Büchern. Zwar entbehren auch diese Charaktere nicht einer gewissen Komik - so allen voran natürlich Hauptcharakter Abel, der recht dümmlich agierend daherkommt, was aber nie aufgesetzt wirkt. Das Ganze Buch über weiß der Leser (oder ahnt es) das hinter Abel mehr steckt aber erst im Finale kann er alle Register ziehen.

Natürlich dürfen auch einige gewalttätigere Einlagen nicht fehlen und auch die Story vom Kampf gegen den (Vampir-)Tyrannen (samt Superwaffe) ist sicher nicht neu, nichtsdestotrotz, gibt es einige sehr schöne Szenen, denn der Bösewicht wird nicht einfach grau gezeichnet sondern hat auch ein Motiv. Und es kommt auch zu einem netten Gespräch mit der weiblichen Hauptdarstellerin, in der diese, und auch der Leser, sogar Sympathien zu empfinden beginnt und sich die fundamentale Frage stellt, warum die beiden Fraktionen eigentlich gegeneinander kämpfen, will doch jede nur leben - eine sehr schöne zum Nachdenken anregende Charakterszene also.

 

Auch das Ende ist offen und macht Lust auf mehr, mischt sich doch noch eine dritte Partei ein, an die man im Moment noch nicht rankommt, so das sicher nicht nur die Charaktere des Romans etwas verwirrt zurückbleiben.

 

Bleibt zu guter letzt noch zu erwähnen, das das buch recht kurz ist mit gerade mal 235 Seiten (die allerdings klein geschrieben sind), und man für diese 235 Seiten immerhin schon 9.95 € hinblättern muss. Auch ein Auszug aus einem Trinity Blood-Manga am Ende des Buches entschädigt hier nur marginal.

 

Fazit:

Ein Buch mit sehr schöner Ausgangssituation und ebenso schönen Charakterszenen, das für einige Plotlöcher entschädigt.

Oje, das hat nicht geklappt, Elfenwerk! 2024052122212352354067
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Buch:

Der Stern der Trauer

Autor: Sunao Yoshida

Reihe: Trinity Blood. Reborn on the Mars 1

Original: Reborn on the Mars I: The Star of Sorrow

Übersetzer: John Schmitt-Weigand

Panini, März 2007

Paperback, 235 Seiten

ISBN-10: 3833214503

ISBN-13: 978-3833214509

Erhältlich bei Amazon


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Erstellt: 01.04.2007, zuletzt aktualisiert: 10.04.2024 18:52, 3748