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Der Tigerprinz von Chen Jianghong

Rezension von Christine Schlicht

 

Ein Wort beschreibt alles: Wundervoll!

 

Mehr gibt es fast nicht zu sagen, denn bei diesem Bilderbuch stimmt einfach alles: Eine zutiefst bewegende Geschichte, gepaart mit fantastischen Bildern.

 

Jäger haben die Jungen einer Tigerin getötet und in ihrem Hass und Leid rächt sie sich an den Menschen. Sie überfällt deren Dörfer und tötet Mensch und Tier. Aber ihr Groll wird nicht weniger, im Gegenteil. Der König will sie mit seinen Soldaten zur Strecke bringen, doch eine Wahrsagerin hält ihn davon ab: Er soll seinen kleinen Sohn zur Tigerin schicken, nur er könne ihr Vertrauen wieder herstellen. Tatsächlich nimmt die Tigerin das Kind an Mutters Stelle an und lehrt ihn, was kleine Tiger können und wissen müssen. Doch seine Eltern sind in große Sorge um ihren Sohn und schicken Soldaten aus. Der Junge beschützt die Tigerin, doch schließlich kehrt er schweren Herzens in den Palast zurück. Jedes Jahr besucht er die Tigerin und als er selbst Vater wird, bringt er der Tigerin seinen Sohn, damit sie auch ihn lehrt, was ein Tiger wissen muss.

 

 

Chen Jianghongs Geschichte entführt in eine andere Welt. Es ist eine Fabel für mehr Verständnis zwischen Mensch und Tier, voller Emotionen, die tief berühren. Seine Bilder geben die Kunst seiner Heimat wieder, es sind Tuschezeichnungen auf Reispapier, mal doppelseitig, mal über die Seiten verteilt. Trotz dieser in unseren Breiten exotisch anmutenden Technik faszinieren sie mit ihrer Detailgenauigkeit, den schönen Farben und der Dynamik der Motive. Zwar stimmt das Größenverhältnis der Tigerin zu dem Kind ganz und gar nicht, aber es macht nichts, man spürt die Kraft des Tieres und seine Zärtlichkeit dem hilflosen Kind gegenüber. Die Tigerin nimmt das Kind an, weil sie spürt, dass es sich ähnlich verhält wie ihre eigenen. Mensch und Tier werden eine Einheit. Die Mimik der Protagonisten gibt auch für Kinder erkennbar genau deren Gefühle wieder, mit sparsamen Strichen werden ganze Kapitel erzählt.

 

Die Idee zu der Geschichte kam Jianghong bei der Betrachtung eines Tongefäßes, dass eine alte Fabel seiner Heimat wiedergibt. Demnach wurde ein Kind von einer Tigerin groß gezogen. Eine Fabel, die es wohl überall gibt – wie Romulus und Remus, die von einer Wölfin groß gezogen wurden. Tiere stehen uns Menschen wohl doch näher, als wir gemeinhin glauben.

 

Ein wirklich lesenswertes, tief bewegendes Buch für Alt und Jung, das schon diverse Auszeichnungen erhalten hat. Zu Recht.

 

  • <span class="autor">Rezension von Christine Schlicht</span>
  • Ein Wort beschreibt alles: Wundervoll!
  • Mehr gibt es fast nicht zu sagen, denn bei diesem Bilderbuch stimmt einfach alles: Eine zutiefst bewegende Geschichte, gepaart mit fantastischen Bildern.
  • Jäger haben die Jungen einer Tigerin getötet und in ihrem Hass und Leid rächt sie sich an den Menschen. Sie überfällt deren Dörfer und tötet Mensch und Tier. Aber ihr Groll wird nicht weniger, im Gegenteil. Der König will sie mit seinen Soldaten zur Strecke bringen, doch eine Wahrsagerin hält ihn davon ab: Er soll seinen kleinen Sohn zur Tigerin schicken, nur er könne ihr Vertrauen wieder herstellen. Tatsächlich nimmt die Tigerin das Kind an Mutters Stelle an und lehrt ihn, was kleine Tiger können und wissen müssen. Doch seine Eltern sind in große Sorge um ihren Sohn und schicken Soldaten aus. Der Junge beschützt die Tigerin, doch schließlich kehrt er schweren Herzens in den Palast zurück. Jedes Jahr besucht er die Tigerin und als er selbst Vater wird, bringt er der Tigerin seinen Sohn, damit sie auch ihn lehrt, was ein Tiger wissen muss.
  • Chen Jianghongs Geschichte entführt in eine andere Welt. Es ist eine Fabel für mehr Verständnis zwischen Mensch und Tier, voller Emotionen, die tief berühren. Seine Bilder geben die Kunst seiner Heimat wieder, es sind Tuschezeichnungen auf Reispapier, mal doppelseitig, mal über die Seiten verteilt. Trotz dieser in unseren Breiten exotisch anmutenden Technik faszinieren sie mit ihrer Detailgenauigkeit, den schönen Farben und der Dynamik der Motive. Zwar stimmt das Größenverhältnis der Tigerin zu dem Kind ganz und gar nicht, aber es macht nichts, man spürt die Kraft des Tieres und seine Zärtlichkeit dem hilflosen Kind gegenüber. Die Tigerin nimmt das Kind an, weil sie spürt, dass es sich ähnlich verhält wie ihre eigenen. Mensch und Tier werden eine Einheit. Die Mimik der Protagonisten gibt auch für Kinder erkennbar genau deren Gefühle wieder, mit sparsamen Strichen werden ganze Kapitel erzählt.
  • Die Idee zu der Geschichte kam Jianghong bei der Betrachtung eines Tongefäßes, dass eine alte Fabel seiner Heimat wiedergibt. Demnach wurde ein Kind von einer Tigerin groß gezogen. Eine Fabel, die es wohl überall gibt – wie Romulus und Remus, die von einer Wölfin groß gezogen wurden. Tiere stehen uns Menschen wohl doch näher, als wir gemeinhin glauben.
  • Ein wirklich lesenswertes, tief bewegendes Buch für Alt und Jung, das schon diverse Auszeichnungen erhalten hat. Zu Recht.
  • <typolist>
  • Die besten 7 Bücher (Focus/Deutschlandradio), Oktober 2005
  • Luchs (DIE ZEIT)
  • Kinder- und Jugendbuchliste von SR und Radio Bremen (Herbst 2005)
  • Rattenfänger Literaturpreis 2006
  • </typolist>

 

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Der Tigerprinz

Autor: Chen Jianghong

Gebundene Ausgabe: 45 Seiten

Verlag: Moritz; Auflage: 1 (August 2005)

Sprache: Deutsch

ISBN-10: 3895651680

ISBN-13: 978-3895651687

Erhältlich bei: Amazon

Weitere Infos:


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Erstellt: 03.07.2007, zuletzt aktualisiert: 09.01.2015 06:52