Der Tod von Silver Surfer
 
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Der Tod von Silver Surfer

Rezension von Ingo Gatzer

 

Bereits 60 Jahre ist es her, dass der Silver Surfer sein Comic-Debüt feierte. Ist es nun Zeit für einen Abgang? Denn genau darauf deutet der Titel des Comics "Der Tod von Silver Surfer" hin. Oder findet der Ex-Herold von Galactus doch noch einen Ausweg, wenn es darum geht, das Bureau of Alien Neutralization zu überlisten? Denn das ist hinter dem Silberling her. Tatsächlich sind die Pläne der Organisation und ihres Vorsitzenden Davis Harmon sogar noch weitreichender. Das bringt nicht nur zahlreiche Menschen, sondern die ganze Erde in tödliche Gefahr.

 

Die Story stammt von Greg Pak. Bei diesem Namen dürften viele Fans zunächst an dessen Hulk-Comics denken. Allerdings hatte Pak bereits 2006 in PLANET HULK Grün- und Silberling aufeinandertreffen lassen. Zudem kreierte er fünf Jahre später eine Mini-Serie über den kosmischen Surfer. Der US-Amerikaner ist also bestens geeignet, hier ein neues Kapitel aufzuschlagen. Dabei beginnt er mit einer eher ruhigen Meditation über Leben und Tod, liefert dann aber  spätestens im finalen Kapitel reichlich episch-kosmische Action. Als stimmige Auflockerung dienen die Kommentare des steinigsten Sprücheklopfers, den Marvel zu bieten hat.

 

Pak orientiert sich an der Arbeit der Marvel-Legende schlechthin, nämlich Stan Lee. Der Silver Surfer war nicht nur die erklärte Lieblingsfigur von "Stan, the man". Lee veröffentlichte auch das vielfach prämierte Werk "Silver Surfer: Parabel". Und als eine Parabel lässt sich auch "Der Tod von Silver Surfer" interpretieren. Die mag an einigen Stellen etwas unterkomplex wirken, was vor allem am etwas eindimensionalen Oberschurken liegt. Dennoch hat die Story einen starken und überzeugenden Kern. Angesprochen fühlen sollten sich diejenigen (Superreichen), die skrupellos nach Macht streben und alles Fremde für ihre Probleme verantwortlich machen. Greg Pak zielt dabei vermutlich vor allem auf die aktuelle Politik in seiner Heimat ab. Das heißt jedoch nicht, dass sich die Kernaussage nicht auch auf Europa oder Deutschland passen würde.

 

"Silver Surfer: Parabel" hatte damals Comic-Star Moebius bebildert. Eine ähnliche Legende hat "Der Tod von Silver Surfer" zwar nicht zu bieten. Doch Zeichner Sumit Kumar (MAN-BAT: DAS MONSTER VON GOTHAM) liefert auch eine starke Performance ab. Er setzt nicht kosmische Sequenzen  toll in Szene, sondern hat auch Ideen für spanende Details – etwa das Gesicht des Surfers, das sich wie Totenschädel in seinen glänzenden Händen spielt. Puristen könnte allerdings der Look der Hauptfigur missfallen, die weniger "clean" als in früheren Werken wirkt. Andererseits lässt sich genau das auch als bewusste Entscheidung interpretieren, einen gealterten Surfer zu zeigen.

Fazit

"Der Tod von Silver Surfer" tritt in die Fußstapfen des modernen Klassikers "Silver Surfer: Parabel". Auch wenn die etwas zu groß sind, gelingt Pak und Kumar dennoch ein starkes Stück Comic-Geschichte mit klarer Botschaft. Was Stan Lee dazu sagen würde? Excelsior!

Weitere Infos

 

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Comic:

Der Tod von Silver Surfer

Original: Death of the Silver Surfer (2025) #1-#5

Autor: Greg Pak

Zeichner: Sumit Kumar

Paperback, 124 Seiten

Panini Verlag, 2026

 

ISBN-10 ‏ : ‎ 3741646911

ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3741646911

 

Erhältlich bei Amazon


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Erstellt: 26.09.2026, zuletzt aktualisiert: 26.09.2026 19:40, 26929