Titanen, Alben, Götter – sie alle leben relativ friedlich in ihren jeweiligen Ländern. Nur die gefährlichen Menschen wurden in die Abhängigkeit verbannt. Doch dann entdeckt der König der Titanen, dass der junge Mensch Eloy etwas Besonderes ist. In ihm ruht der Seelensplitter der Drachin Esilya. Der König verspricht Eloy die Freiheit der Menschen, wenn es ihm gelingt, die restlichen Splitter von Esilyas Seele zusammenzutragen.
Die Idee hinter Josua Rutishausers Fantasy-Abenteuer ist eigentlich interessant. Im Mittelpunkt der Geschichte stehen der Mensch Eloy und ein Titanen-Krieger, der ihn gegen seinen Willen begleiten muss. Später kommen weitere Charaktere wie eine junge Albe oder ein alter Zwergen-König hinzu, die man alle zum Protagonisten-Kreis rechnen muss.
Leider wird die Erzählweise der Geschichte den Ansprüchen der Handlung nicht ganz gerecht. Der Leser baut weder zu Eloy noch zu einem der anderen wichtigen Charaktere eine Bindung auf. An keiner Stelle der zahlreichen Kämpfe fiebert man beim Lesen mit einem der Protagonisten mit. Mitreißender erzählt könnte die erzählte Geschichte bestimmt begeistern – doch sie tut es eben nicht wirklich. Sprachlich überarbeitet könnte aus der interessanten Idee sicher ein gutes Buch werden.
Der Autor erzählt wechselweise aus den Blickwinkeln unterschiedlicher Charaktere.