Nach dem Angriff der Dämonen herrscht an der Schule der Abenddämmerung eine gespannte Ruhe. Der Unterricht läuft weiter, doch unter der Oberfläche bleiben Angst und Zweifel. Äußerlich wirkt die Schule, als habe sie sich gefangen – doch etwas in ihr ist noch immer erschüttert.
Schon bald machen Gerüchte die Runde: Tief im Fundament der Akademie soll ein uraltes Wesen eingesperrt sein, ein Relikt aus den Frühzeiten der Schule, über das die Lehrmeister nur in Andeutungen sprechen. Die meisten halten es für eine Legende. Andere nicht.
Maidin spürt, dass mehr dahintersteckt. Seit dem Angriff wird er von Träumen heimgesucht – Visionen eines jungen Kriegers in der Paschinkasteppe, die seltsam klar wirken, zu deutlich, um nur Traum zu sein.
Gleichzeitig verdichten sich die Hinweise, dass Aldisso, der umstrittene Lehrer, weiterhin im Verborgenen agiert. Einige Schüler sind überzeugt, dass er noch immer mit den Dämonen im Bund steht – und versuchen, seinen nächsten Schritt zu verhindern, während der Unterricht sie stärker denn je in Anspruch nimmt.
Je tiefer Maidin nach Antworten sucht, desto deutlicher erkennt er, dass seine Träume und die Geheimnisse der Schule miteinander verwoben sind. Und dass die Wahrheit ihn tiefer in die Schatten der Abenddämmerung führen wird, als er je erwartet hätte.
In diesem Band wirken die (nach wie vor vorhandenen) Mängel weniger störend, die Handlung etwas geschmeidiger als in Band 1.