Der Violette Mann (Autor: Robert Köhnen; Die Schule der Abenddämmerung 2)
 
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Der Violette Mann von Robert Köhnen

Reihe: Die Schule der Abenddämmerung Band 2

 

Rezension von Frank W. Werneburg

Verlagsinfo

Nach dem Angriff der Dämonen herrscht an der Schule der Abenddämmerung eine gespannte Ruhe. Der Unterricht läuft weiter, doch unter der Oberfläche bleiben Angst und Zweifel. Äußerlich wirkt die Schule, als habe sie sich gefangen – doch etwas in ihr ist noch immer erschüttert.

Schon bald machen Gerüchte die Runde: Tief im Fundament der Akademie soll ein uraltes Wesen eingesperrt sein, ein Relikt aus den Frühzeiten der Schule, über das die Lehrmeister nur in Andeutungen sprechen. Die meisten halten es für eine Legende. Andere nicht.

Maidin spürt, dass mehr dahintersteckt. Seit dem Angriff wird er von Träumen heimgesucht – Visionen eines jungen Kriegers in der Paschinkasteppe, die seltsam klar wirken, zu deutlich, um nur Traum zu sein.

Gleichzeitig verdichten sich die Hinweise, dass Aldisso, der umstrittene Lehrer, weiterhin im Verborgenen agiert. Einige Schüler sind überzeugt, dass er noch immer mit den Dämonen im Bund steht – und versuchen, seinen nächsten Schritt zu verhindern, während der Unterricht sie stärker denn je in Anspruch nimmt.

Je tiefer Maidin nach Antworten sucht, desto deutlicher erkennt er, dass seine Träume und die Geheimnisse der Schule miteinander verwoben sind. Und dass die Wahrheit ihn tiefer in die Schatten der Abenddämmerung führen wird, als er je erwartet hätte.

Rezension

Nach den Zwischenfällen mit der Dämonen-Dimension kehrt an der Schule der Abenddämmerung langsam wieder normale Zustände ein. Maidin und seine Freunde können allerdings trotz dessen offizieller Entlastung nicht an die Unschuld des Vizedirektors Aldisso glauben. Doch schon warten neue Rätsel auf die Freunde, und Maidins prophetische Träume bereiten ihm auch Sorge.

 

Robert Köhnen lässt den 2. Band seiner Fantasy-Reihe wenige Wochen nach dem Finale des 1. Bandes beginnen. Die Aufarbeitung der vergangenen Ereignisse steht dabei zunächst im Zentrum der Handlung. Schnell wendet sich der Fokus jedoch neuen Geheimnissen zu, wozu nicht zuletzt die Träume des Protagonisten gehören. Alles deutet darauf hin, dass sie ihm reale Ereignisse zeigen. Passend dazu beginnt fast jedes Kapitel mit einem Traum Maidins.

Insgesamt wirkt dieser Band stimmiger als sein Vorgänger, auch wenn viele Hintergründe der Charaktere und der Welt als Ganzes weiterhin sehr vage bleiben. Zwischen den unterschiedlichen ›Problemen‹ der Protagonisten-Gruppe fehlt teilweise auch noch ein richtiger Zusammenhang. So ist noch keine organische Verbindung zwischen den Geheimnissen unter der Schule, den zumindest eigenartigen Unterrichtsmethoden im manchen Fächern und dem im Reich herrschenden Krieg erkennbar. Auch das Alter Maidins und seiner Freunde ist nach wie vor kaum einzuschätzen. Trotzdem wirkt Band 2 auf mich etwas ›runder‹.

 

Der Autor erzählt aus einer auktorialen Perspektive.

Fazit

In diesem Band wirken die (nach wie vor vorhandenen) Mängel weniger störend, die Handlung etwas geschmeidiger als in Band 1.

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Buch:

Der Violette Mann

Reihe: Die Schule der Abenddämmerung Band 2

Autor: Robert Köhnen

Taschenbuch, 229 Seiten

Selbstverlag, 6. Januar 2026

 

ISBN-13: 9798276889733

 

Erhältlich bei: Amazon

 

Kindle-ASIN: B0GF8W6QH4

 

Erhältlich bei: Amazon Kindle-Edition


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Erstellt: 17.01.2026, zuletzt aktualisiert: 17.01.2026 14:13, 25739