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Der Weg ins Nichts Teil 4

Reihe: Star Wars 66 (Dark Times & Rebellion)

Rezension von Martina Klein

 

Verlagsankündigung:

„DAS GROSSE FINALE DER ERSTEN DARK TIMES-STORYLINE!

Es ist das Ende einer Suche – aber noch nicht das Ende aller Tage. Allianzen sind zerbrochen. Das eigentlich Richtige zu tun wird plötzlich zum Verrat: Das Chaos der Klonkriege hat alles bis an den Abgrund des Verderbens gebracht. Kann sich Dass Jennir, nach allem, was er getan hat, überhaupt noch Jedi nennen? Das Finale mit unverhoffter Wendung in der vielleicht düstersten aller bisherigen Star Wars Storys!

Außerdem: Die Fortsetzung der actionreichen Top-Story Rebellion! Eines der größten Geheimnisse des Imperiums könnte aufgedeckt werden – und dies zu verhindern kann nur eine Mission für den Dunklen Lord Darth Vader höchstpersönlich sein.“

 

Drinnen heißt es dann weiter:

"Herzlich willkommen zur nun mehr 66. Ausgabe des Star Wars Comicmagazins! In dieser Ausgabe versorgen wir euch gleich wieder mit 2 atemberaubenden Storys aus dem Star Wars Universum. Zum einen präsentieren wir euch das furiose Finale des ersten Dark Times Fünfteilers um den mysteriösen Jedi Dass Jennir und zum anderen setzen wir die Story um den Rebellenspion Wyl Tarson fort, der keine andere Wahl hat, als mit dem Verbrecherlord Raze zusammenzuarbeiten.

Wir wünschen wie immer galaktische Unterhaltung!"

 

In diesem Heft werden nun also die beiden Geschichten "Dark Times - Der Weg ins Nichts" und "Rebellion - Das Bauernopfer" zu Ende gebracht.

 

Das Finale des "Dark Times"-Fünfteilers beginnt bei Darth Vader, der immer noch nicht ganz auf der dunklen Seite angekommen zu sein scheint, da in ihm immer noch der eine oder andere Zweifel steckt und ihn hadern lässt.

 

Währenddessen versuchen der Jedi Dass Jennir, sein Freund, der Nosaurier Bomo Greenbark, und noch ein paar weitere Gefährten weiterhin, in Calamar auf dem Planeten Essels die Tochter des Nosauriers, Resa, die dorthin als Sklavin verschleppt wurde, ausfindig zu machen.

 

Bomo ist sehr niedergeschlagen vor lauter Sorge um seine Tochter. Und als es Jennir schließlich gelingt, den genauen Aufenthaltsort der jungen Nosaurierin zu ermitteln, zögern er und seine Mitstreiter nicht lange, die festungsartige Villa von Resas neuem "Besitzer" Dezono Qua zu stürmen.

 

Doch leider kommen sie zu spät! Resa ist bereits tot. Und was der grausame und zynische Dezono Qua mit ihr gemacht hat, ist wirklich schrecklich...

 

Um den armen Bomo Greenbark davor zu bewahren, nach seiner Frau und seiner Tochter nun auch noch wie er selbst seine Seele zu verlieren, übt Jennir stellvertretend für ihn Rache und tötet den Sklavenbesitzer. Denn bei ihm, Jennir, kommt es darauf nun auch nicht mehr an...: War er früher zwar noch ein edler Jedi, hat ihn diese Mission dazu gezwungen, viel zu viele seiner ehemaligen Ideale aufzugeben. Jetzt will er wenigstens retten, was noch übrig ist, um sich somit "vor der Dunkelheit zu retten"!

 

Bomo ist darüber, dass Jennir ihm die Möglichkeit zur Rache genommen hat, allerdings gar nicht erfreut: "Du glaubst immer zu wissen, was für alle am besten ist, nicht wahr? Ach, zum Henker mit dir, Jedi!"

 

Der üble Ausgang der Dinge und nicht zuletzt Bomos Worte stimmen Jennir immer nachdenklicher hinsichtlich seiner Bestimmung als Jedi: "Was wäre also, wenn die Zukunft ein Weg ist, der ins Nichts führt? Ihm bleibt nichts weiter übrig, als diesen Weg Schritt führt Schritt abzugehen..."

 

Im zweiten Teil des Hefts wird die vierteilige "Rebellion"-Geschichte abgeschlossen. Wyl Tarson, der früher als rechte Hand des Verbrecherfürsten Raze heimlich Information an die Rebellen weitergegeben hat, ist nun, seit Raze hinter den Verrat gekommen ist, mit einer jederzeit per Fernzünder zündbaren Bombe im Kopf, die ihm Raze eingepflanzt hat, gezwungen, diesem bedingungslos zu dienen oder zu sterben.

 

Auf dem Planeten Ahakista soll er nun, begleitet von ein paar mehr als fragwürdigen Helfern, wertvolle Daten stehlen und an den sogenannten "Informationshändler" Raze weitergeben. Von Raze mittels der Bombe in seinem Kopf zur Marionette gemacht, ist Wyl jetzt also zum Verrat an seinen eigen Leuten bei der Rebellion gezwungen.

 

Zu Beginn dieser Episode versuchen Wyl, die schöne Laynara und Baco immer noch, zu dem Computer-"Knoten“ vorzudringen, was ihnen schließlich dank der Bereitschaft Bacos, sein Leben zu opfern, auch gelingt.

 

Durch ein Mikrofon im Kopf von Wyl kann Raze jederzeit hören, was gerade passiert, was seine Macht über seinen ehemaligen Mitarbeiter, der ihn aus seiner Sicht so schmählich verraten hat, nur noch vergrößert.

 

Wyl erkennt, dass er sich nur von Raze befreien kann, in dem er riskiert, dass Raze die Bombe zündet. Was im Klartext heißt, dass er nur im Tod frei sein kann. Doch er fasst den Entschluss, dieses Risiko einzugehen, da er für Laynara, die er mittlerweile über alles liebt, ein besserer Mensch werden will – koste es, was es wolle...

 

Dass er dann doch nicht stirbt, verdankt er keinem geringeren als – Darth Vader höchstpersönlich! Doch auch die Zusammenarbeit mit seinem so gewonnen neuen Bündnispartner verläuft nicht ganz reibungslos: Um Laynara zu retten, muss er nun Darth Vader bedingungslos gehorchen...

 

Die Geschichte endet mit dem schönen Schlusswort, dass uns auch für das gesamte „Star Wars“-Universum noch auf viele brisante Abenteuer hoffen lässt:

„Doch manchmal gewinnt man... manchmal verliert man... Aber das Spiel geht immer weiter. Schließlich weiß man nie, was die Zukunft bereit hält.“

 

Was bei diesen beiden Geschichten besonders in Auge fällt, sind die unterschiedlichen Facetten in der Entwicklung von Darth Vader. Während er in der ersten Geschichte noch mit sich und der dunklen Seite der Macht ringt, liegt das alles in der zweiten Geschichte schon weit hinter ihm.

 

Auch erzähltechnisch könnten die beiden Geschichten nicht unterschiedlicher sein: Die erste geht einem wesentlich näher, und man kann die Verzweiflung von Bomo Greenbark fast schon selber spüren. Dahingegen bleibt einem Wyl Tarson seltsam fremd. Die Erzählweise ist dort wesentlich kryptischer, und es fällt einem schwer, in die Geschichte reinzukommen und ihr dann zu folgen. Dadurch hat mir diese zweite Geschichte im Heft irgendwie keinen Spaß gemacht...

 

Auch grafisch ist „Der Weg ins Nichts“ gelungener. Die Farben sind vielleicht ein wenig mau, doch dafür wirken die Zeichnungen wirklich äußerst realistisch. „Das Bauernopfer“ ist zwar grafisch klarer und kontrastreicher, dennoch bleiben einem auch grafisch die Figuren eher fremd.

 

In dem Heft gibt es dann außerdem noch ein nettes „Star Wars“-Quiz mit Gewinnspiel, eine Vorankündigung auf die vom 21. bis zum 23.03.2008 bevorstehende „Jedi Con“ in Düsseldorf und noch einiges mehr, wie z.B. die „Star Wars“-Timeline, die ich immer wieder sehr hilfreich finde, um zu verstehen, in welchem Zusammenhang die einzelnen Geschichten zueinander stehen.

 

Insgesamt bedient die „Star Wars“-Heftreihe sehr gekonnt den allseits vorherrschenden Wunsch der Fans nach mehr Informationen rund um das „Star Wars“-Universum abseits der altbekannten Haupt-Storys aus den Filmen und ist somit neben den zahlreichen Romanen eine schöne Ergänzung für jeden echten Fan.

 

Eure Meinung:


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Comic:

Der Weg ins Nichts Teil 4

Reihe: Star Wars 66

(Dark Times & Rebellion)

Autoren: Welles Hartley, Mick Harrison, Rob Williams und Brandon Badeaux

Zeichnungen: Douglas Wheatley, Michael Lacombe, Ronda Pattisson, Will Glass

Übersetzer: Michael Nagula

Panini Comics, 23.01.2008

Heft, 60 Seiten

Erhältlich bei Panini Comics

Zur Serie:

Star Wars


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Erstellt: 25.02.2008, zuletzt aktualisiert: 15.09.2018 12:38