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Der Weg nach Alsiona von Damaris E. Moreau

Reihe: Edanor

Rezension von Frank W. Werneburg

Klappentext:
Für die sechzehnjährige Norelia ist Liebe nicht mehr als eine Wunschvorstellung. Sie lebt im patriarchalischen Samtahar – einem Land, in welchem Frauen dem Wohlwollen der Männer schutzlos ausgeliefert sind und gegen ihren Willen zwangsverheiratet werden. Einzig die Freundschaft zu Kalina und Mirânka lässt sie die täglichen Torturen durchstehen. Als Kalina eines Nachts angegriffen wird, zögert Norelia nicht, ihrer Freundin zu helfen. Mit vereinten Kräften wollen sie die Angreifer in die Flucht schlagen, doch plötzlich klebt Blut an ihren Händen und sie sind verantwortlich für den Tod dreier Männer. Eine Flucht erscheint ihnen der einzige Ausweg, aber werden sie es wirklich schaffen, den Konsequenzen ihrer Taten zu entkommen? Wird Norelias Ehemann die Flucht seiner jungen Frau hinnehmen? Und was geschieht, wenn Norelia merkt, dass Liebe mehr als nur ein Hirngespinst ist?

Rezension:
Mit 16 wird Norelia an den Sohn eines Stammesfürsten verheiratet. Ein Mitspracherecht hat sie nicht, denn das ist in Samtahar nicht üblich. In ihrer neuen Heimat freundet sie sich mit ihrer Schwägerin Kalina und der Magd Mirânka an. Bei einem nächtlichen Angriff töten die Freundinnen die Angreifer. Da sie befürchten, bestraft, wahrscheinlich sogar hingerichtet zu werden, entschließen sie sich zur Flucht. Doch wo könnten sie sicher vor der Verfolgung des Stammes sein?

 

In dieser umfangreichen Vorgeschichte ihres Fantasy-Epos Edanor löst sich Damaris E. Moreau weitestgehend von Geschehen der Hauptstory (Edanor – 1 – Die Schlacht um Altbrak u. f.). Weder tauchen bekannte Personen auf, noch zeigen die Handlungsfäden erkennbare Berührungspunkte. Lediglich die Welt, in der alles stattfindet, ist identisch. Allerdings liegen Jahrzehnte zwischen beiden Handlungen.

 

Während sich das Geschehen hauptsächlich auf die Gruppe fliehender Frauen, die in Samtahar, wo sie in den dort üblichen Stammesgesellschaften keine Freiheit finden können, konzentriert, wird erzählerisch immer wieder ins Königreich Arked gewechselt, wo Frauen auch in der Garde dienen dürfen. Dieses Land wird schließlich zum erhofften Ziel der Flüchtenden. Eine weitestgehend archaische Stammesgesellschaft wird also einem mittelalterlich wirkenden Königreich gegenübergestellt. Das Ende dieser Geschichte erweist sich allerdings als Geschmackssache. Ich zumindest hätte mir einen stimmigeren Abschluss vorstellen können.

Wie auch in der Hauptgeschichte wechselt die Autorin erzählerisch zwischen einer ganzen Reihe an Charakteren hin und her. Die grundsätzliche Entwicklungsrichtung der Handlung wird allerdings – abgesehen vom unerwarteten Ende – schnell klar.

Fazit:
Diese Vorgeschichte rundet die Welt von »Edanor« ab, ist für das Verständnis der Hauptgeschichte aber nicht erforderlich.

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Eure Meinung:

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Buch:

Der Weg nach Alsiona
Reihe: Edanor
Autorin: Damaris E. Moreau
Taschenbuch, 452 Seiten
Selbstverlag, 29. April 2022
Cover und Illustration: Chiara N. Monaco

ISBN-10: 9403663030
ISBN-13: 9789403663036

Erhältlich bei: Amazon

Kindle-ASIN: B09Y5NXTWR

Erhältlich bei: Amazon Kindle-Edition

Weitere Infos:


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Erstellt: 15.06.2022, zuletzt aktualisiert: 05.07.2022 16:38