Die Archäologin Sarah Weston leitet gerade eine Ausgrabung in Äthiopien, als sie auf ein Grab in den umgebenden Bergen hingewiesen wird. Tatsächlich findet sie dort eine alte Leiche umgeben von Inschriften. Diese stellen sich als höchst interessant und definitiv alt heraus, doch weist das Skelett eine Zahnfüllung auf, die so hochentwickelt ist, dass sie der Wissenschaft unbekannt ist. Plötzlich werden Kräfte aktiv, die das Bekanntwerden des Fundes verhindern wollen und dabei auch vor Mord nicht zurückschrecken.
Daphne Nikos Archäologie-Abenteuer erinnert etwas an Indiana Jones. Mysteriöse archäologische Funde, verbunden mit reichlich Mythologie und Interessengruppen, deren Absichten zunächst nicht erkennbar sind, bilden den Kern der Story. Dazu kommen Action-Szenen und eine recht eigensinnige Protagonistin. Dass sie einen männlichen Co-Protagonisten bekommt und zwischen beiden auch Gefühle entstehen, bleibt (zumindest was diesen Band betrifft) eine eher unbedeutende Nebenhandlung.
Neben dieser in aktuellen Zeiten angesiedelten Haupthandlung existiert ein weiterer Erzählstrang um einen Mann, der zunächst Zuflucht bei einer Beduinen-Gruppe findet. Er ist für den Leser anfangs kaum zeitlich einzuordnen, da sich manche Hinweise zu widersprechen scheinen. Als Hintergrund entpuppt sich ein sich für das gesamte Geschehen als entscheidend herausstellendes Handlungselement, das man dem Bereich der Science Fiction zuordnen muss. Am Ende ergibt das alles eine Geschichte, bei der die Einzelteile zusammenpassen. … und bei der offen bleibt, ob die Entscheidung der Protagonistin wirklich die richtige war.
Ob die weiteren Bände der Reihe auf diesen Punkt nochmals eingehen, bleibt abzuwarten.