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Der zeitlose Winter von James. A. Owen

Kai Meyers Mythenwelt Bd.3

Rezension von Michael Elijas

 

Klappentext:

Der Weltuntergang zieht herauf. Die Ozeane sind zu ewigem Eis erstarrt, der Funkverkehr ist weltweit zusammengebrochen. Menschen und Maschinen mutieren zu mythischen Ungeheuern. Die ganze Erde wird zum Schauplatz von Ereignissen, die ihre Wurzeln in den Legenden der Edda haben. Da macht der Schiffsjunge Fischmehl eine ungewöhnliche Entdeckung. In einem Karton im Laderaum der La Lechera findet er einen sprechenden menschlichen Schädel: „Gestatten Wasily Strugatski, Sänger und Geschichtenerzähler.“ Eine wahnwitzige Reise nimmt ihren Anfang: Fischmehl, Wasilys Kopf und der Pilot Hammurabi machen sich auf die Suche nach dem einzigen Menschen, der das Schicksal der Welt vielleicht noch wenden kann.

 

Der dritte Band von `Kai Meyers Mythenwelt´ ist eine wilde Odyssee, die vom Norden Amerikas über Sibiriens Tundra zu einem geheimnisvollen Berg in Tibet führt. Die Ereignisse, die in Die ewige Bibliothek begannen und mit Der unsichtbare Mond ihren Lauf nahmen, steuern auf ihren ersten Höhepunkt zu ...

 

Inhalt:

Der afghanische Schiffsjunge Fischmehl hat eine paar ganz besondere Fähigkeiten. Schon seit seiner Geburt kann er sich nicht verlaufen. Er weiß immer wo er sich befindet und kann immer ganz genau sagen welche Entfernung ihn von einem anderen Ort trennt. Selbst den Abstand der Sterne vermag er ohne große Anstrengung zu „berechnen“. Besonders außergewöhnlich ist jedoch die Tatsache, dass er Orte spürt, die auf keiner Landkarte und in keinem Atlas verzeichnet sind, die nur in den Mythen und Legenden alter Kulturen existieren.

Aus genau diesem Grund wurde er Seefahrer. Immer auf der Suche nach neuen, verborgenen und unentdeckten Orten, sowie nach seltenen Büchern und alten Landkarten landet er eines Tages unter seinem Kapitän Pickering mit dessen Schiff La Lechera in der Kleinstadt Silvertown. Dort verschlägt es ihn, aus unerfindlichen Gründen ins Café Saome´s, das dem freundlichen Ehepaar Kawaminami gehört. Von dem erhält Fischmehl zwei Bücher des großen griechischen Philosophen und Wissenschaftler Eratosthenes. Dieser Wissenschaftler war der erste, der erkannt hat, dass die Erde eine Kugel ist. Er berechnete ihren Umfang und zu seiner großen Überraschung war die Erde einmal im Mondzyklus einen Kilometer größer als gewöhnlich. Daraus leite er seine Theorie der unsichtbaren Orte ab.

Mit diesen Büchern macht sich Fischmehl auf den Weg, die nächste Schmugglertour Kapitän Pickerings zu begleiten, doch zuvor wird ihm noch ein Päckchen zugespielt, in dem sich der sprechende Kopf eines Skalden befindet. Wasily Strugatski ist nur ein Name des Geschichtenerzählers und seine Vergangenheit nur ein Teil des Puzzles zum heraufziehenden Weltuntergang.

Zusammen mit Wasily und seinem Bruder Hammurabi macht sich Fischmehl auf den Weg das Schicksal der Welt neu zu knüpfen. Behindert von Menschen und Maschinen, die sich in unglaubliche Fabelwesen verwandeln.

 

Persönliche Beurteilung:

Die ewige Bibliothek, der erste Band der Mythenwelt- Serie, beschreibt den Anbruch eines neuen Zeitalters. Der unsichtbare Mond zeigt die unglaublichen Veränderungen, die das neue Zeitalter mit sich bringt. In Der zeitlose Winter strebt die Geschichte der Veränderungen ihren ersten Höhepunkt an.

Der dritte Band führt den Leser in einem atemberaubendem Tempo von einer Seite der Erde auf die andere. Die verrückten und scheinbar nie enden wollenden Idden James A. Owens machen die Mythenwelt- Bände zu ganz besonderen Fantasybüchern.

Die zahlreichen Verstrickungen der verschiedenen Mythen und Legenden wirken anfangs verwirren, vor allem für „Neulinge“ auf dem Gebiet der Nibelungen und der Edda. Doch schon nach kurzer Zeit befindet man sich mitten in der Geschichte und fühlt und fiebert mit den Charakteren mit.

Die farbige Ausdrucksweise und bildhafte Sprache des Autors machen die Geschichte um so interessanter und reißen den Leser mit sich.

Nachteilig wirkt sich die enorme Masse von Theorien des Zen- Buddhismuses, der Archäologie und der Mythologie aus. Der Leser muss erst mit den Massen an Informationen fertig werden, bevor er sich mit den Charakteren auf eine Reise durch eine Welt begeben kann, die langsam aber sicher aus den Fugen gerät.

Auch die Abwegigkeit mancher Ideen des Autos lassen die Geschichte an ein paar wenigen Stellen naiv und somit ansatzweise lachhaft wirken. Leider kommen auch die mythischen Kreaturen, die nur durch zwei oder drei Exemplare vertreten sind, zu kurz.

 

Fazit:

Meine hohen Erwartungen, die sich einstellen, sobald ich ein Buch vom Bestsellerautor Kai Meyer in die Hände nehme, haben sich vollkommen erfüllt. Schon lange hat mich kein Buch mehr so in seinen Bann gezogen, wie Der zeitlose Winter.

Die Geschichte jagt den Leser von einem Extrem der Gefühle ins nächste. Während man in der einen Minute einem Lachanfall erliegt, wird man in der nächsten vor Spannung schier zerrissen.

Besonders erfreulich ist die Tatsache, dass James A. Owen seine spritzige Art und sein atemberaubendes Tempo auch im dritten Teil beibehalten kann und sein Schreibstil sogar noch etwas lockerer wird. Die Kombination aus Kai Meyer und James A. Owen war ein Glücksgriff des Festa Verlags.

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Buch:

Titel: Der zeitlose Winter

Reihe: Kai Meyers Mythenwelt: Bd 3

Verlag: Festa-Verlag

Übersetzer: Sara Schade

Hardcover - 221 Seiten

ISBN: 3935822634

Erhältlich bei: amazon

Weitere Infos:


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Erstellt: 09.05.2005, zuletzt aktualisiert: 06.11.2019 08:21