Der Zorn der Kobolde von Hilari Bell

Rezension von Holger Hennig

 

Ein Mädchen, ein junger Ritter und jede Menge verschiedenst talentierter Kobolde, das ist die Mischung, aus der dieses Buch bestehen. Eine Menge Humor und Gefühl ist auch drin, also eigentlich alles was man so braucht.

 

Makenna kann ein bisschen zaubern, kein Wunder, schließlich ist ihre Mutter eine Heckenhexe, und das Talent hat Makenna geerbt. Aber Heckenhexen sind nicht mehr beliebt, seit die Priester der Hellen Götter ihr Monopol auf die Magie anmahnen. Makenna ist zwölf, als ihre Mutter von den Dorfbewohnern, denen sie immer geholfen hat, ertränkt wird, Makenna selbst kann glücklich flüchten, zerstört aber vorher noch ihr Dorf.

 

Im Wald lernt sie auf der Flucht einen Kobold kennen. Cogswhallop gerät in ihre Schuld, und da sie nichts dafür will, bleibt die Schuld bestehen, und der Kobold dient ihr von nun an. Erst recht tut er das, und übrigens auch einige seiner Freunde, nachdem sie ihr Bestes tut, um eine Familie Grüner zu retten, Kobolde, die alles zum Wachsen bringen können. Immerhin rettet sie die Koboldkinder vor den Menschen, die sie verbrennen wollen.

 

Von nun an wächst sich das Mädchen zur Anführerin der Kobolde aus, ein paar Jahre später ist sie eine wahre Gefahr für die Kirche und ihre Priester, und so schickt man den in Ungnade gefallenen Ritter Tobin hinter ihr her. Doch Tobin wird von den Kobolden gefangen genommen, und lernt vieles, was die Kirche ihm nie gesagt hat ...

 

Knapp 320 Seiten, für ein Jugendbuch also schon ein ordentlicher Umfang, und eine Geschichte, die mit vielen witzigen Details aus der Koboldkunde und einer mutigen und klugen Hauptperson punkten kann. Jugendfantasy ist natürlich noch ein bisschen keuscher, als die normale Fantasy, was der Liebesgeschichte, die sich zwischen Makenna und Tobin anbahnt etwas hinderlich ist, aber problematischer ist der didaktische Zeigefinger, der immer wieder zwischen den Zeilen hervorlugt. Meistens macht er das noch relativ diskret, aber die Botschaft von Toleranz und Frieden und was sonst noch so alles gegen Ende auf den Fahnen steht, ist insgesamt ein bisschen zu spürbar.

 

Dabei ist das Buch aber immer gut lesbar und auch recht spannend, schnell hat man die Seiten hinter sich gebracht, ein Buch für Zwischendurch.

 

Eure Meinung:

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Anzeige: 1 - 1 von 1.

Bernhart
Samstag, 28. Mai 2011 10:47 Uhr
Obwohl ich kein kroßer leser binn, DAS Buch hab ich vom Anfang bis zum Ende ohne Pause gelesen

Empfähle ich jedem Fantasy-Fan

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Buch:

Der Zorn der Kobolde

Autorin: Hilari Bell

Taschenbuch, 318 Seiten

Dtv, Mai 2006

 

ISBN: 3423711582

 

Erhältlich bei Amazon

weitere Infos:


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zuletzt aktualisiert: 20.09.2019 15:49 | Users Online
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