Einst existierte der Rat der Magier, doch dessen Zeiten sind längst vorbei. Der magische Kristall des Rates wurde in Stücke geschlagen, die zwar auch noch über Kräfte verfügen, jedoch in alle Winde zerstreut sind. Um den Rat wiederzubeleben, sendet Nectan über den auf Burg Setan verbliebenen Splitter einen Ruf aus, um magiebegabte Menschen zu versammeln, die die Splitter wieder zusammenführen und den Rat neu beleben sollen.
Ludo Tabor startet mit dem Eintreffen der so Zusammengerufenen in seine Fantasy-Tetralogie. Sie ist in eine Genre-typische, mittelalterlich wirkende Umgebung eingebettet. Die Gruppe der Charaktere, die so zusammenfinden, ist bunt gemischt, wobei fast alle bereits erwachsen sind. Eine detailliertere Vorstellung der einzelnen Mitwirkenden erfolgt vorerst nicht. Danach geht es auch schon in die Handlung hinein. Dass sich beim Zusammentragen der Splitter Hindernisse in den Weg stellen, ist natürlich erwartbar. Hier finden sich zahlreiche Handlungselemente, wie sie für derartige Geschichten üblich sind. Was mir allerdings das Lesen etwas erschwert hat, ist die Vielzahl der Charaktere. Mein nicht sehr gutes Namensgedächtnis ließ mich manchmal den Überblick verlieren, wer hier wer ist. Eine etwas ausführlichere Vorstellung der einzelnen Mitstreiter bei deren Eintreffen am Beginn wäre in dieser Hinsicht bestimmt hilfreich gewesen. Dass die Handlung am Ende dieses Bandes keinen Abschluss findet, versteht sich beim Auftakt einer Tetralogie natürlich von selbst.
Der Autor folgt erzählerisch wechselnden Charakteren, wobei auffällt, dass dieses Buch nicht in Kapitel unterteilt ist. Dabei wird der Text durch ein paar Illustrationen von Janna Sophia Koppenwallner ergänzt, die eine optische Vorstellungen von einigen der Mitstreiter vermitteln.