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Detektivin mit 7. Sinn von Victoria Laurie

Reihe: Abby Cooper, Bd. 1

Rezension von Christel Scheja

 

Victoria Laurie ist dem deutschen Leser schon durch ihre Serie um „M. J. Halliday, Geisterjägerin“ bekannt. Nun startet mit „Abby Cooper“ eine neue Serie in der es sich um eine Frau mit übersinnlichen Fähigkeiten dreht, die sich in das Schussfeld eines Mörders bringt, weil sie zu viel an der falschen Stelle wahrnimmt.

 

Abby ist ein erfolgreiches Medium. Sie kann Dinge erkennen oder die Zukunft ein Stück weit voraussagen, indem sie ihrer Intuition vertraut und damit die Geister ruft, die immer an ihrer Seite sind und ihr die Richtung weisen. Eines Tages nimmt sie eine Klientin an, die eigentlich gar nicht angemeldet ist und gibt ihr gute Ratschläge, nicht ahnend, dass genau diese Frau schon bald tot sein wird.

Doch zunächst einmal vergisst sie diese Begegnung, da sie damit rechnet, dass es nur ein einmaliges Gespräch war und widmet sich anderen Dingen. Nach einer ziemlichen Enttäuschung mit ihrem letzten Freund, versucht sie doch wieder jemanden zu finden und hat sich nun bei einer Kontaktbörse angemeldet.

Ausgerechnet ihr erstes Date mit einem gewissen „Dutch“, der sich als sehr nett erweist, markiert den Anfang einer Zeit mit vielen Überraschungen. Denn der gutaussehende Mann ist ein Cop und steht nur kurze Zeit später mit einem Kollegen vor ihrer Tür, weil sie bei ihrer Verabredung Mutmaßungen im Fall eines entführten Kindes ausgesprochen hat, die sich nun als wahr heraus gestellt haben.

Zwar wollen die beiden Detectives ihr zunächst nicht glauben, werden jedoch schon bald eines besseren belehrt. Deshalb stehen sie auch an ihrer Seite, als der Mord an jeder einmaligen Klientin geschieht und Abby herauszufinden versucht, wer der Mörder ist, weil sie das Ganze irgendwie berührt ...

 

In gewisser Hinsicht kann Victoria Laurie nicht so ganz aus ihrer Haut und benutzt das Erfolgsrezept ihrer ersten Serie. Auch Abby ist eine selbstbewusste junge Frau mit besonderen Fähigkeiten, die letztendlich doch nur auf der Suche nach dem Mann fürs Leben ist, weil sie sich alleine führt.

Zwar nehmen ihre Arbeit und die Fälle zunächst ein wenig mehr Raum ein, dann aber übernimmt die Romanze, weil sich Dutch und Abby munter umkreisen und erst die Lebensgefahr beide so zusammenbringt wie es beabsichtigt ist.

Die übersinnlichen Fähigkeiten sind dabei nur Staffage, eine wunderbare Ausrede der Autorin um sich nicht all zu sehr mit der Krimihandlung beschäftigen zu müssen. Ähnlich sieht es mit den Figuren aus. Jede hat zwar die ein oder andere Macke, die für humorvolle Momente sorgt und sie erkennbar macht, aber wirklich in die Tiefe gehen weder Abby, deren Schwester Cat noch ihr neuer Freund.

Heraus kommt ein Buch, dass sehr viele klassische Handlungsmuster und Archetypen des Liebesromans benutzt, gefällig geschrieben ist, aber nicht wirklich aus der Masse gleichartiger Romane heraus ragt.

 

„Detektivin mit 7. Sinn“ ist letztendlich eine ideale Strandlektüre: Humorvoll, entspannend und kurzweilig, aber letztendlich auch wieder schnell vergessen, da das Buch sehr oberflächlich bleibt und keine neuen Ideen entwickelt. Auch der phantastische Anteil ist eher minimal und dient nur als Staffage für die Liebesgeschichte.

 

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Detektivin mit 7. Sinn

Reihe: Abby Cooper, Bd. 1

Autorin: Victoria Laurie

broschiert, 317 Seiten

Egmont Lyx, erschienen Dezember 2010

Aus dem Englischen von Angela Koonen

Titelbildgestaltung von Ramona Popa, Motive shutterstock

ISBN-10: 3802582837

ISBN-13: 978-3802582837

Erhältlich bei: Amazon

Weitere Infos:


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Erstellt: 25.01.2011, zuletzt aktualisiert: 31.05.2019 18:27