Die Ankunft (Autor: Dirk van den Boom; Kaiserkrieger 1)
 
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Die Ankunft von Dirk van den Boom

Reihe: Kaiserkrieger Band 1

 

Rezension von Christel Scheja

 

Nach dem Ende seiner „Tentakelkrieg“-Trilogie ruht sich Dirk van den Boom nicht unbedingt auf seinen Lorbeeren aus und präsentiert gleich den ersten Band seiner neuen Serie, die diesmal nicht in die Tiefen des Weltraumes führt sondern in den Strom der Zeiten. In der „Kaiserkrieger“-Trilogie führt bereits der erste Band „Die Ankunft“ eine Gruppe von Menschen über 1500 Jahre in die Vergangenheit zurück.

 

Jan Rheinberg hat sich als Seeoffizier bereits in die Position des ersten Offiziers des kleinen Kreuzers „Saarbrücken“ hoch gearbeitet, auch wenn das Schiff nach der nun anstehenden Fahrt außer Dienst gestellt werden soll. Denn der Kaiser rüstet zum Krieg und braucht die Mannschaft dann für ein weit besseres Schiff.

Nach einem letzten Besuch bei seiner Schwester und ihrem Mann, dessen Ansichten den seinen vollkommen widersprechen und wieder einmal zu einem Streit geführt haben, kehrt er deshalb nicht gerade guter Laune auf die „Saarbrücken“ zurück.

Die Fahrt verläuft zunächst ereignislos. Doch dann gerät der kleine Kreuzer vor Portugal in eine seltsame Nebelbank, die der Mannschaft das Bewusstsein raubt. Als sie wieder zu sich kommen befinden sie sich im Mittelmeer – und wie sich schon bald heraus stellt – in der fernen Vergangenheit. Im Gespräch mit einem Fischer finden sie heraus, dass sie sich etwa im Jahr 378 befinden. Rom wird von den Kaisern Gratian und Valens regiert und die Goten bedrängen den Osten des Reiches.

Der Schock sitzt tief und führt zunächst zu einem Kampf mit einem römischen Kriegsschiff, bei dem der Kapitän stirbt und andere Mannschaftsmitglieder verletzt werden. Nun hat Jan Rheinberg unvermittelt das Kommando, und es ist an ihm, für das Wohl seiner Leute zu sorgen, auch wenn er damit die Geschichten ändern wird. Denn sein Plan ist einfach: Sie waren bereits die Männer eines Kaisers, warum sollen sie nicht wieder die eines solchen werden?

 

Interessant ist, dass Dirk van den Boom nicht Männer aus der Moderne in die Vergangenheit versetzt, sondern Soldaten aus den letzten Jahren des Kaiserreiches. Jan Rheinberg und seine Männer haben noch eine Skrupel, ihren Platz in der Vergangenheit zu suchen und sehen ihre Lage pragmatisch und nicht in Sicht der Zeit aus der sie kamen.

Der erste Band widmet sich ihrem Aufbruch aus Wilhelmshaven, der Reise, dem Kulturschock, den sie erleben, als sie erkennen, wo sie sich befinden und natürlich auch den Versuchen Fuß im Römischen Reich zu finden. Dabei erlaubt sich der Autor zwar einige Freiheiten, was die Darstellung der Vergangenheit angeht, aber man merkt trotzdem, dass er sehr gut recherchiert hat und die Szenarien im Rahmen der Geschichte glaubwürdig und nachvollziehbar schildert.

Um Kritikern gleich den Wind aus den Segeln zu nehmen, erklärt er auch einiges in seinem ausführlichen Nachwort.

Es gibt zwar ein wenig Action, aber ansonsten bleibt die Spannungskurve erst einmal niedrig, da Dirk van den Boom erst einmal die Weichen für die späteren Konflikte stellt, angefangen mit dem Einwirken gewisser Kirchenfürsten auf Gratian und die ersten Einmischungen der Deutschen, die aus ihrem Wissen um die Zukunft keinen Hehl machen. Gerade Rheinberg scheint beschlossen zu haben, das römische Staatengebilde zu retten.

Auf jeden Fall endet der Roman so verheißungsvoll, dass man die Fortsetzung gar nicht erwarten kann, denn jetzt wird es wirklich interessant zu erfahren, welche Auswirkungen die Taten der Deutschen haben werden.

 

Das macht „Die Ankunft“ zu einem unterhaltsamen Roman, der ausgezeichnet in die „Kaiserkrieger“-Trilogie einführt.

 

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Ältere Kommentare:

Oje, das hat nicht geklappt, Elfenwerk! 20230607210844f75bdf02
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Buch:

Die Ankunft

Serie: Kaiserkrieger Band 1

Autor: Dirk van den Boom

Atlantis Verlag, Juni 2010

Taschenbuch, 209 Seiten

Titelbild: Timo Kümmel

 

ISBN-10: 3941258281

ISBN-13: 978-3941258280

 

Erhältlich bei: Amazon

 


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Erstellt: 04.08.2010, zuletzt aktualisiert: 07.05.2023 18:07