Die Auserwählte von Irene Salzmann

Reihe: Rettungskreuzer Ikarus Sonderband 5

Rezension von Christel Scheja

 

Alle ein bis zwei Jahre gibt es neben den Bänden der eigentlichen „Rettungskreuzer Ikarus“-Reihe auch Kurzgeschichtensammlungen, in denen auch ganz andere Autoren ohne jede Vorgaben ihre Ideen zum Universum präsentieren dürfen. Dieses Jahr ist es mit „Die Auserwählte“ wieder so weit. Neben einer eigenen Geschichte präsentiert Irene Salzmann auch Werke von Volker J. Kurz, Martin Kay, Armin Möhle, Petra Weddehage und Werner Karl.

 

Shilla ist „Die Auserwählte“ und wird auf eine gefährliche Mission geschickt, um seltsamen Wesen auf die Spur zu kommen, die nur von ihrem Volk wahrgenommen werden. Doch kann sie in dem für sie ungewohnten Territorium wirklich lange überleben?

„Am Rande der Ewigkeit“ verändern sich ebenfalls Dinge – und das nicht zum Guten. Leider zeigt sich, dass gerade diejenigen, die besondere Gaben besitzen besonders anfällig für die Gefahren sind und das ruft jemanden auf den Plan.

Cornelius und Pakcheon besuchen einmal wieder eine Konferenz, um mit den Vertretern verschiedenster Rassen zu verhandeln. Dabei kommen dem Vizianer das Wissen und die Kontakte des ehemaligen Septimus zugute. Leder zeigt es sich, dass ausgerechnet „Der Botschafter von Zadakh“ gefährlicher ist als vermutet.

Und Mara, die ehemalige Sklavin, muss erkennen, dass sie auch in der neuen Heimat nicht so sicher ist wie gedacht, denn während sie neue Freunde gewinnt, zeigen auch alte Feinde wieder ihr Gesicht.

„Das Ende der Atheistischen Liga“ ist vorprogrammiert und die Crew der „Phoenix“ hat keine andere Wahl als es mitanzusehen, denn dagegen können sie trotz aller Bemühungen nichts tun. Und eines der zeitweiligen Crewmitglieder gerät auf einem Dschungelplaneten in eine ausweglose Situation, an der „Das Krokodil“ nicht ganz unschuldig ist.

 

Wie bei jeder Anthologie gibt es auch hier gute und weniger überzeugende Geschichten, aber gerade das macht die Mischung aus, so dass die unterschiedlichsten Leser ihre Favoriten wählen können. Auch bedingt die Länge der Geschichten, dass die Figuren keine ausgefeilten Charaktere erhalten oder der exotische Hintergrund ausgebaut wird.

„Die Auserwählte“ erfüllt viele dieser Bedingungen und bietet so für jeden etwas – neben den Geschichten mit einem gemeinen Twist am Ende auch Einblicke in alleinstehende Abenteuer der Figuren, schwarzen aber auch seichten Humor und gelegentliche Action.

Interessant ist, dass Sentenza und Co. eigentlich überhaupt keine Rolle spielen – die Autoren weichen gerne auf eigene Autoren oder die Crew der „Phoenix“ aus, die in der Reihe selbst kaum vorkommt … sich das aber wohl ändern wird, da „Am Rande der Ewigkeit“ wohl nur der Prolog zu einer neuen Miniserie innerhalb der normalen Reihe werden wird.

Alles in allem bietet die Anthologie kurzweilige Unterhaltung, allerdings sollte man schon mit dem Universum vertraut sein, da viele Figuren und Gesetzmäßigkeiten nicht mehr erklärt oder eingeführt werden.

 

Damit ist „Die Auserwählte“ vor allem für die Fans der „Rettungskreuzer Ikarus“-Serie interessant, die von dem Universum nicht genug bekommen können und nach mehr unterhaltsamen Lesestoff um ihre Helden und deren Welt verlangen.

 

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Eure Meinung:

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Buch:

Die Auserwählte

Serie: Rettungskreuzer Ikarus Sonderband 5

Hrsg.: Irene Salzmann

Atlantis Verlag, erschienen Mai 2014

A5 Paperback, 130 Seiten

Titelbild: Lothar Bauer

 

Kindle-ASIN: B00KMU8TLK

 

Erhältlich bei: Amazon Kindle-Edition

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zuletzt aktualisiert: 07.06.2019 15:11 | Users Online
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