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Die Bruderschaft des Schwertes von Christoph Lode

Rezension von Christel Scheja

 

Christoph Lode bewegt sich mittlerweile sicher durch zwei Genres, auch wenn sich die beiden Reihen, an denen er schreibt, nicht einmal so sehr voneinander unterscheiden. Denn nicht nur seine „Pandemia“-Trilogie ist Fantasy, auch seine drei historischen Romane haben phantastische Züge.

„Die Bruderschaft des Schwertes“ ist vermutlich die direkte Fortsetzung von „Das Vermächtnis der Seherin“ und „Der Gesandte des Papstes“.

 

Raoul und seine Frau Jada haben nach vielen Jahren des Herumreisens Frieden und Glück in Byzanz gefunden, auch wenn man der Stadt anmerkt, dass sie sich von früheren Schicksalsschlägen nicht mehr richtig erholt hat, und auch dem derzeitigen Herrscher langsam die Zügel entgleiten.

Der ehemalige Gesandte des Papstes hat seinen Frieden mit Andersgläubigen gemacht und sogar in dem Juden Narses einen guten Freund gefunden.

Raoul selbst dient als Hauptmann in der Armee des Kaisers und muss immer wieder ausziehen, um die Osmanen zurück zu drängen. Seine Frau bleibt derweil in Byzanz und kümmert sich um ihre gemeinsame Tochter Naje, die zwar erst fünf ist, aber schon jetzt ganz besonders zu sein scheint und verstörende Träume hat.

Eines Tages kehrt er von einem Feldzug zurück und muss erfahren, dass der persische Kaufmann Bazir Ardeshir seine Frau und seine Tochter aus unverständlichen Gründen entführt hat.

Er kümmert sich nicht mehr um Eide und Befehle, sondern macht sich gleich auf die Suche nach dem Mann, der eine auffällige Spur hinterlässt und auch zu ahnen scheint, dass er verfolgt wird, denn immer wieder stellen sich ihm Gefahren in den Weg.

Noch ahnt er nicht, dass Ardeshir wie seine Frau Jada mehr als nur ein einfacher Mensch ist und sich durch Naje erhofft, seine lange verlorene Macht wieder zurück zu gewinnen, auch wenn es tief im barbarischen Heidenland des Ostens sein muss.

 

Auch wenn mit dem Volk der „Djinn“ eine magische Note in das Buch kommt und hin und wieder einmal übernatürliche Kräfte wirken, so hält Christoph Lode diese Dinge doch eher im Hintergrund und lässt sie nur gelegentlich wirken.

In der Handlung konzentriert er sich vielmehr auf die abenteuerliche Reise und Verfolgungsjagd durch den Osten Europas – die Helden lernen nicht nur die Potentaten des Balkans von ihrer unangenehmen Seite kennen, sondern müssen sich auch mit polnischen Rittern, fanatischen Christen und misstrauischen Litauern herumschlagen, die ihren alten Glauben noch nicht aufgeben wollen.

Gerade diese ungewohnte Wahl der Schauplätze gibt dem Buch ein ungewöhnliches Ambiente, auch wenn er nicht besonders tief in die fremden Kulturen eintaucht. Ähnlich sieht es mit den Figuren aus. Sie werden zwar ausreichend charakterisier, um sympathisch zu wirken, zeigen aber nicht unbedingt all zu viele Facetten. Immerhin vergisst er auch nicht, dem Gegenspieler ein wenig mehr Profil zu geben, so dass auch er ein wenig Farbe erhält. Der Stil des Romans ist gefällig und glatt, die Spannung bleibt von Anfang bis Ende des Buches in einem hohen Niveau, da es dem Autoren gelingt, eine gute Mischung aus Abenteuer und Beschreibung zu finden, die keine Durchhänger hat.

 

„Die Bruderschaft des Schwertes“ ist zwar in erster Linie ein historischer Roman, könnte durch die phantastischen Elemente aber auch Fantasy-Fans gefallen, die Abenteuer vor realer Kulisse und einem Schuss Magie mögen. Der Roman ist zwar nicht sonderlich tiefgründig, bietet aber angenehme und kurzweilige Unterhaltung.

 

Eure Meinung:


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Die Bruderschaft des Schwertes

Autor: Christoph Lode

Goldmann, April 2011

broschiert, 504 Seiten

Titelbild von Timo Kümmel

ISBN-10: 3442473764

ISBN-13: 978-3442473762

Erhältlich bei: Amazon

Kindle Edition

ASIN: B004WFLV0M

Erhältlich bei: Amazon

Weitere Infos:


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Erstellt: 26.08.2011, zuletzt aktualisiert: 02.08.2019 12:28