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Die Chroniken von Narnia - Prinz Kaspian (Nintendo DS)

Rezension von Julia Krause

 

Spätestens seitdem der erste Narnia-Film in die Kinos gekommen ist, wurde die Geschichte von C.S. Lewis wieder bekannt. Vor einigen Wochen erst, ist der actiongeladene zweite Film in den Kinos angelaufen und nun das dazugehörige Handhelden-Spiel dazu erschienen.

 

Handlung

Ein Jahr ist für die vier Geschwister Peter, Susan, Edmund und Lucy vergangen, als sie sich plötzlich wieder in Narnia befinden. Schnell erkennen sie, dass sie vor den Ruinen ihres Schlosses stehen, obwohl doch nur so wenig Zeit vergangen ist. Sie greifen sich ihre Waffen, die noch immer in der verborgenen Schatzkammer liegen und machen sich auf die Suche nach Aslan, der ihnen sicherlich erklären kann, was hier geschehen ist. Dabei stoßen sie jedoch auf viele seltsame Schwierigkeiten. So müssen sie immer wieder gegen Feinde kämpfen und auch viele Narnianer sind zu normalen Tieren geworden, die nicht mehr sprechen können und die Geschwister einfach angreifen.

Währenddessen hat Prinz Kaspian, der in dem neu eroberten Teil des Landes wohnt, der nicht mehr an die Narnianer glaubt, sein Schwertkampftraining beendet. Er wird zum Schlafen auf sein Zimmer geschickt. Dort erhält er glücklicherweise noch rechtzeitig die Warnung seines Lehrers und versteckt sich in seinem Schrank. So kann er mitansehen, wie Soldaten in sein Zimmer eindringen und sein Bett mit Pfeilen spicken, ohne dabei Schaden zu nehmen. Die Frau seines Onkels hat in dieser Nacht einen Thronfolger geboren und somit ist es nicht mehr nötig, dass Kaspian am Leben bleibt. Von seinem Lehrer bekommt er noch ein Horn, das er blasen soll, wenn er in Gefahr ist. Er flieht über den Hof, wo ihm viele Wachen begegnen, die versuchen ihn aufzuhalten, bis er endlich sein Pferd erreicht und in den nahe gelegenen Wald fliehen kann. Hier trifft er auf Narnianer, die ihm jedoch auch nicht freundlich gesonnen scheinen und bläst in sein Horn. Dieses Horn war es, das die Geschwister wieder nach Narnia zurückgeholt hat, wo seit ihrer Rückkehr 1000 Jahre vergangen sind. Nun gilt es, einmal die Gruppe von Kaspian und seinen narnianischen Anhängern zu stärken und gleichzeitig die Kinder zu ihm zu bringen, damit sie gemeinsam gegen die Bedrohung kämpfen können.

 

Technik

Zunächst bekommt man alle wichtigen Griffe und Kombinationen erklärt. Man beginnt mit Prinz Kaspian beim Schwertkampfteraining. Jeder Kämpfer hat eigene Waffen, Kaspian kämpft mit einem Schwert, was heißt, dass man mit seinem Touchpen die Linien auf dem Pad nachfahren muss. Lucy kann Magie anwenden, dazu muss man verschiedene Punkte miteinander verbinden und diese dann drehen, Susan übt sich im Bogenschießen, so muss man mit dem Pen den Bogen spannen und damit ein sich bewegendes Ziel treffen. Je näher der Pfeil der Mitte ist, desto größer ist der Schaden, den man dem Gegner zufügt. Peter kämpft mit einem großen Schwert und so muss man die verschiedenen Schwertspitzen, die sich von der Mitte des Touchpets aus, an den Rand bewegen, schnell rubbeln, damit sie ganz in die Mitte rutschen, bevor alle verschwunden sind. Dabei kann es durchaus sein, dass ein Schlag daneben geht oder man kein Ziel trifft und die Kämpfer somit natürlich auch keinen Schaden anrichten. Außerdem ist das alles an einen sehr knappen zeitlichen Rahmen gebunden.

Manchmal hat man hier auch das Gefühl, dass willkürlich ein Schlag daneben geht. Je höher das Level des Kämpfers ist, desto mehr Schläge sind möglich, allerdings muss man selbst auch schneller werden, sonst kann man nicht alle Möglichkeiten auskosten.

Nach einem Angriff brauchen die Kämpfer einige Sekunden, um wieder zu Atem zu kommen, währenddessen brechen sie zusammen und sind den Angriffen der Gegner schutzlos ausgeliefert. Gesteuert werden die Helden am besten mit dem Steuerkreuz.

Die Graphik ist dabei wirklich gelungen. Die Umgebung ist meistens düster, selbst im Wald ist es dunkel. Es gibt viele verborgene Eingänge, Felsen, Schatztruhen, die man leeren kann und die nach der Wiederkehr in ein Level auch erneut gefüllt sind, zahlreiche Gegner und interessante Charaktere. Meistens steuert man den Helden, den man an die Spitze seines dreiteiligen Teams stellt. Die Stellung dieser Helden lässt sich jederzeit verändern oder sie sich auch austauschen. Gegen später kann man kleine Tiere dazu bringen, einem zu helfen. So schießen diese gelegentlich mit Nüssen auf die Gegner, ohne das man sie dafür animieren muss. Sie machen zwar nur minimalen Schaden, aber dieser verhilft einem manchmal zum Sieg.

Wenn man sich durch ein Level gekämpft hat und die Geschichte weitergehen muss oder man auf jemanden trifft, der mit einem sprechen kann, muss man die Konsole drehen und wie ein Buch halten. Nun erscheinen im linken und rechten Bildschirm Textzeilen sowie sehr hübsch gezeichnete Bilder. Die Musik ist immer die gleiche, anfangs ist sie noch angenehm, doch da sie sich nicht einmal bei Kämpfen verändert, wird sie irgendwann eintönig.

 

Spielspaß

Der Spielspaß bleibt leider mit der Zeit auf der Strecke. Zu Beginn des Spieles ist man noch motiviert, geht keinem Kampf aus dem Weg, um seine Helden zu höheren Levels zu verhelfen, doch im Laufe des Spiel stolpert bei jedem zweiten Schritt über einen Feind, sodass die Kämpfe irgendwann keinen Spaß mehr machen, weil sie kein Ende nehmen. Oft muss man auch verschiedene Territorien mehrmals betreten und eine Flucht ist zwar möglich, aber sinnlos, da man am Ende ja stark genug sein muss, um den Gegner zu besiegen. Auch die vielen Gegenstände, die man einsammeln kann, um sich entweder zu heilen, im Kampf stärker zu werden, oder um die Waffen aufzubessern, stellen hier keine Herausforderung dar, da man diese an jeder Ecke finden kann. Es gibt einige knifflige Stellen, an denen man plötzlich nicht mehr weiterkommt, weil man etwas übersehen hat oder der Verlauf plötzlich von dem einfachen Herumgelaufe abweicht und man ein kleines Rätsel lösen muss, wie beispielsweise einen Busch teilen oder eine Säule umwerfen, aber wirklich herausragend ist das nicht. Durch die vielen Kämpfe zieht sich auch alles in die Länge und man verbringt Stunden vor der Konsole, wobei man lediglich damit beschäftigt ist, Kreise zu malen, Striche nachzufahren oder Schwerter zu rubbeln.

 

Fazit

Hier liegt ein im Grunde spannendes Spiel vor, das jedoch mit der Zeit ein reines Kampfspiel wird, da man den Kämpfen nur mühsam aus dem Weg gehen kann. Wen das nicht stört, wird hier ein Spiel mit guter Graphik vorfinden, dessen Geschichte der des gleichnamigen Filmes sehr ähnlich ist und durchaus Spaß machen kann.

 

Eure Meinung:


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Die Chroniken von Narnia - Prinz Kaspian (Nintendo DS)

von Disney Interactive Studios

Plattform: Nintendo DS

USK-Einstufung: ab 6 Jahre

ASIN: B0017IK8S8

Erhältlich bei: Amazon

 

 

 

 


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Erstellt: 02.09.2008, zuletzt aktualisiert: 16.02.2017 13:47