Ein aufstrebender Maler wendet sich an Holmes. Er plant zu heiraten, doch eine alte Freundin und Muse weigert sich, ihm ein Medaillon mit seinem Bild zurückzugeben. Als Holmes und Watson die Frau aufsuchen wollen, erfahren sie, dass sie ermordet wurde. Zeugen berichten, dass der Klient kurz vorher einen heftigen Streit mit ihr hatte. Für Lestrade und seine Kollegen ist die Sache klar, doch Holmes glaubt an die Unschuld seines Klienten.
Wie bereits die vorhergehende Folge 69 (Die Perle des Mandarins) stammt auch diese aus der Feder von R. Austin Freeman. Auch hier kann der Autor wieder überzeugen, indem er einen stimmigen und im Endeffekt schlüssigen Fall entwirft, dessen Auflösung überraschen kann.
Das im Besitz der Ex-Freundin verbliebene Medaillon passt als Aufhängepunkt der Story stimmig zur Handlungszeit, während so etwas heute natürlich überhaupt nicht mehr erwähnenswert wäre. Mit diesem Fall um Die geheimen Fälle des Meisterdetektivs erweisen sich die R.-Austin-Freeman-Stories erneut als Höhepunkte dieser Hörspiel-Reihe.
Die gewohnt aufwändige Produktion des Hörbuchs rundet die Qualität der Geschichte ab.