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Die Diablerie bittet zum Sterben von Derek Landy

Reihe: Skulduggery Pleasant 3

Rezension von Christel Scheja

 

Gerade einmal ein Jahr ist es her, seit die dreizehnjährige Stephanie Edgeley erfahren hat, dass sie nicht nur die Alleinerbin ihres Onkels Gordon ist, sondern wie er eine Magierin mit nicht unerheblichen Kräften. Seither führt sie unter der Aufsicht und des lebenden Skeletts Skulduggery Pleasant ein gleichermaßen spannendes wie gefährliches Doppelleben. Denn die Welt der Magie ist lange nicht so harmlos, wie es zuvor ausgesehen hat. Ihr ist es zwar gelungen, den Mörder ihres Onkels – Nefarine Serpine – zu stellen und zu besiegen, aber damit hat sie eine Kette von Ereignissen losgetreten.

Denn auch wenn das „Groteskerium“ besiegt und weitestgehend ausgeschaltet werden konnte, arbeiten die Verbündeten Serpines immer noch daran, die „Gesichtslosen“ – mächtige Dämonen aus der fernen Vergangenheit der Erde, in die Welt zurück zu holen.

Davon erzählt der dritte Band „Die Diablerie bittet zum Sterben“.

 

Zwar wirkt alles ruhig und Stephanie, die in der magischen Welt nur als „Walküre Unruh“ bekannt ist, und sie könnte sich eigentlich ihrem normalen Leben widmen, aber wie Skulduggery Pleasant spürt sie, dass etwas im Busch ist und sich das Verhängnis hinter den Kulissen weiter zusammen braut.

Denn warum sterben nach und nach immer mehr Zauberer, die auch die Fähigkeit besitzen, sich von einem anderen Ort zum anderen teleportieren? Und weshalb ist Skulduggery vom Leiter des Sanktuariums suspendiert und als Verräter bezeichnet und gebrandmarkt worden?

Stattdessen hat Thurid Guild nun Remus Crux die Ermittlungen anvertraut, aber der macht alles noch schlimmer als es schon ist und steht allen anderen im Weg.

So bleibt Walküre und Skulduggery nichts viel anderes übrig, als selbst heimlich nachzuforschen und den Feinden auf die Spur zu kommen.

Als es ihnen gelingt, Fletcher Renn, einen der letzten natürlichen Teleporter, der aber noch kein ausgebildeter Zauber, sondern nur ein vorlauter Teeanger ist, zu retten, erkennen sie, was und wer hinter den Anschlägen steckt. Denn nur mit Hilfe eines Menschen, der dazu fähig ist, von einem Ort zum anderen zu springen kann die Diablerie jetzt noch ein Tor für die Gesichtslosen öffnen. Und so geht es um die Rettung der Welt und aller Menschen. Doch sehr schnell müssen die beiden feststellen, dass der Verrat bereits sehr weit vorgedrungen ist und sie bald schon nicht mehr wissen, wem sie eigentlich wirklich noch vertrauen können. Denn offensichtlich haben sich einige von der Diablerie mehr als nur verlocken lassen.

 

„Die Diablerie bittet zum Sterben“ schließt nicht nur inhaltlich sondern auch stilistisch direkt an „Das Groteskerium kehrt zurück“ an. Es geht wie dort nicht länger nur um ein humorvolles Szenario mit ein paar skurrilen Gestalten, die in eine spannende Handlung eingebettet wird, sondern auch um wirkliche Gefahren, Grausamkeit, Verrat und Verlust.

Stephanie alias Walküre bewegt sich nun fast nur noch in der magischen Welt und lässt sich ihr Spiegelbild mit den alltäglichen Schul- und Familienproblemen herumschlagen und das wirkt sich auch auf ihr Verhalten aus – sie ist inzwischen wesentlich erwachsener und reifer als andere in ihrem Alter. Dafür nimmt sich der Skelettdetektiv etwas zurück, was auch seinen Grund zu haben scheint, denn er hat gegenüber Walküre auch noch immer so seine Geheimnisse, die nicht zu verachten sind.

Alles in allem bietet die Handlung wieder jede Menge Action und Spannung, denn Walküres und Skulduggerys Feinde kämpfen nicht nur mit List und Intrigen sondern werden auch handgreiflich.

Mehr als der zweite greift der dritte dabei auf frühere Geschehnisse zurück und der Autor hält sich nicht mit langen Erklärungen auf, so dass man mehr Vergnügen an der Geschichte hat, wenn man die ersten beiden Bände kennt.

Erfahrene Leser werden sich zwar weiterhin immer wieder an H. P. Lovecraft und anderen Klassikern des phantastischen Genres erinnert fühlen, was aber der Spannung keinen Abbruch tut, denn Landy spielt erneut munter mit den Klischees und erfindet immer wieder kleine Varianten, die auch Erwachsene überraschen oder amüsieren können.

 

Alles in allem kann auch „Skulduggery Pleasant – Die Diablerie bittet zum Sterben“ überzeugen, weil die lebendige Mischung aus Abenteuer, Gruselgeschichte und Humor stimmt. Und gerade weil das Ende eine neue Richtung weist, kann man diesmal die Fortsetzung kaum erwarten.

 

 

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Die Diablerie bittet zum Sterben

Autor: Derek Landy

Reihe: Skulduggery Pleasant 3

Original: Skulduggery Pleasant- The Faceless Ones, USA 2009

gebunden, 350 Seiten

Loewe, erschienen Juni 2008

Übersetzung aus dem Englischen von Ursula Höfker

Titelbild von Tom Percival

ISBN-10: 3785560028

ISBN-13: 978-3785560020

Erhältlich bei: Amazon

Weitere Infos:


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Erstellt: 10.09.2009, zuletzt aktualisiert: 28.10.2019 13:53