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Die dunkle Flut von Ilona Andrews

Reihe: Stadt der Finsternis, Bd. 2

Rezension von Christel Scheja

 

„Die dunkle Flut“ setzt da an, wo „Die Nacht der Magie“ aufhörte. Das Autorenehepaar erzählt hierin die Geschichte um Kate Danielas aus der düsteren Urban Fantasy-Serie „Stadt der Finsternis“ weiter.

In einer nicht all zu fernen Zukunft ist Atlanta nicht mehr wieder zu erkennen, denn in schöner Regelmäßigkeit, nur nicht immer vorhersehbar, rasen Wellen von Magie über die Stadt hinweg und sorgen nicht nur dafür, dass die komplette Technik ausfällt, sondern auch noch Wesen der Nacht auftauchen können, die erheblichen Ärger machen können. Zwar vermögen nun auch Menschen mit der Zauberkraft umzugehen, aber nicht alle verwenden sie zu Gunsten ihrer Umgebung. Vampire und Werwölfe machen die Umgebung ebenso unsicher wie Nekromanten und Hexen.

Zu denen, die sich dazu verschrieben haben, die Menschen zu bestützen gehört Kate Daniels. Eigentlich eine Söldnerin dient sie jetzt als Verbindung zu dem magischen Orden, der einst für ihre Ausbildung gesorgt hat und erfüllt immer wieder Aufträge für diese.

 

Nach dem Kampf gegen eine Flammenteufel soll Kate nun gestohlene Landkarten wiederbeschaffen. Dies führt sie zu einem Gelände, das ein aktiver Hexenzirkel für sich gepachtet hat. Doch die Mitglieder sind verschwunden und es gibt Spuren eines Angriffes. Nur ein junges Mädchen namens Julie ist zurück geblieben. Es steht unter Schick und kann ihr zunächst auch nicht viel erzählen.

Die Kämpferin nimmt sich des Kindes an und beschließt der Sache nachzugehen. Schon bald muss sie allerdings feststellen, dass die Hexen ganz offensichtlich eine dunkle Göttin aus alter Zeit herauf beschworen haben – die Morrigan.

Da sich wieder einmal ein magischer Tsunami, ein sogenannter „Flare“ ankündigt, könnte es gut passieren, dass diese große Macht gewinnt und nicht mehr zu vertreiben ist. Und auch Julie besitzt besondere Gaben, die andere gerne für sich nutzen wollen. So muss Kate gleich doppelt tätig werden, einmal als Ermittlerin und dann als Beschützerin des jungen Mädchens, das sie von Stunde zu Stunde mehr an sich selbst erinnert. Hilfe bekommt sie nur durch Curran, dem Herrn der Gestaltwandler, der ihr auch schon bei den ersten Abenteuern aus der Patsche geholfen hat.

 

„Die dunkle Flut“ ist wie sein Vorgänger „Die Nacht der Magie“ glücklicherweise nur in Ansätzen ein paranormaler Liebesroman. Zwar zeigen Kate und Curran durchaus ein romantisches Interesse aneinander, aber das wird ganz dem Abenteuer untergeordnet, das es wie immer in sich hat. Denn das Offensichtliche ist alles andere als klar und die Bedrohungen zunächst nur schwer zu erkennen.

Durch die kleine Julie bekommt man einen kleinen Einblick in Kates Vergangenheit, auch wenn weiterhin längst nicht alles verraten wird. Die Mischung aus Charakterentwicklung und spannendem Abenteuer gelingt, denn auch der Hintergrund ist wohl durchdacht und wiederholt nicht nur gängige Klischees des Genres, sondern interpretiert vieles neu und erfrischend anders. Es mag zwar sein, dass dem Genrefans die Gefahren zu harmlos, die Thrillerelemente zu seicht sind, aber wer es nicht ganz so brutal mag und auch die Entwicklung der Figuren schätzt, wird mit dem Band nicht falsch liegen.

 

„Die dunkle Flut“ ist waschechte „Urban Fantasy“ - im Gegensatz zu vielen anderen Romanen, die das Zeichen tragen und doch nur verkappte paranormale Liebesromane sind. Hier geht es nicht in erster Linie um leidenschaftliche Beziehungen, sondern mehr um einen dramatischen Thriller mit Horrorelementen und einer spannenden Handlung, die immer wieder überraschen kann.

 

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Buch:

Die dunkle Flut

Reihe: Stadt der Finsternis, Bd. 2

Autorin: Ilona Andrews

broschiert, 310 Seiten

Egmont Lyx, erschienen August 2009

Aus dem Englischen von Jochen Schwarzer

Titelbild von Hildendesign unter Verwendung von Motiven von Patricia Malina / Emin Kully

ISBN-10: 3802582136

ISBN-13: 978-3802582134

Erhältlich bei: Amazon

weitere Infos:


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Erstellt: 16.09.2009, zuletzt aktualisiert: 10.08.2020 18:25