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Die dunkle Zauberin von Mary H. Herbert

Reihe: Gabria-Saga Bd. 4

Rezension von Christel Scheja

 

Die 1957 in Ohio geborene Autorin Mary H. Herbert verfasste ihre ersten Kurzgeschichten und Bücher zunächst für verschiedene Reihen der D&D-Romanwelt. Erst mit der Gabria-Saga gelang es ihr, sich freizustrampeln und auch auf dem normalen Fantasy-Markt Fuß zu fassen. Bereits vier Romane, die locker miteinander zusammenhängen, aber nicht zwingend hinter einander gelesen werden müssen, sind in der Serie erschienen: „Valorians Kinder“, "Die letzte Zauberin" und "Tochter der Zauberin", sowie aktuell „Die dunkle Zauberin“.

 

Seit Jahrzehnten herrscht Frieden und Wohlstand in der Steppe von Ramharin und unter den zwölf Clans der Reiternomaden, die eng mit ihren magischen Pferden, den Hunnuli verbunden sind. Gabria und ihr Mann Athlone wachen über die Menschen, die nicht mehr länger ihre magischen Fertigkeiten verbergen und zum Wohl der Clans einsetzen.

Doch die Ruhe ist trügerisch. Was zunächst wie eine Reihe von tragischen Unfällen oder einer Krankheit aussieht, die den magisch begabten Nachwuchs dahin rafft, ist mehr als das. Denn als Gabrias Sohn Savaron krank wird, muss Gabria erkennen, das Gift im Spiel ist. Nicht einmal ihre Tochter Kelene, eine begnadete Heilerin kann ihren Bruder heilen.

Guter Rat ist teuer. Gabria sucht Rat bei den Göttern und ihren Freunden. Schließlich wird der Verdacht zur Gewissheit: Ganz offensichtlich haben sich die Anhängerin der dunklen Göttin Krath auf Geheiß ihrer Hohepriesterin Uthara dazu entschieden, die Macht auf der Steppe an sich zu reißen und alle, die ihnen gefährlich werden könnten, zu vernichten.

Zwar machen sich die Klans auf die Jagd nach den „Peitschenmännern“, die wie Schatten Tod und Verderben bringen, aber sie können gegen die finstere Macht nichts ausrichten.

Die gute Göttin Amara, weiß, dass nur ein Mensch jetzt noch etwas unternehmen kann. Deshalb schickt sie Kelenes Tochter und Gabrias Enkelin Anwin aus, um ein altes Vermächtnis zu bergen und einen alten Bund zu erneuern. Das blinde Mädchen bricht mit ihrem Vetter Jamarh auf, nicht ahnend, dass sich ihr Kräfte entgegen stellen werden, die über 500 Jahre geruht haben, und nicht gewillt sind, Valorians Erbe preis zu geben.

 

Man kann nichts gegen Mary H. Herbert sagen. Sie hat einen gefälligen Stil, der Roman liest sich flüssig und ohne Längen, die Spannung wird zum richtigen Moment gesteigert, und die Figuren verhalten sich so, wie man es von ihnen erwartet. Die Heldin und ihre Gefährten sind t tapfer, aufopferungsvoll und feinfühlig, der ein oder andere darf auch ein wenig leiden, damit man um so mehr mit ihm zittert. Ihre Gegenspieler sind grausam und brutal, gehen über Leichen, um ihr Ziel erreichen. Dann und wann greift die gute Göttin ein, um Schwierigkeiten aus dem Weg zu räumen und größere Probleme gar nicht aufkommen zu lassen.

 

Deshalb ist „Die dunkle Zauberin“ sehr geradlinig und einfach zu verstehen, mit schlicht gezeichneten Charakteren, die auch jüngeren Lesern keine Probleme bereiten. Nur selten weiß die Autorin mit unerwarteten Wendungen zu überraschen.

Das reicht vielleicht nicht, um erfahrene Leser und Leserinnen zufrieden zu stellen, wohl aber um sich ungezwungen und kurzweilig unterhalten zu lassen, wenn man einfach nur Entspannung sucht und leichtes Fantasy-Abenteuer genießen möchte.

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Die dunkle Zauberin

Reihe: Gabria-Saga Bd. 4

Autorin: Mary H. Herbert

broschiert, 414 Seiten

Heyne, erschienen März 2007

Übersetzung aus dem Amerikanischen von Michael Siefener

Titelbildgestaltung von Nele Schütz Design

ISBN 978-3-453-52174-2

Erhältlich bei: Amazon

Weitere Infos:


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Erstellt: 03.03.2007, zuletzt aktualisiert: 16.05.2019 14:35