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Die Erben der Flamme von Carsten Thomas

Reihe: Die Dunkelmagierchroniken Band 1

 

Rezension von Christel Scheja

 

Der 1985 in Pforzheim geborene Carsten Thomas fand schon früh seinen Halt im Schreiben und hat mittlerweile viele Kurzgeschichten und Novellen veröffentlicht. Wenn er nicht als freier Journalist arbeitet und Europäische Ideen- und Kulturgeschichte studiert, arbeitet er an den „Dunkelmagierchroniken“, deren erster Band „Die Erben der Flamme“ nun erschienen ist.

 

Vor etwas mehr als einem halben Jahrhundert raubte der Gottkönig der Welt Kyranis ihre Magie und machte sich zum tyrannischen Alleinherrscher. Magie ist nur noch seinen Anhängern, den Dunkelmagiern erlaubt, die grausam über die verödete Welt herrschen, auf der Leben nur in Höhlen unter der Ende möglich ist.

Die Menschen fristen ihr Leben unter dem erbarmungslosen Regiment der düsteren Zauberer und die meisten haben alle Hoffnung verloren, klammern sich an das Wenige, was ihnen noch geblieben ist. Denn auch die letzten freien Zauberer, die nicht nur über die schwarze Magie gebieten, scheinen vor mehr als fünfzehn Jahren gänzlich vernichtet worden zu sein.

In dieser Welt wächst Lee als Tochter des Schmiedes Brega auf. Sie ist nicht mehr als eine Sklavin, die schon bald gezwungen sein wird zu heiraten und Kinder in die Welt zu setzen. Aber das aufgeweckte Mädchen wehrt sich mit allen Kräften gegen dieses Schicksal, vor allem als ihr Vater plötzlich verschwindet und sie selbst in allergrößte Gefahr gerät. Genau in diesem Augenblick kommt ihr der junge Rebell Akio zur Hilfe, der zu den wenigen gehört, die nicht bereit sind aufzugeben. Das ist der Beginn eines Abenteuers, das Lee nicht nur mit dem Feuergeist Cherome zusammenbringt, sondern auch ein Erbe enthüllt, das bisher tief in ihr verborgen schlummerte.

 

„Die Erben der Flamme“ ist ein spannendes Fantasy-Abenteuer, dass sein Label auch wirklich verdient, denn Carsten Thomas gelingt es nicht nur eine interessante Welt zu präsentieren, die in sich stimmig ist, auch die Figuren sind lebendig gestaltet und haben so viele Facetten, dass man auch am Schicksal der Nebencharaktere Anteil nimmt, denn nicht nur Lee und Akio müssen sich durch ihr Leben schlagen und sich gegen die Dunkelmagier wehren, auch Brega und die Freunde seiner Altersklasse haben einiges zu tun, um zu überleben. Einzig die Gegenspieler bleiben schablonenhaft, was aber auch nicht sonderlich stört, da die meisten von ihnen unbedeutende Handlanger bleiben.

Dazu kommt, dass die Handlung lebendig aufbereitet wurde. Die Geschichte hat keinerlei Längen, ist genau richtig getaktet und wartet gelegentlich auch mit kleineren Überraschungen auf. Am Ende ist man regelrecht enttäuscht, wenn das Buch endet, auch wenn es reichlich mit spannenden Szenen gespickt ist.

Alles in allem bietet der Roman ein rundes Abenteuer, das sogar ein halbwegs in sich geschlossenes Ende besitzt, auch wenn einige Fragen offen bleiben und lässt sich zudem sehr flüssig lesen.

 

Wer unterhaltsame und abenteuerliche High-Fantasy mag, sollte durchaus einmal einen Blick in „Die Erben der Flamme“, den ersten Band von „Die Dunkelmagierchroniken“ werfen, denn die Geschichte ist klug erzählt, angenehm aufbereitet und bietet zudem einige gelungene Überraschungen.

 

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Eure Meinung:

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Buch:

Die Erben der Flamme

Reihe: Die Dunkelmagierchroniken 1

Autor: Carsten Thomas

Taschenbuch, 330 Seiten

Wölfchen Verlag, November 2012

Titelbild und Innenillustrationen: Joachim „Jogurd“ Lindner

 

ISBN-10: 3943406172

ISBN-13: 978-3943406177

 

Erhältlich bei: Amazon

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Erstellt: 09.06.2013, zuletzt aktualisiert: 16.05.2019 14:35