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Die Erben der Nacht von Ulrike Schweikert

Reihe: Nosferas Bd.1

Rezension von Bine Endruteit

 

Es gibt sechs Vampir-Clans und alle sind untereinander verfeindet. Doch sie haben ein Problem, das sie alle zusammenführt: Sie kriegen keinen Nachwuchs mehr. Es ist kein Problem, Menschen zu beißen und so Unreine zu erschaffen, ein echtes Vampirkind ist aber schon seit über einem Dutzend Jahren nicht mehr auf die Welt gekommen. Darum müssen sie ihren Hass überwinden sich sich zusammentun. Den Alten gelingt das nicht, aber die jungen Vampire sollen gemeinsam zur Schule gehen, voneinander lernen und sich näher kommen.

 

Das erste Schuljahr voll bei den Nosferas in Rom stattfinden. So reisen Alisa und ihre beiden Brüder aus Hamburg mit dem Zug in die geheimnisvolle Stadt. Sie merkt gleich, dass es nicht leicht werden wird, denn die Abneigung zwischen den Familien ist riesig. Besonders der Wiener Franz Leopold bringt mit seiner Überheblichkeit alle zur Weißglut. Zu allem Unglück kann er auch noch Gedanken lesen und sich so immer ganz gezielt über die Ängste und Befürchtungen der anderen lustig machen. Da freundet sich Alisa schon lieber mit der wunderschönen Ivy aus Irland und ihrem Wolf an. Gemeinsam mit ihnen lernt sie, wie man sich der Macht der Kirche und ihrem starken Reliquien entziehen kann. Es ist nicht einfach, sich einem Kreuz oder einer heiligen Städte zu nähern, doch mit genug Übung wird es ihr gelingen.

 

Es gibt allerdings noch andere Probleme, denn in der Stadt verschwinden zunehmend Vampire. Meist sind das die ganz alten oder Unreine. Vampirjäger sind ihnen auf der Spur und treiben ihr böses Spiel mit ihnen.

 

„Die Erben der Nacht“ ist der erste Band der Nosferas-Reihe von Ulrike Schweikert. Ihre Vampirgeschichte richtet sich an Jugendliche. Die Protagonisten sind zwar Vampire, aber gleichzeitig auch Teenager mit all ihren Facetten. Die Autorin hat ihren Vampiren klassische Charakterzüge verliehen, wie wir sie aus den meisten Erzählungen kennen. Sie vertragen kein Sonnenlicht, schlafen in Särgen und trinken Blut. Allerdings hat sie einige Modifizierungen vorgenommen. So hat zum Beispiel jeder Clan seine eigenen Stärken, wie der, der Kirche zu begegnen oder Gedanken zu lesen. Außerdem dürfen junge Vampire nur Tierblut trinken, da sie dem starken Reiz des menschlichen Blutes nicht gewachsen wären.

 

Jeder der sechs Clans hat mehrere Kinder geschickt, die nun zusammen lernen sollen, allerdings liegt der Fokus auf einer kleinen Auswahl, die wir durch das Jahr begleiten. Alisa ist ein Dickkopf und lässt sich nichts sagen. Sie trägt man liebsten praktische Hosen und verzichten und unbequeme Kleider. Ivy sieht gut aus und verbirgt viele Geheimnisse. Sie ist immer freundlich und allen gegenüber aufgeschlossen, Franz Leopold kann niemand so richtig leiden, da er seine Macht, Gedanken zu lesen, ausspielt, wann immer er kann. Dazu kommt seine unerträgliche Arroganz. Luciano ist eher der gemütliche Typ, steht aber voll hinter seinen Freunden.

 

Leider weiß die Geschichte den Leser nicht vollständig zu fesseln. Zwar ist die Idee sehr interessant und man begleitet Alisa und ihre Freunde gerne auf ihrem lehrreichen Weg, doch auf die Dauer passiert zu wenig Spannendes. Die Handlung beschränkt sich fast ausschließlich auf die Beschreibung des Unterrichts und der Entwicklung der Freundschaften. Dabei gibt es eine Vampirjäger-Geschichte, die parallel erzählt wird, sie kommt nur viel zu kurz. Viel zu schnell entkommen die Helden jeder gefährlichen Situation. Außerdem bleiben viel zu viele Fragen offen. Die Autorin spinnt ein Netz aus Geheimnissen und Intrigen, löst es aber nicht auf. Zwar ist die Geschichte ganz klar so aufgebaut, dass es eine Fortsetzung geben wird, trotzdem werden zu viele Fragen nicht beantworten und verlaufen im Sande.

 

Der Roman „Die Erben der Nacht“ ist zwar eine nette Unterhaltung für Zwischendurch, weiß aber leider nicht völlig zu überzeugen, weil er zu viele Fragen offen lässt und zu wenig Spannung erzeugt. Vampirfans, die seichte Unterhaltung suchen, können trotzdem bedenkenlos zugreifen.

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Eure Meinung:

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Gast
Sonntag, 26. Dezember 2010 14:26 Uhr
Habe das Buch meiner Tochter zu Weihnachten geschenkt, wir sind beide Fantasy (zur Zeit vorrangig Vampirroman-Fans) und (wir sind Bücher-Lese-Teiler) durfte das Buch zuerst lesen. Muß sagen, habe es quasi in einem Atemzug verschlungen - von wenig Spannung keine Spur. Es muß nicht immer von einer Schlacht zur nächsten Action usw. gehetzt werden. Der Spannungsbogen ist gut aufgebaut und natürlich will man die jungen "Erben" weiter begleiten. Denn genau dieses neue Kennenlernen untereinander, Schule, Freunde, zartes Herzflattern, und die Typen `die man nie leiden kann`- das alles kennt man doch selbst noch zu gut aus der Schulzeit/Anfang Erwachsenwerden. Und Kinder/Teenies in genau dieser Phase können sich ohne Probleme wiedererkennen. Ich freue mich zu lesen, daß es schon weitere Bände gibt und werde die nächsten erhältlichen umgehend mir zulegen.
Kurz zusammengefasst: Ein sehr gut gelungenes Buch für Teenies und jung gebliebene Erwachsenen Emoticon

Bianca
Samstag, 29. Mai 2010 14:50 Uhr
Ich finde das Buch sehr gelungen. Es vermag sehr wohl über lange Zeit den Leser zu fesseln. Ich empfehle es jedem Fan von Vampiren und nicht nur Jugendlichen sondern auch jungen Erwachsenen. Ich selbst bin inzwischen 20 Jahre alt und liebe die Reihe inzwischen. Zudem bin
ich froh, dass noch für dieses Jahr das 4. Band angekündigt wurde.

Petra
Dienstag, 18. Mai 2010 21:29 Uhr
Wenn ich schon eine Rezension veröffentliche, sollte ich zumindest den Unterschied zwischen dem Titel des Buches und dem Titel der Reihe kennen. Es macht nicht den Eindruck, als hätte Bine Spaß an Vampir- bzw. Fantasy-Romanen. Gerade für die Gruppe der 'ab 12-jährigen' ist die Blutgier weit hinter dem Sozialverhalten der Protagonisten anzusiedeln. die geasamte Reihe - die Erben der Nacht- ist in meinen Augen und in denen meiner Söhne sehr gelungen. Wir warten auf die Fortsetzung.

snowcat
Donnerstag, 26. Juni 2008 21:34 Uhr
Jeder Fantasyfan kommt bei diesem Buch voll auf seine Kosten! Ich war und bin immer noch begeistert von diesem ersten Band und sehr froh, dass die Autorin vorhat aus Die Erben der Nacht eine ganze Buchreihe zu machen! Noch selten habe ich ein Buch gelesen in dem Fantasy und Geschichte so gut und so interessant verbunden werden! Auf jeden Fall weiterzuempfehlen!

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Die Erben der Nacht

Reihe: Nosferas Bd.1

Autor: Ulrike Schweikert

Cbt (10. März 2008)

Broschiert: 448 Seiten

ISBN-10: 3570304787

ISBN-13: 978-3570304785

Erhältlich bei: Amazon

Weitere Infos:


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Erstellt: 08.04.2008, zuletzt aktualisiert: 20.09.2019 15:49