Anette Schaumlöffel hat sich mit ihren Science-Fiction-Romanen im Jahr 2024 einen Namen gemacht, ihre Anfänge lagen allerdings in einem anderen Bereich. So ist ihre zweite Veröffentlichung Die Essenz der Königin ein waschechter Fantasy-Roman für junge Leser.
Katta wird von ihrer Mutter ausgeschickt, um im nahen Supermarkt Kaffee zu holen, allerdings wird ihr Leben auf dem Weg auf den Kopf gestellt, denn ehe sie sich versieht, wird sie in eine fremde Welt entführt, in der Tiere sprechen können und Menschen dumm wirken.
Schon bald wird ihr durch einen Schamanen aufgetragen eine Essenz wiederzufinden, die von einer grausamen Königin zurückverlangt wird. Sie tut was sie kann, merkt aber schon bald, dass sie in einem reichlich verworrenen Netz von Intrigen gelandet ist.
Die Geschichte spielt mit sehr klassischen Elementen, denn es ist nicht gerade neu, dass die junge Heldin in eine neue Welt gerät, in der sie zaubern kann, aber scheinbar auch die Auserwählte ist, die diesen Ort retten soll.
Natürlich erstreckt sich die Intrige nicht nur auf die magische Welt, auch ihre eigene ist betroffen, denn schon bald erkennt sie, das nicht alle das sind, was sie vorgeben zu sein, nicht einmal bei den menschlichen Nachbarn.
Die Handlung lebt von dem Geplänkel zwischen Katta und ihren Verbündeten aus der anderen Welt, den Gefahren, denen sie sich stellen müssen und dem angenehm variationsreich gestalteten Spiel mit den bekannten Versatzstücken. So gibt es auch die ein oder andere unerwartete Wendung.
Auf der anderen Seite darf man aber auch nicht all zu viel Tiefe erwarten, denn die Handlung bleibt auf einem überschaubaren Niveau, die Figuren erhalten zwar ausreichend Profil, haben aber nicht unbedingt Ecken und Kanten für erfahrenere Leser. Dennoch kann man seinen Spaß an der Erzählung haben, die sich prägnant auf das Wesentliche konzentriert.