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Die Eule von Askir von Richard Schwartz

Rezension von Christel Scheja

 

Bei „Die Eule von Askir“ handelt es sich mitnichten um den fünften Roman aus der Reihe um „Das Geheimnis von Askir“, sondern um eine eigenständige Geschichte, die nicht unbedingt zeitgleich, aber auf jeden Fall in einer anderen Ecke der Welt spielt und ein in sich geschlossenes Abenteuer beschreibt, dass mit den Erlebnissen von Havald und Co. erst einmal nichts zu tun hat, was aber nicht bedeuten muss, dass die beiden Helden des Buches nicht doch eines Tages in der Serie auftauchen und ihren Teil beitragen werden. Immerhin wird schon einmal das Wirtshaus in den Bergen erwähnt, in dem vor fünf Bänden alles begonnen hat.

 

Das alte Reich hat auch an anderer Stelle seine Spuren hinterlassen. In magischen Türmen, die eine eigene Intelligenz zu besitzen scheinen, ruht das Wissen und die Macht der Zauberer aus alter Zeit. Nur wenige sind dazu berufen, sie zu betreten und es sich in mühsamem Selbststudium anzueignen.

Die meisten Menschen fürchten sich nicht vor ihnen, denn sie haben sich der Hilfe und Unterstützung der Menschen verschrieben und kämpfen gegen die immer noch existenten Nekromanten.

Eines Tages wird im Hafen der immer noch existenten altehrwürdigen Stadt Askir eine Leiche gefunden. Schnell stellt sich heraus, dass es sich um den Botschaftsdiener Jenks handeln, den man kaum in diesem verrufenen Viertel vermutet hätte. Um diplomatische Verwicklungen und ärger zu vermeiden, macht Stabsleutnant Santer die Aufklärung des Morden zu seiner wichtigsten Aufgabe und akzeptiert gerne die Hilfe von Desina, der „Eule von Askir.

Gemeinsam machen sie sich an die Ermittlungen und finden dabei ungewöhnliche Verbündete wie etwa den schlitzohrigen Dieb Wiesel, der die Magierin von früher her zu kennen scheint. Dabei stoßen sie auf ebenso verblüffende wie gefährliche Hinweise, denn schnell steht fest, dass der Mann durch schwarze Magie umgebracht wurde. Denn das bedeutet, dass sich ein alter Feind der „Eulen von Askir“ in der Stadt eingenistet hat, der nicht zu unterschätzen ist und jeden ihrer Schritte zu beobachten scheint.

Schon bald bekommen sie das auch zu spüren, den ihre Erkundungen werden behindert. Gleichzeitig erfährt der Gardist ohne es eigentlich zu wollen, dass mehr in ihm steckt, als er bisher immer gedacht hat...

 

Man merkt, dass Christoph Schwarz seiner Linie treu bleibt und auch weiterhin seinen Augenmerk auf das Abenteuer oder in diesem Fall die Kriminalgeschichte und die Entwicklung der Figuren legt. Bis hin zu den Nebenfiguren stattet er die einzelnen Charaktere mit besonderen Eigenschaften aus und lässt die Erfahrungen nicht ohne Spuren an ihnen vorüber gehen.

Magie spielt diesmal eine wichtige Rolle, ist aber mehr als nur ein Werkzeug, dass die Helden benutzen. Sie erweist sich eher als gefährlich und eigenwillig wie vor allem die Helden immer wieder zu spüren bekommen. Gleichzeitig erfährt man, dass der Kampf der Figuren aus „Das Geheimnis von Askir“ nicht unbedingt neu ist, sondern auch schon in alter Zeit geführt wurde und einige Seelen bis heute beschäftigt hat.

Tatsächlich benötigt man keinerlei Vorkenntnisse, um sich in das Buch einzufinden. In dieser Beziehung hat der Verlag durchaus in seiner Kurzzusammenfassung recht. Man erfährt weiteres über das alte Reich von Askir und seine Hinterlassenschaften – aber auch über den Kampf, der hinter den Kulissen vermutlich schon Jahrtausende geführt wird. Das alles ist in eine spannende und gut durchdachte Handlung eingewoben.

 

„Die Eule von Askir“ setzt vielleicht nicht den Zyklus um „Das Geheimnis von Askir“ weiter fort, erzählt aber trotzdem wieder eine spannende und hintergründige Geschichte, die diesmal mit einem magischen Kriminalfall gespickt ist. Wer Fantasy sucht, die mehr als nur exotische Kulissen und vordergründige Action bietet, wird hier jedenfalls keinen Fehlkauf begehen.

 

Eure Meinung:


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Die Eule von Askir

Autor: Richard Schwartz

Broschiert - 430 Seiten

Piper, erschienen April 2009

Titelbild von Frank Fiedler

ISBN-10: 3492266746

ISBN-13: 978-3492266741

Erhältlich bei: Amazon

Weitere Infos:


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Erstellt: 30.04.2009, zuletzt aktualisiert: 16.05.2019 14:35