Nur durch Zufall erfuhr die 12-jährige Alea erst kürzlich, was sie eigentlich ist: ein Meermensch. Mehr über ihre leibliche Mutter konnte sie allerdings nicht herausfinden. So herrscht auf dem Segelboot, auf dem sie derzeit mit ein paar Freunden lebt, eine eher getrübte Stimmung. Nur durch Zufall findet Alea einen Hinweis, der in Richtung Schottland führt. Also bricht die Alpha Cru dorthin auf. Doch schnell ergeben sich neue Hindernisse.
Tanya Stewner lässt den 2. Band ihrer Jugend-Urban-Fantasy-Reihe nahezu nahtlos ans Ende der 1. Bandes (Der Ruf des Wassers) anschließen.
Die junge Protagonistin ist ratlos, wie sie mehr über ihre eigenen Hintergründe erfahren soll. Zudem fragt sie sich, wieso sie eine Verbindung zum 13-jährigen Lennox fühlt, den sie gerade erst kennengelernt hat. Auch er scheint kein normaler Mensch zu sein. Die anderen Bewohner des Bootes treten diesmal dagegen etwas in den Hintergrund, zumal sich Alea und Lennox wegen äußerer Einflüsse von ihnen trennen müssen. Somit bilden die beiden den eindeutigen Fokus des Bandes. Schließlich erhalten Alea und Lennox (und natürlich auch die Leser) endlich Auskunft über ihre Hintergründe.
Am Rande thematisiert die Autorin aufkommende Gefühle zwischen ihnen, die in zukünftigen Bänden (trotz des geringen Alters beider) in Richtung eines Romantasy-Plots führen könnte. Vorerst scheint allerdings weiter die Suche nach Antworten auf dem Plan zu stehen.
Aber Alea stehen ja noch einige Abenteuer bevor, denn immerhin sind in der Alea Aquarius-Reihe, die durchaus auch für erwachsene Leser gut lesbar ist, (bisher) 10 Bände in 11 Büchern erschienen (Band 9 wurde in 2 Teilen veröffentlicht).
Die Autorin schreibt durchgängig aus der Perspektive ihrer Protagonistin. Die Hörbuch-Umsetzung wirkt gelungen.