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Die Feuerinseln von Richard Schwartz

Reihe: Das Geheimnis von Askir, Bd. 5

Rezension von Christel Scheja

 

Nach mehr als einem Jahr setzt Richard Schwartz seine Serie um „Das Geheimnis von Askir“ fort und kehrt wieder zu ihren eigentlichen Helden zurück. Mit „Die Feuerinseln“ begeben sich die Helden auf eine lange Reise, um endlich dem Vermächtnis der „Zweiten Legion“ auf die Spur zu kommen und so mehr Handhabe gegen ihren ärgsten Feind, den Nekromantenmeister und selbsternannten Kaiser Thalak zu bekommen.

Ihr Ziel ist das geheimnisvolle Askir – genau die Stadt, die in „Die Eule von Askir“ genauer vorgestellt wurde. Nun versteht man auch warum.

 

Nachdem sie im Emirat Galasabad endlich ein Schiff bestiegen haben, dass sie in den Norden bringen soll, steigen Zweifel in Havald und Leandra auf. Der alte Krieger gibt sich immer noch die Schuld an dem Tod einer Gefährtin und verflucht in der Folge sein Bannschwert. Das soll üble Folgen haben, denn auf dem Meer werden sie plötzlich angegriffen und geraten in Seenot.

Die Halbelfe gerät in die Gefangenschaft des Nekromantenkaisers, der inzwischen von seinem Domizil auf den Feuerinsel aus eine Invasion auf Askir vorbereitet, während Havald an einer unbekannten Küste strandet und zusehen muss, dass er in dem von Piraten und Nekromanten bewohnten Nest überlebt, in dem das Recht des Stärkeren reagiert und nur der Misstrauische eine Überlebenschance hat.

Vom Regen in die Traufe gerät er, als er schließlich einen gefangenen Elfen kauft und aus der Sklaverei befreit. Einige seiner Mitbieter sind nicht die, die sie zu sein behaupten und nehmen ihn gefangen, nur ihn sehr schmerzhaft zu befragen.

Derweil gerät Leandra in die Gewalt Thalaks, der sie mit einem magischen Halsreif dazu zwingen will, ihm zu dienen. Ihre Lage scheint hoffnungslos, denn auch sie kann nicht lange den Einflüsterungen der machtvollen Magie um ihren Hals widerstehen.

 

In „Die Feuerinseln“ fließen Hinweise und Handlungsstränge aus „Der Herr der Puppen“ und „Die Eule von Askir“ nahtlos ineinander und helfen den Helden, mehr über das Vermächtnis heraus zu finden, das schon seit längerem ihr Leben bestimmt. Allerdings merkt man erst einmal nicht viel davon, da die Geschichte einen gehörigen Schlenker macht und ein eigenständiges Abenteuer zu erzählen scheint. Dass dem nicht so ist, merkt man erst zum Ende hin. Allerdings zieht er den roten Faden etwas zu sehr in die Länge, die die Helden in ihrer Queste nicht wirklich viel weiter kommen.

Wieder bedient er sich eines Hintergrundes, der an irdische Gesellschaften erinnert – diesmal an die Piratennester der Karibik, des indischen Ozeans und des Mittelmeeres, genau legt er sich da nicht ganz fest. Wieder steht das Abenteuer im Mittelpunkt – und gerade Havald lernt immer mehr über sich selbst und beginnt zu endlich zu seinem früheren Ich zu stehen, dem ehrenhaften Ritter, der er einst war. Vor allem ihn erwarten schwere Prüfungen und Entscheidungen, während Leandra erst gegen Ende des Buches wieder auftaucht.

Auch erhält man einen weiteren Einblick in die Pläne des Nekromantenkaisers, erfährt mehr über seine Verbündeten und lernt nicht zuletzt das Leben der Menschen unter seiner Herrschaft kennen.

Natürlich kommt die Action nicht zu kurz, denn mehr als einmal werden die Gefährten in Kämpfe verwickelt, geraten in lebensbedrohliche Gefahren und müssen zusehen, sich so gut sie können heraus zu reden.. Gerade Havald bleibt dabei angenehm menschlich und sorgt für die ein oder andere Überraschung. Das einzige, was man dem Autor vorwerfen kann, ist dass seine Bösewichter weiterhin sehr blass und eindimensional wirken und nicht einer bisher wirklich überraschen konnte. Dafür wissen diejenigen Figuren auf der Seite der Helden, die neu hinzu kommen durch ihre interessante Denkweise zu gefallen.

 

Wie seine Vorgänger bietet auch „Die Feuerinseln“ eine abwechslungsreiche Mischung aus Action, Charakterentwicklung und ausgefeiltem Hintergrund. Richard Schwarz beweist damit, dass abenteuerliche Fantasy durchaus intelligent sein kann, nur sollte er langsam den roten Faden etwas straffer anziehen.

 

Eure Meinung:


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Die Feuerinseln

Reihe: Das Geheimnis von Askir Bd. 5

Autor: Richard Schwartz

Broschiert - 541 Seiten

Piper, erschienen September 2009

Titelbild von Markus Gann

ISBN-10: 3492266754

ISBN-13: 978-3492266758

Erhältlich bei: Amazon

Weitere Infos:


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Erstellt: 05.02.2010, zuletzt aktualisiert: 02.08.2019 12:28