Eine Frau, die immer wieder an die Ermordung ihrer Eltern in ihrer Kindheit denken muss, ein Mann, der dem Magistrat gegen seine Gegner mit allem Mitteln beistehen will, der Nachfolger eines Fürsten, der in einigen Punkten eine andere Meinung als sein Vater vertritt – sie alle drohen in eine Auseinandersetzung hineingezogen zu werden, deren Ausmaß sie nicht überblicken können.
Darius A. Harwardts Fantasy-Mehrteiler verspricht, epische Formen anzunehmen. Die Geschichte ist einer Welt angesiedelt, in der das Königreich und seine untergeordneten Fürstentümer mit ihrer Kirche auf der einen Seite und das Reich des magischen Magistrats auf der anderen stehen. Doch auch innerhalb der jeweiligen Seite sind sich nicht alle einig.
Der Autor erzählt die Entwicklungen aus der Sicht unterschiedlicher Protagonisten, die sich zunächst nicht einmal kennen und die in der sich anbahnenden Auseinandersetzung teils gegensätzliche Anschauungen vertreten. Zunächst werden mehrere der Protagonisten vorgestellt, sodass sich das Bild dieser Welt für den Leser erst langsam wie ein Puzzle zusammenfügt. Erst gegen Ende dieses Auftaktbandes beginnt sich ein Gesamtbild zu ergeben, wobei einiges den Eindruck erweckt, dass dieser Vorgang noch nicht abgeschlossen ist. Die Handlungswelt wirkt schon jetzt sehr komplex und alles deutet darauf hin, dass sich das sogar noch steigern dürfte. Sehr vieles muss sich wohl erst in den folgenden Bänden zeigen. Ein Personen-Register, ein Glossar und mehrere Karten helfen dabei, den Überblick nicht ganz zu verlieren.
Der Autor wechselt erzählerisch zwischen einer ganzen Reihe an Charakteren hin und her.