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Die Galerie der Wunder von Marc Remus

Reihe: Magora Band 1

 

Rezension von Frank W. Werneburg

 

Verlagsinfo:

Eine Reise in eine Welt voller Malerei und Magie!

Die elfjährige Holly entdeckt in der Hinterlassenschaft ihres verstorbenen Großvaters einen seltsamen Pinsel und eine Leinwand auf der eine Fantasiewelt abgebildet ist. Sie fällt in das Gemälde hinein und findet sich im märchenhaften Land Magora wieder, wo alles aus Farbe besteht.

An der Akademie der Künste, Cliffony, lernt sie Kunst und Magie zu vereinen, aber ihr sorgloses Leben wird schon bald von dunklen Ereignissen überschattet.

Wertvolle Gemälde wurden aus der Galerie der Wunder gestohlen. Auf der Suche nach dem Dieb trifft sie auf die Unvollendeten, monströse Wesen, die erschaffen werden wenn ein Gemälde nicht beendet wurde. Wie Vampire lechzen sie nach Blut, denn nur dieses kann ihre Körper vollenden. Und Hollys Blut ist besonders wertvoll für sie.

 

Rezension:

Holly O’Flanigan lebe bei entfernten Verwanden als ›Kind 2. Klasse‹. Ihre Eltern sind tot, und ihrem einzigen lebenden näheren Angehörigen, ihrem Opa, wurde sie von den Behörden entzogen, weil er ›eigenartig‹ ist. Er malt magische Bilder, wie er behauptet. Außerdem ist er überzeugt davon, dass in Holly auch ein großes Zeichentalent schlummert – woran allerdings weder ihre Lehrer noch sie selbst glauben. Als Hollys Opa bei einem Brand stirbt, fühlt sie sich ganz allein. Kurz darauf erhält sie jedoch ein seltsames Paket mit noch seltsamerem Inhalt. Dieser ›entführt‹ sie und ein paar ihrer Freunde in eine ganz und gar magische Welt, die von ihrem Großvater gemalt wurde. An der Akademie der Künste lernen sie in Zukunft Pinselzauberei. Doch in Holly schlummert wirklich ein Geheimnis, dass sie schnell zum Zielobjekt eines gefährlichen Gegenspielers macht.

 

Ein 11-jähriges Waisenkind, das bei Verwandten geduldet, aber nicht geliebt wird und plötzlich und unerwartet an ein magisches Internat verschlagen wird – irgendwie kommt mir das bekannt vor. Wieso erscheint vor meinem geistigen Auge gerade eine blitzförmige Narbe? Gut, um ehrlich zu sein, enden damit die Parallelen zu einem gewissen Harry Potter auch schon weitgehend. In Hollys neuer Welt wird mit dem Pinsel statt einem Zauberstab Magie gewirkt. Und dazu braucht es nicht mal Farbe. Allerdings muss man auch sagen, dass sich Marc Remus’ magische Welt nicht mit Hogwarts messen kann. Womit diese Messlatte natürlich auch verdammt hoch liegt. Hollys Schule sowie das Beziehungsgeflecht zu den Mitschülern und Lehrern erreichen nicht die Komplexität von JKRs Welt, die dem Autor mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit als Vorbild diente.

 

Wenn man diese Vergleiche zur Seite legt und sich den Einstieg in die Magora-Reihe für sich betrachtet, hat man ein durchaus lesbares Urban-Fantasy-Jugend-Abenteuer vor sich, das seine Leser in seinen Bann ziehen kann. Elemente wie die ›Unvollendeten‹ stellen interessante und eigenständige Ideen dar, die mir in der Fantasy-Literatur neu sind. Verbunden mit dem angenehm lesbaren Stil, der sowohl für Leser in Hollys Alter als auch ältere Fantasy-Fans passt, ergibt das eine neue Reihe, die es sich im Auge zu behalten lohnen dürfte.

 

Fazit:

Dieser Start in ein neues, in einer Urban-Fantasy-Welt angesiedeltes Jugend-Abenteuer bietet neben Bekanntem auch neue, eigenständige Ideen.

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Eure Meinung:

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Buch:

Die Galerie der Wunder

Reihe: Magora Band 1

Original: Margora – The Gallery of Wonders, 2016

Autor und Übersetzer: Marc Remus

Cover und Illustrationen: Marc Remus

Taschenbuch, 297 Seiten

Misty Moon Books/ Marc Remus, 15. Oktober 2018

 

ISBN-10: 3981910222

ISBN-13: 978-3981910223

 

Erhältlich bei: Amazon

 

Kindle-ASIN: B07JH2TQS7

 

Erhältlich bei: Amazon Kindle-Edition

Weitere Infos:


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Erstellt: 26.01.2019, zuletzt aktualisiert: 06.04.2019 12:11