Die Geisterseher (Autor: Herausgeber: Reinhard Klein-Arendt und Michael Schmidt)
 
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Die Geisterseher hrsg. von Reinhard Klein-Arendt und Michael Schmidt

Rezension von Frank W. Werneburg

Klappentext

Sorgfältig ausgesucht und übersetzt von Reinhard Klein-Arendt. Jede Geschichte ist mit einer Einleitung von Reinhard Klein-Arendt versehen.

Geschichten aus der englischsprachigen Welt, die sich mit dem übersinnlichen Phänomen der Geister beschäftigen.

Auftaktband der Reihe Geisterseher als Zwielicht Sonderband mit Geschichten aus dem Zeitraum 1895–1939.

Rezension

Schritte verfolgen einen Mann, in einem ehrenwerten College in Cambridge gehen eigenartige Sachen vor sich, ein Pfarrerssohn wird mit mysteriösen Praktiken der Anwohner konfrontiert, bei einer Jagd in Britisch-Indien kommt es zu einem Zerwürfnis – diese und einige andere Begebenheiten lassen den Beteiligten das Blut in den Adern gefrieren.

 

Horror-Anthologien sind vielleicht nicht mehr so verbreitet, wie sie es vor einigen Jahren waren. Ausgestorben sind sie jedoch nicht. Auch die Zwielicht-Reihe sorgt dafür, dass dieses Genre nicht in Vergessenheit gerät. Die Bände dieser Reihe, die ich mir bisher angesehen habe (konkret die Ausgaben 1 und 20), konnten mich von der Themenauswahl allerdings nicht gänzlich überzeugen. Trotzdem habe ich dieser Sonderausgabe, die sich klassischen Geistergeschichten widmet, eine Chance gegeben. Und das hat sich durchaus gelohnt.

 

Die Beiträge sind alle am Ende des 19. und im frühen 20. Jahrhundert entstanden und werden hier in aktuellen deutschen Übersetzungen präsentiert. Die Handlungsorte konzentrieren sich überwiegend in Großbritannien und dem damaligen britischen Weltreich. Das Themenspektrum reicht von Horror im engeren Sinn über Grusel bis zu Mystery.

Viele der Stories bieten keine wirkliche Auflösung. Besonders hervorheben möchte ich Henry S. Whiteheads Die schwarze Bestie, eine Geschichte, die im Voodoo-Milieu der Karibik angesiedelt ist, für mich eindeutig der gelungenste Beitrag dieser lesenswerten Anthologie.

Fazit

Wie bei Anthologien üblich, schwanken die Qualitäten der Beiträge, doch überwiegen die gelungenen hier eindeutig.

Inhalt

Thomas Burke: Johnson, blick dich nicht um!

Madeline Yale Wynne: Das kleine Zimmer

Henry Chapman Mercer: Das Schloss der Puppen

Ernest Favenc: Die Pest des Jahres 1905

Edward Frederic Benson: Die Schritte

Arabella Kenealy: Das heimgesuchte Kind

Ulric Daubeny: Der Elementar

Thomas Burke: Die Ahnentafeln des Hauses Li

Henry S. Whitehead: Die schwarze Bestie

James Edmond: Die schwindelerregende Geschichte vom hohen Berg und den drei Skeletten

Patrick Carleton: Die Residenz des Dr. Horder

Elinor Mordaunt: „Luz“

Herbert Russell Wakefield: Die erste Garbe

Wirt Gerrare: Die geheimnisvolle Maisie

Alice Perrin: Das Tiger-Amulett

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Buch:

Die Geisterseher

Herausgeber: Reinhard Klein-Arendt und Michael Schmidt

Übersetzer: Reinhard Klein-Arendt

Cover: Björn Ian Craig

Innenillustrationen: Adrian van Schwanen

gebundene Ausgabe, 363 Seiten

Selbstverlag, Februar 2025

 

ISBN-13: 9798310901186

 

Erhältlich bei: Amazon

 

Kindle-ASIN: B0DTV5Q5KZ

 

Erhältlich bei: Amazon Kindle-Edition


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Erstellt: 15.07.2026, zuletzt aktualisiert: 09.08.2026 17:20, 26565