Die gemeine Hauskatze (Autor: Terry Pratchett)
 
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Die gemeine Hauskatze von Terry Pratchett

Rezension von David Grashoff

 

Beim Namen Terry Pratchett denkt man als durchschnittlicher Literaturkonsument natürlich sofort an die Scheibenwelt. Die außergewöhnliche Schöpfung des Engländers - eine Welt die auf dem Rücken einer gigantischen Schildkröte durch das All fliegt - ist allerdings nur ein Teil seines Gesamtwerkes, wenn auch sicherlich der größte und beliebteste. Doch Pratchett kann auch anders und so überraschte der Goldmann Verlag mit einer Neuerscheinung des Autors, die nichts, aber auch rein gar nichts, mit der Scheibenwelt zu tun hat. Die gemeine Hauskatze heißt das 156-seitige Taschenbuch, das sich, wie der Titel es vermuten lässt, mit der gemeinen Hauskatze beschäftigt. Dabei wird Pratchetts Schreibe durch die witzigen Zeichnungen von Gray Jolliffe unterstrichen. Doch es ist nicht alles Gold was glänzt und so handelt es sich bei Die gemeine Hauskatze um eine Neuauflage des 1991 erschienenen Echte Katzen tragen keine Schleife.

 

In Die gemeine Hauskatze widmet sich Pratchett den „echten“ Katzen. Dabei handelt es sich nicht etwa um die Exemplare dieser Spezies, mit denen es die Natur gut gemeint hat, sondern vielmehr um diejenigen, die aussehen, als hätte man sie mit einem Schraubstock malträtiert und mit der Nagelschere eine Zick-Zack Linie in ihre Ohren geschnitten.

Echte Katzen bringen jede Menge totes Getier ins Haus und protestieren lautstark wenn man sie nicht beachtet und das mit vorliebe um drei Uhr morgens.

Das Pratchett ein Katzenliebhaber ist, kann man sich spätestens seit Maurice, der Kater denken, dass er auch ein Katzenkenner ist, merkt man an diesem Buch. Er setzt gekonnt seine alltäglichen Beobachtungen in kurze und amüsante Anekdoten um, die jedem Katzenfreund eine Fülle an Deja-Vu Erlebnisse bescheren dürfte. Dabei geht er auf das gesamte Spektrum der felidaeschen Eigenschaften und Beschäftigungen ein (Hygiene, Namensgebung, Spiele...). Das alles natürlich mit einer gehörigen Prise des Humors, das den Briten so bekannt und beliebt gemacht hat. Ob Katzenfreund oder Katzenhasser, beide Parteien sollten hier auf ihre Kosten kommen; die einen, weil sie viele der Charakterzüge ihrer Lieblinge in diesem Buch wiedererkennen werden, die anderen, weil Die gemeine Hauskatze einige ihrer Vorurteile bestätigen sollte. Die Illustrationen von Jolliffe passen sehr gut zu den Texten von Pratchett und sind größtenteils auch ganz spaßig.

 

Die gemeine Hauskatze ist ein kurzweiliges Lesevergnügen für Katzenliebhaber, das zum Schmunzeln einlädt und Pratchetts humoristisches Talent bekräftigt, allerdings schon nach einstündiger Lektüre durch ist. Es ist ein nettes Buch, das ich zwar nicht als ein essentielles Werk von Pratchett betrachte, sondern vielmehr als ein kleines witziges Werk für zwischendurch.

 

Klappentext

Terry Pratchett legt ein lehrreiches und anschauliches Kompendium der gemeinen Hauskatze vor, wobei in zahlreichen treffenden Beispielen die echte von der unechten gemeinen Hauskatze unterschieden wird. Dabei lässt seine augenzwinkernde Abhandlung keinerlei Zweifel darüber aufkommen, welcher der beiden für den Kenner unverwechselbaren Spezies seine ganze Sympathie gilt! Denn nur alle gemeinen Hauskatzen, die aussehen, als hätte man sie in einen Schraubstock gespannt und ihnen ein paar Mal mit dem Hammer auf den Kopf gehauen, sind wirklich echt ...

 

Oje, das hat nicht geklappt, Elfenwerk! 202403021751464fe1c29a
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Buch:

Die gemeine Hauskatze

Autor: Terry Pratchett

Mit Illustrationen von Gray Jolliffe

Broschiert - 128 Seiten - Goldmann

Erscheinungsdatum: Juli 2005

ISBN: 344245557X

Erhältlich bei Amazon


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Erstellt: 02.08.2005, zuletzt aktualisiert: 27.02.2024 17:30, 880