Im Black Feather steht die Hochzeit des Jahres an. Die Tochter einer berühmten Backwaren-Dynastie will einen steinreichen Internet-Unternehmer heiraten. Während sich schon Unmengen an Gästen rund um Nathalies Gasthaus tummeln und Louise Heerscharen an Aushilfspersonal managen muss, verschwindet allerdings die Braut spurlos. Kurz darauf geht eine unverschämt hohe Lösegeldforderung ein, jedoch nicht bei den Eltern der Entführten, sondern direkt bei der Polizei.
Ellen Barksdale beweist in ihrer Cozy-Crime-Reihe Tee? Kaffee? Mord! immer wieder, dass sie in der Lage ist, abwechslungsreiche Fälle zu kreieren. So ist auch diesmal wieder alles vollkommen anders, als es zunächst erscheint.
Das Zusammenspiel der Freundesgruppe rund um Nathalie Ames steht dabei jedoch nicht in dem Maße im Fokus, wie es der Leser in dieser Reihe gewohnt ist. Vielmehr steht die Familie der Verschwundenen im Mittelpunkt, ist hier doch auch der eigentliche Grund für die Vorgänge zu finden. Vom Mord-des-Bandes-Stereotyp, dem derartige Reihen teilweise folgen, kann man hier definitiv nicht sprechen. Trotz oder sogar gerade wegen dieser erneuten Variation des Handlungsaufbaus kann auch dieser Fall wieder überzeugen.
Stilistisch bleibt bei Buch als auch Hörbuch-Adaption alles beim Gewohnten. Auffällig ist allerdings, dass der Verlag keinen Übersetzer nennt. Da ich aber keine auffälligen Veränderungen feststellen kann, vermute ich, dass es sich auch weiterhin um Ralph Sander handelt.