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Die Invasion der Orks von R.A. Salvatore

Reihe: Die Rückkehr des Dunkelelfen Bd.1

Rezension von Matthias Deigner

 

Drizzt, der Dunkelelf aus den Vergessenen Reichen, ist wieder da. Die Rückkehr des Dunkelelfs beginnt mit R.A. Salvatores "Die Invasion der Orks". Das gewohnt dicke Taschenbuch gefällt mir schon rein äußerlich, denn das Titelcover ist wirklich gut gelungen und hebt sich von den anderen Covern vorangegangener Reihen um den Dunkelelfen deutlich ab!

 

Die Handelskarawane um Tred und einige andere Zwerge wollen eine neue, aber sicherlich lukrative Handelsroute in der nördlichen Region erschließen. Hier am Grad der Welt ist es natürlich stets ein wenig gefährlicher, darauf sind die kampferprobten Zwerge auch vorbereitet, doch dann erfolgt ein Angriff mit dem sie nicht gerechnet haben. Mehrere Eisriesen und viele Orks greifen an und schaffen auch den Sieg. Nur Tred und Nikwillig können entkommen, Tred wurde dabei jedoch schwer verletzt. So suchen sie gemeinsam eine Siedlung auf um den Zwerg auszukurieren und auch die Anwohner vor der Horde zu warnen.

 

In einem anderen Teil der nördlichen Region macht sich Bruenor Heldenhammer mit seiner Sippe auf den Weg nach Mithril Halle. Gwandalug, der Erste König, ist verstorben und hat seinem Nachkommen Bruenor den Thron überlassen, er als der Achte König ist natürlich pflichtbewußt und macht sich sofort auf die Reise. Die Zwerge die ihn damals zurück ins Eiswindtal begleitet hatten, ziehen nun also wieder in das von ihnen vor nicht allzulanger Zeit zurückeroberte Königreich Mithril Halle. All seine guten Begleiter, der gefrässige Knurrbauch wie Bruenor den Halbling Regis liebevoll nennt, ist ebenso dabei wie Cattie-Brie, seine menschliche Ziehtochter, der Barbar Wulfgar und natürlich auch der Dunkelelf Drizzt Do´Urden. Wie Bruenor nunmal so ist, will er nicht den direkten Weg nach Mithril Halle einschlagen und merkwürdiger Weise verbündet er sich diesbezüglich ausgerechnet mit Knurrbauch. Das macht die anderen sehr stutzig, aber es ist eben auch viel zu einfach Regis davon zu überzeugen die Sache aufzuklären. Bruenor will zuerst einmal nach Mirabar, die Zwergenfeste die mit Mithril Halle mehr oder weniger im Konkurrenzkampf steht. Denn seit die Zwergenbinge Mithril Halle wieder arbeitet, hat es Mirabar wesentlich schwerer seine Waren zu verkaufen und das stösst vor allem den dortigen Herren auf, die zudem auch noch Menschen sind. Entsprechend frostig ist der Empfang der Zwerge um König Bruenor in Mirabar. Der Herr von Mirabar lehnt es ab seinen Konkurreten zu sehen, so dass die Zwerge nach einer Nacht schon wieder aufbrechen um gen Mithril Halle zu ziehen. Auf ihrem Weg dorthin durchstreifen sie einen alten Pass auf dem vor langer Zeit ein entscheidender Kampf stattfand zwischen Zwergen und Orks. Dort hausen noch heute viele Gespenster, die den Pass an sich nicht befahrbar machen, doch der alte Bruenor will genau dort hindurch, denn er ist auf der Suche nach einem weiteren Abenteuer. Einem ganz besonderen, dem vielleicht größten Abenteuer überhaupt. Er sucht eine noch viel ältere Zwergenfestung, eine uralte Miene der Zwerge die lange schon verschollen ist und seine Vermutung geht dahin, dass diese vielleicht auf diesem alten Pass zu finden sein könnte. Und auf diesem Pass treffen sie dann auch die zwei Zwerge Tred und Nikwillig, Tred mittlerweile wieder halbwegs genesen, erzählt dann zusammen mit Nikwillig was ihnen passierte. Klar, dass der alte Bruenor hier nicht widerstehen kann. Diese Gruppe Riesen und Orks müssen gejagt und vernichtet werden. Also entschließt er sich ihnen zu folgen mit einer kleinen Streitmacht bricht er auf um die Spur aufzunehmen. Dabei kommen sie auch an dem Dorf vorbei in dem vor nicht allzulanger Zeit die beiden überlebenden Zwerge der Karawane Halt gemacht hatten, dieses Dorf ist nun völlig vernichtet und dem Erdboden gleichgemacht, es muss ein schauriges Gemetzel gewesen sein. Doch die Spuren sind nun auch gut zu lesen für den Waldläufer Drizzt und seine Begleiter und so entdecken sie schnell die erstaunlich große Streitmacht die von zugleich vier Eisriesen begleitet wird. Dem Dunkelelf ist sofort klar, gegen die sollte man nicht zusammen kämpfen, so entscheiden sie sich die Riesen der Reihe nach zu erledigen und erst später die Orks. Der Plan geht auch erstaunlich gut auf. Ein Riese kann schnell weggelockt und erledigt werden, als dann zwei seiner Kumpane hinterher kommen werden auch die mit ein wenig Glück überlistet und besiegt. Nun ist es ein leichtes den Rest dieser kleinen Armee an Orks und nur noch einem Riesen zu überwältigen. Die Zwerge schmieden einen entsprechenden Plan und bereiten den Kampfplatz vor. Das Gemetzel ist entsprechend groß. Dem Leser wird zu diesem Zeitpunkt schon bewußt, dass dieser Schachzug der Zwerge durchaus Schwierigkeiten für den Orkkönig haben wird, der mit den Eisriesen ein wackliges Bündnis eingegangen ist. Doch die Dunkelelfen die an der ganzen Sache beteiligt sind schaffen es dieses Bündnis durch die Taten von Bruenor und seinen Leuten noch zu festigen, der Invasion der Orks scheint nun nichts mehr im Wege zu stehen, außer eine kleine Gruppe von Helden Regis, Bruenor, Wuflgar, Cattie-Brie und Drizzt werden eine Menge zu tun bekommen.

 

"Die Invasion der Orks" ist der Anfang einer Trilogie die im Original "THe Hunters Blade" heißt, dieser erste Teil ist wie erwähnt der Anfang. Diese Trilogie ist im englischen Original mittlerweile mit dem zweiten Band fortgesetzt und wir können gespannt darauf warten, dass dieser auch in der vorliegenden Qualität des ersten Bandes ins deutsche übersetzt wird. Die Übersetzung ist ausgezeichnet! R.A. Salvatore hat den Fantasy Fans den Dunkelelfen wieder gebracht, dafür ein Danke! Dabei gelingt es dem Autor auf beeindruckende Weise die altbekannten Charaktere in die Geschichte zu führen und sie dabei doch nicht langweilig wirken zu lassen. Sie sind uns ans Herz gewachsen und der Autor weiß das, entsprechend versteht er es ihnen die Qualitäten die wir an den Charakteren so sehr lieben abzugewinnen und ihnen doch auch weitere Facetten zu geben. Besonders interessant war der Ausflug in die Zwergenmine Mirabar, die dortigen Zwerge richtig zu beschreiben, ihre verschiedenen Charaktere mit manchmal ganz wenigen Worten zu definieren war beeindruckend. Die Art der ZWerge wird dem Leser einfach deutlich beschrieben. Doch Salvatore geht einen Schritt weiter und bringt uns mit den Orks und den Eisriesen weitere, spannende Charaktere mit. Der Orkkönig Obould ist ein wahnsinnig spannender Charakter, der den vorsichtigen, nicht ungefährlichen Weg zwischen seinen Invasionsplänen und dem Bündnis mit den Eisriesen gehen muss. Hinzu kommen die Dunkelelfen die diese Invasion mit aller Macht zu puschen versuchen und das so scheint es nur aus purer Lust am Chaos. Diese Geschichte ist auf alle Fälle eine würdige Fortsetzung der bisherigen Abenteuer des Dunkelelfen, meines Erachtens sogar um einiges besser als die vorherigen das waren. Dem Neueinsteiger in die Serie sei versichert, dass R.A. Salvbatore sich die Zeit nimmt die Beweggründe seiner Charaktere so zu beschreiben, dass man ohne weiteres auch jetzt mit den Abenteuern um den Dunkelelfen starten kann ohne die vorherigen Abenteuer gelesen haben zu müssen, wenn man es nach Genuß dieses Buch auch mit Sicherheit tun wird. Dieses Buch ist somit ein echtes Muss für die Fans der Forgotten Realms oder der Vergessenen Reiche wie sie ja im deutschen D&D heißen, es ist aber auch ein Muss für die Fans des Dunkelelfen im Besonderen. Nicht ohne Grund zählt Salvatore längst zur Spitze der Fantasyautoren und das beweißt er mit diesem Buch wieder einmal mit Bravour!

 

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Titel: Die Invasion der Orks

Reihe: Die Rückkehr des Dunkelelfen 1

Ein Buch aus den Forgotten Realms

Autor: R.A. Salvatore

Blanvalet

ISBN: 3-442-24284-3

Taschenbuch

480 Seiten

Originaltitel: Hunter's Blade Trilogy, vol 1: The Thousand Orcs

Erhältlich bei: Amazon

Weitere Infos:


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Erstellt: 23.08.2005, zuletzt aktualisiert: 17.11.2019 13:49