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Die Jagd von Darren Shan

Reihe: Dämonicon Bd. 2

Rezension von Christel Scheja

 

Die Serie „Dämonicon“ erschien bereits in Einzelbänden bei Knaur. Nun gibt der PAN-Verlag die Bände noch einmal in Sammelbände mit jeweils zwei Bänden unter einem Buchdeckel heraus. So vereint „Die Jagd“ die ursprünglichen Bücher „Dämonenspiel“ und „Blutige Nächte.“

 

Grubb ist nicht mehr länger ein unschuldiger Teenager, der sich nur mit der Schule und seinen Gefühlen herumschlagen muss. Seit er miterleben musste, wie seine Familie durch Dämonen zerfleischt wurde und ihm das niemand glauben wollte, ist alles anders.

Er lebt inzwischen bei seinem Onkel Derwisch, der ihn inzwischen auch in die Familiengeheimnisse eingeführt hat. Um einen Bruder zu retten, den er bisher noch nicht kannte, stellten sich die beiden schließlich dem Dämonenmeister Lord Loss. Sie konnten diesen austricksen und auf die Erde zurück kehren, aber nun weiß auch Grubb, dass die Gefahr noch nicht vorüber ist.

Er bleibt mehr als sein Onkel wachsam, als sie auf ein Set eingeladen werden. Derwisch hat nach einigem Zögern zugesagt, eine erfolgreiche Regisseurin bei ihrem neusten Film zu unterstützen, der sich in erster Linie um den Kampf der Bewohner einer Kleinstadt gegen Dämonen dreht.

Grubb ist zunächst fasziniert von der neuen Welt, die sich ihm erschließt, aber schon bald fallen ihm Kleinigkeiten auf, die deutlich machen, dass etwas nicht mit rechten Dingen zugeht. Kann es sogar sein, dass sich längst echte Dämonen unter die Schauspieler gemischt haben?

Der zweite Roman wendet sich Bec zu, einer jungen Priesterin, die in keltischer Zeit lebt. Nachdem sie ihre Lehrmeisterin verloren hat, versucht sie alleine ihre Aufgaben zu meistern und lernt auf die harte Tour, weil sie ein Dorf gegen Dämonen zu verteidigen versucht.

Als eines Tages ein fremder Junge auftaucht, der nicht sprechen kann, erkennt Bec, dass sie ihre Reise fortsetzen muss. Doch erst der Druide Drust, der sich ihrer und des Kindes annimmt erkennt, dass hier etwas nicht mit rechten Dingen zugeht

 

Auch diese beiden Romane aus der Reihe „Dämonicon“ sind in erster Linie eines: Flott geschriebene und actionreiche Abenteuer mit einem ordentlichen Schuss Horror, denn der Autor nimmt nicht unbedingt ein Blatt vor den Mund, wenn es um das Wüten der Dämonen geht.

Allerdings sind sie auch nicht mehr. Sowohl die Figurenzeichnung als auch der Hintergrund sind nur sehr oberflächlich beschrieben. Zwar erfährt man ein wenig mehr über Lord Loss und Grubb, aber auch diese Facetten des Oberschurken und Helden kratzen letztendlich nur an der Patina, Motive und Hintergründe werden nicht erfragt. Deshalb hapert es dann und wann auch ein wenig mit der Logik, und die Handlung der Romane bleibt eher schlicht. Erfahrene Leser werden nur selten von Wendungen überrascht, die sie nicht erwartet haben, ansonsten sind beide Geschichten eher vorhersehbar.

Alles in allem gleichen die Romane im Stil gängigen Groschenromanen, sie sind leicht zu konsumieren, lenken durch die Action und den Horror gut ab, aber wirklich im Gedächtnis bleiben sie nicht.

Zudem gibt es einige Wiederholungen, sowohl was die Sprüche betrifft, die die Gegenspieler aufeinander los lassen, als auch gewisse Situationen. Aber noch sind sie nicht so zahlreich, dass die Geschichten dadurch langweilig würden.

 

„Die Jagd“ beinhaltet damit zwei kurzweilige Lektüren, die man gut an den Strand oder auf die Reise mitnehmen kann, allerdings nicht mehr. Allerdings sollte man ein Faible für leicht durchgeknallte Abenteuer und nicht all zu zart besaitet sein, da der Autor kaum ein Blatt vor den Mund nimmt, was Horrorelemente angeht.

 

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Die Jagd

Reihe: Dämonicon, Bd. 2

Autor: Darren Shan

Klappbroschur - 502 Seiten

Pan, erschienen Mai 2011

Übersetzung aus dem Englischen von Sabine Reinhardus

Titelbild von Chris McGrath

ISBN-10: 3426283557

ISBN-13: 978-3426283554

Erhältlich bei: amazon

Weitere Infos:


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Erstellt: 23.06.2011, zuletzt aktualisiert: 12.04.2019 10:59