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Die Jagd nach dem Gral

Rezension von Stefan Glaubitz

 

Seit Jahrhunderten haben sich die Wissenden auf diesen Tag vorbereitet. Und jetzt, wo er da ist, darf der Gral auf keinen Fall in die falschen Hände geraten! Also wird er einem alten Plan folgend von den Eingeweihten an einen sicheren Ort gebracht. Aber folgen sie auch wirklich den eigenen Zielen, oder doch denen eines anderen? Dieses Geheimnis gilt es zu lüften…

Assasine, Templer, Rosenkreuzer und Illuminaten machen sich auf die Jagd. Sie können von allen Spielern gezogen werden, „eigene“ Figuren gibt es nicht. Aber die Spieler können im Laufe der Partie durch verdeckten Einfluss die Kontrolle über Ordensmitglieder erlangen.

 

Spielziel

 

Es gewinnt der Spieler, der am Ende den meisten Einfluss auf die Figur gesetzt hat, die den Gral in ihr Hauptquartier gebracht hat. Das kann auch ein anderer Spieler sein als der, der die Figur samt Gral in sein Hauptquartier getragen hat.

 

Ausstattung

 

Der Karton von „Die Jagd nach dem Gral“ ist nicht zu groß und sollte sich deswegen bequem in jedes Regal einsortieren. Die Komponenten im Einzelnen sind:

 

  • 1 Regelbuch
  • 1 Spielplan
  • 1 Block mit Einflussbögen
  • 1 Gral
  • 8 Spielfiguren

 

Kleine Packung mit richtig viel drin, trifft es hier wohl am besten. Die Spielfiguren sind aus Pappe und sehr schön gestaltet. Auch das Spielbrett, das Regelheft und die Einflussbögen gefallen mir sehr. Schade ist nur, dass dem Spiel keine Sichtschirme beigelegt sind. Immerhin kann man sich Vorlagen dafür und eine Vorlage für die Einflussbögen unter www.argentum-verlag.de herunterladen.

 

Spielregeln

 

Das Regelwerk ist 14 Seiten stark und reichlich bebildert. Außerdem ist es in zwei Sprachen (deutsch und englisch) verfasst, sodass nicht zu viel Lesearbeit auf einen zukommt. Das Design der Spielregeln passt wunderbar zu den restlichen Spielkomponenten was mir besonders gut gefällt. Auch wenn die Regeln nicht zu schwer sind, ist hier doch neben dem tollen Design eine Menge Wert auf die Verständlichkeit der Regeln gelegt worden. Nach dem Lesen der Anleitung wird ein Nachschlagen eigentlich überflüssig.

 

Spielablauf

 

Die Spielvorbereitungen von „Die Jagd nach dem Gral“ sind schnell erledigt. Jeder Spieler bekommt einen Stift, einen Einflussbogen und am besten einen Sichtschutz. Der Spielplan wird in die Mitte des Tisches gelegt, die Spielfiguren kommen auf ihre Startfelder und der Gral auf das Feld in der Mitte. Schon kann es losgehen.

 

Bevor der Spieler, der am geheimnisvollsten aussieht beginnt, dürfen alle Spieler schon einmal Einfluss auf eine oder mehrere Personen verteilen. Dafür streichen die Spieler die Punkte auf der linken Seite des Einflussbogens weg und schreiben sie in das Feld der Person, der sie den Einfluss zuteilen wollen. Punktewerte dürfen niemals zwischen mehreren Personen aufgeteilt werden, es dürfen aber auf mehrere Personen Punktewerte verteilt werden.

 

Ist ein Spieler am Zug kann er sich entscheiden was er tun möchte. Er kann eine Person um ein Feld weiter ziehen. Dazu muss er noch nicht einmal Einflusspunkte auf sie verteilt haben. Der Spieler kündigt seinen Zug an und führt ihn aus. Hat kein Spieler etwas dagegen zieht er die Figur, falls doch, gilt es zu offenbaren welcher Spieler mehr Einfluss auf der Person liegen hat. Hat der aktive Spieler den meisten Einfluss, darf er seinen Zug vollführen. Hat der Spieler, der Einspruch erhoben hat mehr Einfluss, muss der aktive Spieler entweder mit der Figur einen anderen Zug ansagen oder eine andere Figur bewegen.

 

Wenn jemand eine Figur nicht bewegen will, kann der Spieler auch etwas Einfluss nachsetzten. Dafür streicht man sie die gewählten, noch nicht eingesetzten Einflussbeträge auf der linken Seite seines Einflussbogens aus und schreibt sie in das Feld der betreffenden Figur.

 

Außerdem kann man sich auch entscheiden eine Figur zu enttarnen. Dazu zieht man einen anderen Charakter auf das Feld der Figur, gibt zehn Einflusspunkte aus und die Figur wird aus dem Spiel genommen. Jeder Spieler muss offenbaren wie viel Einfluss sie in die Figur investiert haben, was sehr aufschlussreich sein kann. Ab vier Spielern wird das Enttarnen schon etwas kniffeliger. Denn nun muss man sich schon etwas absprechen denn nun kann man nur noch eine Figur bewegen ODER eine Figur im gleichen Feld enttarnen.

Sobald eine Figur den Gral auf ihr Startfeld bringt ist das Spiel beendet und die Spieler vergleichen, wer den meisten Einfluss auf diese Figur gesetzt hat. Dieser Spieler gewinnt die Partie „Die Jagd nach dem Gral“.

 

Spielspaß

 

„Die Jagd nach dem Gral“ ist ein sehr unterhaltsames Spiel und das ist noch untertrieben. Es ist sehr kurzweilig, spannend und immer wieder von neuem spaßig eine Partie zu spielen. Das bluffen und sich gegenseitig ausstechen ist immer wieder von neuem Reizvoll. Glück spielt hier keine wirkliche Rolle da es weder Würfel noch andere Glückskomponenten einschließt. Der einzige Negativpunkt vielleicht ist, dass man seinen Mitspielern schon vertrauen muss. Denn die Gefahr ist groß, dass jemand bei „Die Jagd nach dem Gral“ betrügt.

 

Fazit

 

Was gibt es noch viel zu sagen? Wer bis jetzt noch keine Lust auf „Die Jagd ach dem Gral“ bekommen hat, sollte es einfach mal Probespielen. Spätestens dann kann man sich dem Spiel nicht mehr entziehen. Freunden von Taktik- und Bluffspielen kann ich raten einfach zuzugreifen. Aber auch diejenigen, die es lieber etwas komplexer haben wollen sollten nicht einfach an „Die Jagd nach dem Gral“ vorbeigehen. Auch für sie ist es eine gute Option für eine Runde „zum Aufwärmen“ vor dem Hauptspiel.

 

(Anklicken zum Vergrößern)
 

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Brettspiel:

Die Jagd nach dem Gral

Argentum Verlag, 2007

Spielerzahl: 2 bis 8

Spieldauer: ca. 60 Minuten

Mindestalter: ab 12 Jahre

ASIN: B000ZDMBSG

Erhältlich bei: Amazon

Weitere Infos:

Inhalt:

 

  • 1 Regelbuch
  • 1 Spielplan
  • 1 Block
  • 1 Gral
  • 8 Spielfiguren

 


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Erstellt: 25.11.2007, zuletzt aktualisiert: 16.02.2018 17:50