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Die Klinge von Namara von Kelly McCullough

Rezension von Christel Scheja

 

Heutzutage kommt kein Debütroman alleine. Die meisten Autoren verpflichten sich gleich mehr oder weniger für eine Trilogie, was auch im Fall von Kelly McCullough der Fall zu sein scheint. Auch wenn das Abenteuer in „Die zerborstene Klinge“ in sich geschlossen war, blieben jedoch genug Anknüpfungspunkte, um sie wieder aufzugreifen, was nun in „Die Klinge von Namara“ geschehen ist.

 

Erneut hält sich Aral, einst ein gefürchteter Assassine und Königsmörder, in einer Spelunke auf, um neue Arbeit zu suchen. Auch wenn sein Steckbrief überall zu finden ist, hofft er doch als Löhner, sprich Söldner, sein Auskommen zu haben und sich so mit seinem magischen Schatten Triss am Leben zu halten.

Dennoch kann er sich nicht zurückhalten, als zwei junge Frauen in der Taverne angegriffen werden. Er stellt sich auf ihre Seite und steckt schon kurze Zeit später in einem Abenteuer, aus dem es kein Entrinnen mehr gibt. Hera und Stahl sind zwei Kriegerinnen, bilden eine Dyade, die mehr kann als nur mit dem Schwert umzugehen.

Beide sind auf der Suche nach einem mächtigen und alten magischen Artefakt, dass Aral auch nicht ganz unbekannt zu sein scheint. Da er keine andere Wahl mehr hat, begleitet er die beiden Frauen auf ihrer Suche, nur um dann zu erkennen, dass er offensichtlich nicht die letzte der legendären Kämpfer der toten Göttin der Gerechtigkeit ist. Denn seinen Weg kreuzen schon bald mehr als eine „Klinge von Namara“.

 

Man merkt schon, der Autor nutzt sein Erfolgsrezept ein zweites Mal. Wieder beginnt die Geschichte in einer Taverne, wieder muss er sich mit Frauen herumschlagen, die erst nach und nach mit der bitteren Wahrheit herausrücken – und dann ist es ohnehin schon zu spät, sich aus dem Schlamassel zurückzuziehen.

Immerhin sind die Beweggründe diesmal etwas anders, und der Autor wird mutiger, was die Geschichte seines Helden angeht, spielt diese nämlich eine nicht unerhebliche Rolle im Verlauf der Handlung und bereitet die Fortsetzung vor. Anders als das erste Buch endet „Die Klinge von Namara“ wesentlich offener und beantwortet lange nicht alle Fragen.

Auch wenn Götter und Magie eine Rolle spielen, so nutzt Kelly McCullough diese doch nur am Rande, lässt immer noch mehr die physischen Kräfte sprechen und weniger die geistigen. Letztendlich orientiert er sich am modernen Archetypus der Hauptfiguren, die alle eine mehr oder weniger dunkle Vergangenheit haben aus der sie sich nun zum Helden entwickeln. Angenehm fällt auf, dass seine Frauenfiguren meistens sehr selbstbewusst und stark sind und gleichberechtigt neben den Männern agieren, ohne dass sie irgendwann in alte Rollenklischees zurückfallen. Der Autor entwickelt auch diesmal angenehm vielschichtige Figuren mit Ecken und Kanten, die trotz ihrer Kräfte und Fähigkeiten auch Schwächen zeigen und dadurch Fehler begehen. Das macht auch diesen Roman, auch wenn er viele bekannte Handlungsmuster bedient, lesenswert.

 

„Die Klinge von Namara“ führt „Die zerborstene Klinge“ spannend weiter und bietet wie im ersten Band ein spannendes Fantasy-Abenteuer, bei dem neben viel Action, die Figuren und der Hintergrund trotzdem nicht zu kurz kommen.

 

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Eure Meinung:

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Buch:

Die Klinge von Namara

Autor: Kelly McCullough

Taschenbuch, 384 Seiten

Bastei Lübbe, Dezember 2013

Übersetzerin: Frauke Meier

Titelbild: Hrvoje Baslic

 

ISBN-10: 3404207327

ISBN-13: 978-3404207329

 

Erhältlich bei: Amazon

 

Kindle-ASIN: B00CO67GFK

 

Erhältlich bei: Amazon Kindle-Edition

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Erstellt: 20.09.2014, zuletzt aktualisiert: 02.08.2019 12:28