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Die Königin von Megan Whalen Turner

Reihe: Die Legenden von Attolia, Bd. 2

Rezension von Christel Scheja

 

Gen, oder auch Eugenides ist der Dieb von Eddis und Auserwählter eines Gottes, der genau so eigenwillig ist wie er. Im ersten Band der „Legenden von Attolia“ wurde die Geschichte noch aus einer ganz persönlichen Sicht erzählt, diesmal ist das anders. Um aus dem Kerker von Sounis zu entkommen, hatte er eingewilligt, für den dortigen König ein kostbares Artefakt der Götter zu stehlen. Dabei gelangten er und seine Begleiter auch in das Reich Attolia. Und „Die Königin“ dieses Landes behält den Dieb nicht gerade in guter Erinnerung.

 

Hamiates Gabe, einem magischen Stein, der die Erbfolge sichern kann, ist Eugenides nach Eddis zurückgekehrt. Seine Königin und Verwandte schafft das Artefakt, dass das Machtgleichgewicht zwischen ihrem Land, Attolia und Sounis störte, aus dem Weg.

Allerdings kann sie damit nicht unbedingt für Frieden sorgen. Dabei haben die drei Reiche einen viel gefährlicheren Feind, gegen den sie eigentlich fest zusammen halten müssen. Doch anstatt eine Allianz zu gründen, kriselt es immer wieder zwischen den Ländern.

Wieder ist es Eugenides, der für Eskalation sucht. Als er – nicht zum ersten Mal – in den Palast der Königin von Attolia einbricht, in die er sich insgeheim verliebt hat, wird er gefangen genommen. Nach langem hin und her lässt diese ihn verstümmeln und in sein Heimatland zurückbringen.

Doch das regt den Dieb von Eddis, der seine unergründlichen Wege geht, nur noch mehr dazu an, der Herrin von Attolia nachzustellen, nachdem er lange braucht, um sich von dieser grausamen Wendung des Schicksals zu erholen.

 

Schon im ersten Band hat Megan Whalen Turner ihren Helden nicht ganz ohne Narben davonkommen lassen, jetzt geht sie tatsächlich noch einen Schritt weiter und verstümmelt ihn, ohne das es so aussieht, als würde einer der – tatsächlich existenten Götter – eingreifen wollen.

Das Verwirrspiel um Eugenides und Attolia, die eigentlich Irene heißt, nimmt bald schon politische Dimensionen an, aber auch hier ergibt sich nach und nach die Erkenntnis, dass auch dies durchaus gewollt ist – um der Königin die Augen vor den Schlangen in ihrem Palast zu öffnen. Denn nicht nur die Meder lauern auf eine Chance, Attolia zum Vasallenstaat zu machen, auch die Barone des Landes stehen nicht so geeint hinter ihrer Monarchin wie gedacht.

Zwar muss der Held einen hohen Preis bezahlen, aber dieses Lehrgeld verändert ihn, so wie schon im ersten Band. Die Entwicklung aller Hauptcharaktere ist tatsächlich im Fluss. Nicht nur Eugenides lernt durch seine Erfahrungen, auch die Königin von Attolia bleibt nicht länger nur blasse Nebenfigur.

Wieder steckt mehr in dem Buch als man zunächst vermutet – vor allem manche der Wendungen und Enthüllungen ahnt man so nicht voraus.

 

Erneut beweist Megan Whalen Turner, dass sie auch ohne Action und epische Handlungen ihre Leser in den Bann schlagen kann. Den ein oder anderen mag es zwar etwas Überwindung kosten, sich an den doch eher ruhigen Ablauf der Geschichte zu gewöhnen. Es lohnt sich aber, sich auf den zweiten Band der „Legenden von Attolia“ einzulassen da man den Roman ab einem gewissen Punkt nicht mehr aus den Händen legen mag.

 

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Die Königin

Reihe: Die Legenden von Attolia, Bd. 2

Autorin: Megan Whalen Turner

broschiert, 350 Seiten

Blanvalet, erschienen November 2011

Übersetzung aus dem Englischen von Maike Claußnitzer

Titelbildgestaltung von Bürosüd

ISBN-10: 3442268494

ISBN-13: 978-3442268498

Erhältlich bei:

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Weitere Infos:


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Erstellt: 09.01.2012, zuletzt aktualisiert: 13.07.2019 19:34