Die Krone von Lytar (Autor: Carl A. deWitt)
 
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Die Krone von Lytar von Carl A. deWitt

Rezension von Heike Rau

 

Obwohl die Tiere Alt Lytar meiden, ist das Pferd dorthin gelaufen. Tarlon, Garret, die Halbelfe Elyra und der Zwerg Argor steht ein Marsch von fünf Tagen bevor, um das Pferd zurückzuholen. Garret nimmt die Spur des Tieres schnell auf. Der Wald um die ehemalige Hauptstadt ist unheimlich. Man hört nicht einmal Vögelzwitschern. Das Pferd wird schließlich an einer Lichtung aufgefunden. Zu ihrem Entsetzen müssen die vier Freunde feststellen, dass es nicht mehr lebt, sogar schon zum Teil aufgefressen ist.

 

Den jungen Leuten gelingt es geradeso, sich zu verstecken, als sich etwas Riesiges aus der Luft nähert. Die große Kreatur erweist sich als Drache, der von einem Reiter geflogen wird. Doch der Drachenreiter zieht wieder ab und Tarlon, Garret, Elyra und Argor machen sich auf den Weg zurück nach Lytara.

Auf der alten Straße entdeckt Tarlon etwas. Argor, der im Dunkeln sehen kann und der Sohn eines Radmachers ist, stellt Wagenspuren fest. Garret glaubt, dass dreihundert Mann zu Fuß und einhundert Reiter hier durchgekommen sind. Eindeutig Fremde.

 

Schon aus der Ferne sehen die Freunde, dass Lytara brennt. Bald darauf stellen sie fest, dass Soldaten zurückkommen. Viele sind verwundet. Auch der Drachenreiter ist zu sehen. Voller Verzweiflung müssen die vier Jugendlichen zusehen, wie Sera Tylane, die Mutter Elyras, von ihm enthauptet wird, weil sie nicht bereit ist, seine Fragen zu beantworten. Garret verrät die Anwesenheit der kleinen Gruppe mit einem Schuss seines Bogens, der verletzt, aber nicht tötet. Um einem Kampf zu entgehen, fliehen die vier in den Wald.

 

Am Morgen nach der Schlacht, sind die Freunde wieder im Dorf. Sie erfahren, dass die Angreifer aus dem Königreich Thyrmantor stammen, das von einem hartherzigen Magierkönig, der schwarze Magie einsetzt, regiert wird. Seine Armee wurde nach Lytara geschickt, um nach der Krone von Lytar zu suchen, die einer Legende nach der Schlüssel zur Macht des alten Reiches ist und eine mächtige Magie inne hält. Doch die Lytarer besitzen die Krone nicht mehr. Einer weiteren Legende zufolge haben die Vorfahren der Lytarer aus gutem Grund solche Dinge in einem Depot eingelagert. Wieder sind es die vier jungen Leute Tarlon, Garret, Argor und Elyra, die ausgesandt werden, um das Depot zu finden.

 

Für das Volk der Lytarer geht eine Epoche mit vielen Jahrhunderten Frieden zu Ende. Die düstere Vergangenheit der Ahnen wird wieder lebendig und damit auch eine alte Legende. Alle magischen Artefakte sind gut in einem Depot versteckt, denn Magie birgt Gefahren, wie die Vergangenheit bewiesen hat. Und doch muss man sich ihrer bedienen, es kann nicht auf den nächsten Angriff gewartet werden.

 

Der Leser folgt vier Hauptpersonen. Dazu gehören die Menschen Tarlon, der über unglaublich Kräfte verfügt, und Garret, der leichtsinnig und stur zugleich ist, die Halbelfe Elyra und der Zwerg Argon. Die vier begeben sich auf eine abenteuerliche Suche nach der Krone von Lytar. Auf ihrem Weg passieren sie Orte, die ungeahnte Gefahren bergen und von beängstigend wirkenden Kreaturen besetzt sind und haben Kämpfe gegen Gegner auszutragen, die keine Gnade kennen. Das Volk muss sich dem Erbe seiner Vorfahren stellen, ohne eine Schuld an den Vorkommnissen der Vergangenheit, zu tragen. Die Gefahr, die gleichen Fehler noch einmal zu machen, ist groß. Doch die Nachkommen sind in der Lage dazuzulernen, Schlüsse zu ziehen, und für die Zukunft zu entscheiden.

 

Die Geschichte wird im Buch von einem alten Barden an den Abgesandten des Reiches und Mitglied des Ordens von Seral, Lamar di Aggio, weitergegeben. Und das mitten im einem Gasthof. Immer mehr Menschen gesellen sich dazu, um mitzuhören. Die Geschichte soll also wirken, wie aus dem Stegreif erzählt. Und man kann ihr auch gut folgen. Das ist ein guter Rahmen.

 

Auf den ersten Blick wirkt die Geschichte nicht außergewöhnlich und doch ist sie es. Der Autor erzählt auf eine Art und Weise, die gefällt. Dabei ist es die Freude am Detail, die dieses Buch auszeichnet. Die Geschichte scheint perfekt ausgearbeitet, auch wenn es einige holprige Stellen im Schreibstil gibt. Die Charaktere sind gut beschrieben. Deswegen trennt man sich auch am Ende ungern von ihnen. Auch wenn die Geschichte durch und durch fantastisch ist, klingt doch eine Botschaft an, die sich gut auf die Welt unserer Zeit anwenden lässt.

 

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Oje, das hat nicht geklappt, Elfenwerk! 20240520081604e9b25b00
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Die Krone von Lytar

Autor: Carl A. deWitt

Gebundene Ausgabe: 640 Seiten

Verlag: fredeboldundfischer; Auflage: 1 (30. Mai 2007)

Sprache: Deutsch

ISBN-10: 3939674044

ISBN-13: 978-3939674047

Erhältlich bei: Amazon


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Erstellt: 10.07.2007, zuletzt aktualisiert: 13.04.2024 08:21, 4439