Nach dem Anschlag auf seine Großmutter muss Gabriel vorerst selbst seinen Freunden verheimlichen, dass diese überlebt hat. Das Risiko, dass die Namenlosen es erfahren, ist sonst zu groß, denn diese scheinen schon wieder einen Spion auf Crookhaven eingeschleust zu haben. Doch die Lehrer sind von der Unschuld des Verdächtigen überzeugt. Und dann steht Gabriel und seinen Freunden ja auch noch der Schulabschluss bevor …
Natürlich (möchte man fast sagen) setzt J. J. Arcanjo die Erlebnisse seines Protagonisten Gabriel Avery und seiner Freunde an der Schule der Meisterdiebe auch diesmal noch in den Sommerferien fort. Das letzte Schuljahr steht bevor, und die Gefahr durch die Namenlosen, die nach den Ereignissen in Band 4 (Die schwarze Festung) noch persönlicher geworden ist, scheint größer denn je. Das Geheimnis, das der Protagonist vor seinen Freunden hat und für das ich schon in meiner Rezension zu Band 4 mein Unverständnis ausdrückte, zieht sich weiter durch erhebliche Teile dieses Bandes. Einen konkreten Grund für diese Entscheidung zeigt sich jedoch auch hier nicht. Zu keinem Zeitpunkt ist in der Handlung eine konkrete Begründung erkennbar.
Ansonsten bleibt der prinzipielle Aufbau der Bücher dieser Jugend-Abenteuer-Reihe: Auch dieser Band umfasst wieder ein Schuljahr, in dem der Leser die Vorbereitungen auf den diesjährigen Gaunerpokal und die sich wieder neu anbahnende Auseinandersetzung mit den Antagonisten beobachtet. Dass es am Schluss zur finalen Auseinandersetzung Gabriels mit seinen biologischen Eltern kommt, war natürlich zu erwarten. Dabei ist dieser Abschlussband wieder genauso unterhaltsam wie seine Vorgänger. Ein kleiner Einblick in die beginnende berufliche Laufbahn der Freundesgruppe nach dem Schulabschluss rundet die Reihe ab.
Stilistisch ändert der Autor im letzten Band seiner Reihe natürlich nichts. Weiterhin wird alles aus der Perspektive des Protagonisten erzählt.