Rains Wunsch wurde erfüllt. Sie wurde an den Anfang zurückgesetzt, wo sie alle retten kann. Sehr weit an den Anfang. In die Zeit, als die Götter noch lebten. Dumm nur, dass ihr Prinz hier nur ein Pferdeknecht ist. Und wie verhält man sich in dieser Zeit überhaupt, um nicht aufzufallen? Doch für diese Frage ist es eigentlich schon zu spät, als die Götter nach ihr suchen lassen.
Stella Tacks Urban-Fantasy-Trilogie überrascht auch mit dem 3. Band wieder. Hob sich schon Band 2 (Die dunkle Hochzeit) deutlich von Band 1 (Der schlafende Prinz) ab, hat auch dieser Band wieder seinen ganz eigenen Charakter, der sich erneut deutlich von denen seiner Vorgänger abhebt.
Erschien Band 1 noch wie eine ›typische‹ Urban Fantasy inmitten der modernen Welt, wurde das Ambiente im 2. Band deutlich märchenhafter. Der überwiegende Teil dieses Abschlussbandes erinnert jetzt an eine (Urban-freie) Fantasy in einer mittelalterlichen Handlungswelt. Unsere reale Welt scheint weit weg zu sein. Erst gegen Ende des Bandes rückt sie wieder in den Fokus. Zeitreisen und -schleifen lauten hier die Stichworte. Damit fällt Band 3 wieder deutlich gelungener als der ›klassisch schwache‹ Mittelband dieser Trilogie aus.
Im Finale wirkt es richtig überraschend, als sich die Beteiligten plötzlich wieder … Aber nein, das würde wohl zu viel vorwegnehmen. Trotz des etwas schwächelnden Mittelteils wirkt diese Trilogie am Ende rund.
Die Autorin überlässt er wechselweise ihrer Protagonistin Rain und deren Prinzen, die Ereignisse in der Ich-Form zu berichten.