Als Lila und ihre Freunde ein Picknick machen, sehen sie sich plötzlich einem Portal gegenüber. Auf der anderen Seite erwartet sie jedoch keine andere Welt, sie bleiben, wo sie sind. Nur sind sie jetzt in einer anderen Zeit. Die alte Mühle, die sie alle seit ihrer Kindheit kennen, existiert, nur dass sie noch in Betrieb ist. Sie sind im späten 14. Jahrhundert gelandet. Und die damaligen Bewohner der Mühle sehen sich ernsthaften Schwierigkeiten gegenüber.
A. Peter schafft es in seiner Urban-Fantasy-Reihe um Lilas verborgene Welten immer wieder, den Leser zu überraschen. Standen in den Bänden 1 bis 3 Weltenreisen im Fokus, ließ Band 5 (Das Band der Vergangenheit) darauf schließen, dass in Zukunft die persönlichen Hintergründe der Protagonistin im Mittelpunkt stehen würden. Falsch gedacht. Die Suche nach Lilas historischen Wurzeln spielt im aktuellen Band gar keine Rolle. Zu Beginn dieses 6. Bandes gibt es zwar mal wieder eine Weltenreise in Eldrins Heimat, doch dann dreht sich alles um die Geschichte des Heimatortes.
Auf ihrem Trip ins 14. Jahrhundert lernen Lila und ihre Freunde eine junge Müllerstochter kennen, die auch über spezielle Fähigkeiten verfügt. In einer Zeit der Hexenverfolgung dürfen die natürlich nicht bekannt werden. Aber auch in Schwierigkeiten der damaligen Bewohner mit dem Lehnsherren mischen sich die Besucher aus dem 21. Jahrhundert ein.
Nach diesem erneuten Wechsel in der Ausrichtung der Reihe wage ich diesmal keine Vorhersage, worum sich der kommende 7. Band drehen könnte. Dranzubleiben dürfte sich aber wahrscheinlich lohnen.