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Die Magierin der Assassinen von Leah Cypess

Reihe: Death Marked, Bd. 1

Rezension von Christel Scheja

 

Lea Cypess lebt heute mit ihrem Mann und drei Kindern in Boston. Zuvor studierte sie Biologie, Jura und Journalismus, bereiste unter anderem auch Jordanien und Costa Rica. Heute ist sie eher in ihrer Phantasie unterwegs und schreibt ihre Romane vor allem auf dem Spielplatz. „Die Magierin der Assassinen“ ist nur der Auftakt einer ganzen Reihe namens „Death Marked“.

 

Eine ganze Weile war Ileni das Wunderkind, der aufgehende Stern im Magiervolk der Renegai, da sie nicht nur ein großes Talent, sondern auch die dazu nötige Kraft besitzt. Doch das ist mittlerweile Geschichte. Auch wenn sie nicht weiß, warum, so schwinden langsam ihre Kräfte und es ist absehbar, dass sie eines Tages ganz ohne Zauberkraft sein könnte.

Da sie damit in ihrem Volk keine Zukunft mehr hat, beschließt sie, das Angebot der Meister anzunehmen und zu den Assassinen zu gehen.

Dort soll sie Magie unterrichten, etwas was sehr schnell auch ihr Ende herbeiführen könnte. Denn ihre beiden Vorgänger haben die Zeit in den Höhlen angeblich durch tödliche Unfälle beendet. Allerdings spürt Ileni die Lügen, die ihr allerorten entgegen schlagen und macht sich selbst daran, die Wahrheit herauszufinden, so lange sie noch kann.

Dass das Leben unter den Assassinen hart ist, bekommt sie jeden Tag zu spüren, aber gemeinsam mit dem jungen und gutaussehenden Sorin kommt sie schon bald dahinter, dass die beiden Magier vor ihr ermordet wurden und das Geheimnis ihrer Tode nur der Auftakt zu viel schwerwiegenderen Enthüllungen ist.

 

Langsam aber sicher kehren sie wieder zurück – die Fantasy-Geschichten, in denen nicht nur die Liebe und Erfüllung in der Ehe am Ende des Romanes stehen, sondern mehr das Abenteuer. Ileni mag zwar jung sein, aber sie ist sich auch ihrer Fähigkeiten und Kenntnisse bewusst. Zwar entwickelt sich schon bald eine lockere Beziehung zwischen ihr und Sorin, der der einzige zu sein scheint, dem sie trauen kann, aber in dieser spielt die Romantik eine nur untergeordnete Rolle.

Stattdessen ist die junge Magierin damit beschäftigt, mit ihrer schwindenden Kraft zu kämpfen und den Morden auf die Spur zu kommen. Geschickt arbeitet die Autorin dabei ihre Hinweise ein und macht gerade zum Ende hin klar, dass Ileni nicht am Ziel ist, sondern ihre Abenteuer gerade erst anfangen.

Weder Handlung noch Figuren gehen sonderlich in die Tiefe, sind aber angemessen ausgearbeitet, so dass der Leser Sympathien und Antipathien entwickeln kann. Der Hintergrund wird so weit ausgebaut, wie die Autorin ihn für die Geschichte benötigt, was allerdings Lust darauf macht, ihre Welt genauer kennenzulernen, die bisher ohne magische Rassen auskommt, sich dafür aber ganz auf die Magie konzentriert.

Hinweise und überraschende Wendungen sorgen immer wieder für die notwendige Spannung, so dass die Geschichte niemals langweilig wird und sich flüssig lesen lässt. Das Ende schließt immerhin diesen Handlungsbogen ab, lässt aber, wie in jedem Zyklus genug Stränge offen, um bei diesen in kommenden Romanen weiter anzusetzen.

 

Alles in allem ist „Die Magierin der Assassinen“ ein gelungener Auftakt für die „Death Marked“-Reihe. Die Autorin weiß genau, wie sie ihre Leser packen muss, um sie in den Bann zu schlagen und in das lebendige Fantasy-Abenteuer hinein zu ziehen. Wer Low Fantasy mit einem Hauch Romantik mag, sollte ruhig einen Blick riskieren.

 

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Eure Meinung:

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MEDIUM:

Die Magierin der Assassinen

Reihe: Death Marked, Bd. 1

Autorin: Lea Cypess

cbj, erschienen August 2015

Broschiert, 351 Seiten

Übersetzung: Katja Theiß

ISBN-10: 3570402843

ISBN-13: 978-3570402849

Erhältlich bei: Amazon

Kindle Edition

ASIN:B00R6UCP8M

Erhältlich bei: Amazon

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Erstellt: 06.09.2015, zuletzt aktualisiert: 12.04.2019 10:59