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Die magische Insel von Stan Nicholls

Reihe: Quicksilver-Zyklus, Bd. 3

Rezension von Christel Scheja

 

„Die Magische Insel“ ist der dritte und abschließende Teil des Quicksiver-Zyklus von Bestseller-Autor Stan Nicholls, der in Deutschland vor allem durch „Die Orks bekannt wurde. Auch in diesem Zyklus bietet er Abenteuer vor epischer Kulisse.

 

Auf der Insel Bhealfa ist die Magie ist streng reglementiert, auch wenn sie aus dem Leben der Menschen nicht wegzudenken ist. Widerstand wird mit Gewalt unterdrückt. Und doch wagt es der Patrizier Dulian Karr gegen das Regime zu stehen. Mit seinen Getreuen Reeth Caldason, Kutch, Serrah Adarcris, Tanalvah und Kinsel Rukanis hat er viele Anhänger um sich gesammelt und einen Weg gefunden, den Repressalien und der Unterdrückung zu entgehen. Doch die Flucht zur Insel Batariss endet in einem Fiasko. Nur ein Teil der Flüchtlinge erreicht das Eiland und beginnt sich dort ein neues Leben aufzubauen, die anderen sterben, fallen in die Hände von Piraten oder werden zurückgetrieben. Durch Verrat wird Kinsel Rukanis verhaftet und landet zunächst auf einer Galeere, dann aber in der Gewalt des Piratenfürsten Kingdom Vance. Karr hingegen weiß, dass die Rebellen noch keine sichere Zukunft gefunden hat. Man wird versuchen sie zu erobern und vernichten. Einen unabhängigen Staat von freien Menschen wird keines der mächtigen magischen Reiche dulden wollen.

Seine Freunde, allen voran Reeth Caldason, beschließen ihn zu befreien, denn schließlich ist auch er ein Teil der Seele der Rebellion. Während dessen ergründen der Magier Phönix und Kutch die seltsamen Albträume, die der Zauberlehrling mit dem erfahrenen Krieger Caldason teilt. Ganz offensichtlich ist es die Quelle der Magie selbst, die ihnen etwas sagen will. Kann es sein, dass die endgültige Sicherheit einen hohen Preis fordern wird? Vor allem von ihnen?

 

Von einem Abschlussband wie „Die Magische Insel“ erwartet man schon, dass er Antworten auf die in den früheren Bänden aufgeworfenen Fragen bietet und eine Entscheidung bringt. Tatsächlich erfüllt der Autor diesen Wunsch des Lesers. Was zuvor schon vage angedeutet, aber nicht weiter ausgeführt wurde kommt nun zum Tragen. Die Magie selbst fordert einen hohen Preis für die Freiheit von der Unterdrückung.

Das ist aber eben so wenig eine Überraschung wie die menschlichen Dramen und Tragödien, welche die anderen Helden erleben. Der Verräter in ihrer Mitte bezahlt für sein Vergehen, glücklich sind sie aber nicht darüber. Und Anteil nimmt der Leser auch nicht unbedingt daran. Der Roman bietet auch nicht mehr Spannung als seine Vorgänger und endet zwar versöhnlich aber voraussehbar.

 

Insgesamt bietet der Quicksilver Zyklus solide, leidlich spannende, aber nicht gerade herausragende epische Fantasy. Figuren und Ereignisse scheinen einem Baukasten entnommen zu sein, die Handlung ist zwar actionreich, bietet aber kaum wirkliche Höhepunkte. Auch die Charaktere wissen nicht zu fesseln, sind ähnlich oberflächlich wie die ganze Geschichte.

Gerade auf jemanden, der schon unterschiedliche Fantasy-Romane kennt und weiß, welche Möglichkeiten das Genre bietet, wird vieles vertraut wirken, und das macht die Trilogie gerade einmal für diejenigen interessant, die das Genre erst für sich entdeckt haben und von Büchern im Stil der „Herr der Ringe“-Filme nicht genug bekommen können. Der Rest wird sich eher langweilen.

Eure Meinung:


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Die magische Insel

Reihe: Quicksilver-Zyklus, Bd. 3

Autor: Stan Nicholls

broschiert, Überformat 510 Seiten

Heyne, erschienen Mai 2006

ISBN 3-453-53025-X

Übersetzung von Jürgen Langowski

Titelbild von Geoff Taylor

Erhältlich bei: Amazon

Weitere Infos:


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Erstellt: 29.09.2006, zuletzt aktualisiert: 16.05.2019 14:35