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Die magische Schrift von Robert Newcomb

Reihe: Tristan, Band 3

Rezension von Christel Scheja

 

Auch wenn „Die magische Schrift“ der dritte Teil eines Zyklus ist, so kann man ihn doch weitestgehend ohne Kenntnis der beiden Vorgänger verstehen. Allerdings ist das Lesevergnügen größer, wenn man „Die fünfte Zauberin“ und „Tore der Dämmerung“ schon kennt, da Rober Newcomb einige Dinge doch als bekannt voraus setzt und nicht noch einmal erklärt.

 

Noch immer wirkt das dunkle Erbe der Zauberinnen nach. Zwar haben Prinz Tristan und seine Gefährten den Emporkömmling Nicholas besiegen können, der bereits Macht über den „Unvergleichlichen“ erlangt, und die positive Magie damit geschwächt hatte, aber einige seiner Handlanger und Sklaven sind entkommen und mächtig genug, um sein Werk fort zu setzen.

Dazu gehört auch der ehemalige Magier Krassus, der immer wieder seine Sklavenhalter-Dämonen ausschickt um Bürger Eutrakiens zu rauben und für seine Zwecke zu missbrauchen. Dabei kommt er auch einem lange verborgenen Geheimnis auf die Spur. Tristan und seine Schwester Shahila haben noch einen älteren Halbbruder, der einer vorehelichen Beziehung ihrer Mutter entstammt.

Doch im Gegensatz zu ihnen ist sein erlesen magisches Blut eher linkslastig und dazu prädestiniert, die destruktive Magie zu wirken. Zwar weiß der Mann nichts von seinem Erbe, aber es könnte noch immer in ihm erweckt werden. Und wenn das geschieht könnte Krassus mit ihm die Macht der guten Magie erneut schwächen und vielleicht sogar zerstören, denn in seiner Macht dürfte er dem Geschwisterpaar sehr nahe stehen.

Und so macht sich auch Tristan auf die Suche nach seinem unverhofften Verwandten. Er ahnt allerdings nicht, dass dieser bereits unter den Gefangenen ist, die von den Dämonen in Krassus‘ Verliese verschleppt wurde und sein Blut nur noch der Entdeckung harrt.

 

Mittlerweile beginnt Newcomb sich zu wiederholen. Aus den Vermächtnissen und Gefolgschaften seiner vorherigen Bösewichter entstehen neue Feinde, die der destruktiven Magie an die Macht verhelfen wollen. Allein Tristan und seine Freunde stehen ihnen entgegen. Damit es allerdings nicht all zu langweilig wird, tauchen nun auch noch Menschen auf, die andere Arten von Magie benutzen, die sich nicht unbedingt den beiden großen Zweigen zuordnen lässt.

Das alles wird zwar sehr actionreich und abenteuerlich präsentiert und die Helden werden arg gebeutelt, so dass man schon fast Mitleid mit ihnen hat, aber sowohl das Setting als auch die damit verbundenen Klischees sind altbekannt. Es kommt auch nicht überraschend, das es plötzlich noch andere Arten von Magie gibt, ein erneutes Duell zwischen Gut und Böse wäre all zu langweilig gewesen.

Wie auch schon in den beiden ersten Bänden der Trilogie bleiben die Figuren und auch Inhalte des Buches sehr oberflächlich und entwickeln sich nicht. Immer wieder bemüht Newcomb den Zufall oder aus dem Nichts auftauchende neue Verbündete und das macht den Roman nicht gerade innovativer.

 

Damit ist „Die magische Schrift“ ein schlichtes, wenn auch flüssig zu lesendes exotisches Fantasy-Abenteuer ohne besonderen Anspruch, das man nicht unbedingt kennen muss. Selbst wenn man die Vorgänger-Romane schon kennt.

 

Eure Meinung:


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Die magische Schrift

Reihe: Tristan, Bd. 3

Autor: Robert Newcomb

Broschiert - 734 Seiten

Heyne, erschienen Oktober 2007

ISBN: 978-3-453-52312-8

Übersetzung aus dem amerikanischen Englisch von Michael Koseler

Titelbildgestaltung von Nele Schütz Design, Karte von Don Oliver Matthies

Erhältlich bei: Amazon

Weitere Infos:


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Erstellt: 06.11.2007, zuletzt aktualisiert: 02.08.2019 12:28