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Die Meisterdiebin von Tess Gerritsen

Rezension von Christel Scheja

 

Die in San Diego geborene Tess Gerritsen ist eigentlich Ärztin, aber sie hat schon während der Zeit in der sie in Honolulu gearbeitet hat, erkannt, dass ihr Herz eher für das Schreiben schlägt, deshalb hat sie damit angefangen Krimis mit medizinischen und teilweise auch romantischem Hintergrund zu schreiben. Von ihr stammt unter anderem auch die bereits in eine Fernsehserie umgesetzte Reihe „Rizzoli & Isles. Heute lebt sie zusammen mit ihrer Familie in Camden in Maine.

 

Die Meisterdiebin hat eines mit dem Vorgänger Verrat in Paris gemein – die Hauptfigur Jordan Tavistock und zählt zu den Frühwerken der Autorin.

 

Jordan Tavistock wird von einer Freundin gebeten, in die Wohnung eines Geliebten einzubrechen, damit er dort sie belastende Liebesbriefe heraus holt, Doch noch während des Coups merkt er, dass er nicht allein ist. Er stört die Diebin Clea Rice, die hinter einem kostbaren Dolch her ist. „Das Auge von Kashmir“ scheint so wertvoll zu sein, dass sie beide gemeinsam fliehen müssen, denn plötzlich sind ihnen Unbekannte auf den Fersen.

Während sie beide versuchen am Leben zu bleiben und den Verfolgern immer einen Schritt voraus zu sein, stellt Jordan eines fest – er hat sich schneller in die schöne Diebin verliebt, als er möchte und kann sie nicht im Stich lassen.

Denn sie scheint diejenige zu sein, auf die es die Unbekannten abgesehen haben – deshalb macht er sich mit Clea daran, das Geheimnis des Dolches zu lösen … nicht ahnend, dass sie sich damit beide in noch tödlichere Gefahr bringen.

 

Man merkt schon, dass „Die Meisterdiebin“ eines der Frühwerke der Autorin ist, denn die Geschichte ist recht einfach gestrickt. Action täuscht darüber hinweg, das die Probleme gar nicht so dramatisch und kompliziert sind, wie man denken mag, auch die Auflösung ist eher einfach und dürften vor allem die romantischen Herzen zufriedenstellen.

Größerer Druck sorgt dafür, dass das Buch, das in der deutschen Ausgabe wohl nur knapp 150 Seiten hatte und zusammen mit seinem Vorgänger erschien, nun auf ca. 300 Seiten aufgebläht wurde.

Immerhin wird die Erzählung sauber präsentiert, die Autorin erzählt das Abenteuer ohne Schnörkel und Längen. Allerdings geht das auch auf Kosten der Figuren, denn die meisten Nebencharaktere und auch die Bösewichte bleiben absolut blass, die Helden sind auf die für die Handlung notwendigen Züge reduziert und entsprechen eher den klassischen Archetypen als lebendigen Figuren.

Deshalb sollte man auch nicht all zu große Überraschungen erleben, denn die Autorin nutzt die Thrillerhandlung eher als Mittel zum Zweck um der romantischen Seite der Geschichte einen entsprechenden Rahmen zu geben.

 

„Die Meisterdiebin“ ist damit ein grundsolider aber nicht sonderlich herausragender romantischer Thriller, der sich besonders gut für die Reise oder als Urlaubslektüre eignet, weil man sich geistig nicht sonderlich anstrengen muss, um ihn mitzuverfolgen.

 

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Eure Meinung:

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Buch:

Die Meisterdiebin

Autorin: Tess Gerritsen

Taschenbuch, 301 Seiten

Harper Collins, September 2016

Übersetzer: Rainer Nolden

 

ISBN-10: 3959670451

ISBN-13: 978-3959670456

 

Erhältlich bei: Amazon

 

Kindle-ASIN: B01F5A2A66

 

Erhältlich bei: Amazon Kindle-Edition

 

weitere Infos:


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Erstellt: 17.09.2016, zuletzt aktualisiert: 04.02.2019 15:57