Nach dem Tod ihrer Eltern hat die 18-jährige Heather weder Verwandte noch enge Freunde. Sie will zwar ihren Schulabschluss machen und dann studieren, weiß aber nicht mal, was. Als sie ein Fremder anspricht und zu einer Reise ins Unbekannte überreden will, akzeptiert sie deshalb, obwohl ihr bewusst ist, damit ein Risiko einzugehen. Sie rechnet allerdings nicht damit, durch ein Portal in eine andere Welt zu reisen – eine Reise ohne Rückfahrschein.
Bei dieser Weltenreise-Fantasy wählt Dorit Medved den relativ ungewöhnlichen Weg, dass die Geschichte als Urban-Fantasy im Schottland unserer Zeit beginnt. Nach dem Wechsel in die andere Welt verlieren sich die ›Urban-Elemente‹ allerdings, da die Protagonistin Heather »Storm« Campbell erfährt, dass es sich um eine Reise ohne Wiederkehr handelt. Da Storm jedoch keine nennenswerten persönlichen Bindungen zurücklässt, kann sie sich mit dieser Situation schnell anfreunden zumal angedeutet wird, dass sie für diese Welt von essenzieller Bedeutung sein könnte.
Gleich zu Beginn, als ein attraktiver Fremder die Protagonistin zum Mitkommen überredet, bildet sich beim ›erfahrenen‹ Fantasy-Leser natürlich sofort die Vermutung heraus, dass Romantasy-Elemente in diesem Buch eine bedeutende Rolle spielen könnten. Allerdings spielt die Autorin erfolgreich mit dieser Erwartungshaltung. Und das sogar wiederholt. Beim attraktiven Abholer stellt sich nämlich schon nach wenigen Seiten heraus, dass er prinzipiell nicht an Frauen interessiert ist. Doch auch beim nächsten männlichen Wesen deutet schnell alles auf eine beginnende romantische Handlung hin … Mehr will ich hier nicht vorwegnehmen. Am Ende weist dann einiges darauf hin, dass die Geschichte noch weitergehen könnte. Hinweise auf eine eventuelle Fortsetzung finden sich jedoch nirgends.
Die Autorin lässt ihre Protagonistin in der Ich-Form berichten.