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Die mit dem Werwolf tanzt von Mary Janice Davidson

Rezension von Christel Scheja

 

In ihrer Reihe um die neue und etwas eigenwillige Vampirkönigin „Betsy Taylor“ spielten zwar die Blutsauger eine Hauptrolle, aber in den letzten Bänden traten auch immer wieder Werwölfe aus dem sogenannten „Wyndham-Rudel“ auf, allen voran die toughe Antonia. Weil ihre Fans vermutlich neugierig waren, mehr über diese zu erfahren, hat sie jetzt neben Kurzgeschichten auch noch einen Roman verfasst: „Die mit dem Werwolf tanzt“.

 

Erzählt wird die Geschichte von Derik, der auf Geheiß der Wahrsagerin des Rudels aufbricht, um in Kalifornien die Wiedergeburt der bösen Zauberin Morgan Le Fay zu finden, ehe diese erkennt, wer sie ist und zu voller Macht erwacht. Doch als er sie endlich findet, kann er sie einfach nicht töten, denn die zerstreute, wenn auch sehr attraktive Dr. Sara Gunn bringt eine andere Saite in ihm zum Klingen. Der Mann in ihm beginnt die rothaarige und blauäugige Schönheit zu begehren – und deshalb kann er sie nicht mehr so einfach umbringen, nachdem sein erster halbherziger Versuch kläglich scheitert.

Stattdessen entführt er die junge Frau, die nicht so recht weiß, was ihr geschieht. Denn er hat bemerkt, dass auch noch andere hinter ihr her sind. Die Mitglieder eines geheimen Artusordens wollen sie ebenfalls in ihre Hände bekommen, um sie in einem Ritual zu opfern und so das Vermächtnis des Sagenkönigs herauf beschwören.

Und so hat es Derek doppelt schwer, sie zu beschützen, denn nun sind nicht nur seine eigenen Leute hinter ihm her, sondern auch noch eine Gruppe verrückter Fanatiker, die nun beiden ans Leben wollen.

So beginnt eine wilde Flucht durch die Vereinigten Staaten, auf der aber wenigstens eines gelingt – Sara gibt ihren Widerstand auf und beginnt seine wilde Männlichkeit und beschützende Stärke zu genießen – und so kann schließlich auch die Liebe zwischen ihnen ihren Lauf nehmen.

Auch die Bonusgeschichte „Eine Schöne Bescherung“ dreht sich um die Liebe und erzählt, wie der Werwolf Alec seine Gefährtin sucht, findet und schließlich eine leidenschaftliche Nacht mit ihr verbringt.

 

Wie auch schon die Betsy Taylor Romane so ist auch „Die mit dem Werwolf tanzt“ eine augenzwinkernde Liebesgeschichte mit Wesen, zwar die nicht von dieser Welt sind und über besondere Gaben verfügen, aber ansonsten eher tollpatschige Vertreter der Gattung Mann und Frau sind.

Sowohl Derik als auch Sara sind nicht unbedingt die Klügsten, aber sie wissen zu streiten, wie man vor allem am Anfang der Geschichte merkt. Aber wie immer bestätigt sich das alte Sprichwort – die beiden, die sich erst necken und raufen verlieben sich schon bald ineinander und kämpfen nun zusammen – nachdem sie sich erst einmal ausgiebig und intim kennen gelernt haben.

Das alles ist zwar sehr unterhaltsam zu lesen, und man kommt oft nicht aus dem Schmunzeln heraus, aber leider auch sehr vorhersehbar, so dass man in Punkt Spannung schon einige Abstriche machen kann und nicht enttäuscht sein sollte, wenn sich zu viele der eigenen Vermutungen bewahrheiten. Bei der Bonus-Geschichte ist es noch schlimmer – der einzige Höhepunkt dort findet in der heißen Liebesnacht statt.

 

Alles in allem ist „Die mit dem Werwolf tanzt“ zwar ein recht amüsanter Roman, bei dem man aber in Sachen Spannung und überraschenden Wendungen große Abstriche machen muss. Wenn man dass nicht unbedingt haben muss, kann man aber immer noch halbwegs Spaß mit den schrägen Gags und den erotischen Szenen haben.

 

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Buch:

Die mit dem Werwolf tanzt

Autorin: Mary Janice Davidson

Taschenbuch, 288 Seiten

LYX/Egmont, Mai 2009

Übersetzerin: Stefanie Zeller

Titelbildg: Anke Koopmann und shutterstock

 

ISBN-10: 3802582160

ISBN-13: 978-3802582165

 

Erhältlich bei: Amazon

Weitere Infos:


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Erstellt: 16.06.2009, zuletzt aktualisiert: 04.02.2019 15:57